Wölfe weiter auf Kurs

Wölfe verzichten auf Oberliga-TeilnahmeWölfe verzichten auf Oberliga-Teilnahme
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Die Harzer Wölfe bleiben in der Regionalliga Nordost weiter voll auf Kurs. Mit 6:2 (1:0, 2:0, 3:2) siegten die Wölfe souverän gegen den ECC Preussen Berlin. Dreimal schlugen die Harzer dabei sogar in Unterzahl zu. Bitter für die Wölfe ist allerdings die schwere Knieverletzung von Alexander Deibert, der bereits im ersten Drittel mit Verdacht auf Kreuzbandriss vom Eis musste. So musste Peter Westerkamp, der erst am Donnerstag aus Amerika zurückgekehrt war, bei seinem Comeback gleich in die erste Reihe aufrücken.

Trotz des Sturmes im Harz waren wieder über 1000 Fans in das Wurmbergstadion gepilgert. Die hatten bereits nach 129 Sekunden Grund zum Jubeln, als Roman Vanek nach einem Unterzahlkonter vollstreckte. Wiederum in Unterzahl hatte Martin Juza sogar die Chance auf das 2:0, scheiterte aber an Berlins Keeper Stefan Leibrandt (5.). Gegen die defensiv sehr kompakte Preussen-Mannschaft hatten die Wölfe zwar auch in der Folge mehr vom Spiel, ohne allerdings zu großen Möglichkeiten zu kommen.

Das änderte sich im zweiten Durchgang. Zunächst scheiterte Andreas Bippus noch an Leibrandt. In der 30. Minute war dann aber wieder Vanek zur Stelle und vollstreckte im Powerplay aus beinah schon unmöglichem Winkel. Auch das 3:0 ging auf das Konto Vaneks, diesmal wieder in Unterzahl. Weitere Wölfe-Tore verhinderte bei Marek Adamecs Schuss der Pfosten, oder Leibrandt parierte gut, etwa gegen Benjamin Salzmann.

Im Schlussdrittel sorgte Andreas Schock mit seinem Treffer nach einem Turbo-Solo für die endgültige Entscheidung. In Überzahl erhöhte Juza schließlich auf 5:0. Der letzte Harzer Treffer fiel, fast schon charakteristisch für das Spiel, erneut in Unterzahl, wieder war Juza erfolgreich (55.).

„Ich ärgere mich über die letzten zwei Minuten“, meinte nach der Partie Wölfe-Coach Jan Furo. „Wir hatten vor den letzten Wechseln die Parole ausgegeben, die Null zu halten. Es tut mir für Erna leid, dass uns das nicht gelungen ist“, so Furo weiter. Tatsächlich fehlten dem fehlerfreien Roland „Erna“ Schröder nur 74 Sekunden zum Shut-out. Nach Unachtsamkeiten in der Wölfe-Abwehr kamen die Berliner durch Philip Reuter und Marc Fritschken aber doch noch zu ihren Toren.

„Glückwunsch an Braunlage zum verdienten Sieg, obwohl ich mit meiner Mannschaft nicht unzufrieden bin“, erklärte nach der Partie ECC-Trainer Harald Kuhnke. Furo war mit dem Ergebnis zufrieden, seine Sorge galt vor allem Alexander Deibert: „Das ist ein bitterer Schlag, wir müssen jetzt die Diagnose abwarten.“ Ihm galten genauso die Genesungswünsche wie Bernd Vollrodt. Der Mitarbeiter der Goslarschen Zeitung wurde unglücklich von einem Puck getroffen und musste ärztlich behandelt werden.

Tore: 1:0 (2:09) Vanek (Potac/4-5), 2:0 (29:34) Vanek (Juza, Westerkamp/5-4), 3:0 (32:54) Vanek (Juza, Potac/4-5), 4:0 (43:10) A. Schock (Kähm), 5:0 (50:16) Juza (Chr. Schock, Vanek/5-4), 6:0 (54:36) Juza (Vanek, Potac/4-5), 6:1 (58:46) Reuter (Henk, Hurbanek), 6:2 (59:29) Fritschken (Wunderlich, Weise). Strafen: Braunlage 16 + 10 (Westerkamp), Berlin 6. Zuschauer: 1064.