Wölfe verspielen in zwölf Minuten möglichen Sieg

Kadan zu Gast im WolfsbauKadan zu Gast im Wolfsbau
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Mit einer unnötigen 5:7 (1:1, 0:4, 4:2)-Niederlage kehrte der EHV Schönheide 09 am vergangenen Samstag vom Auswärtsspiel bei FASS Berlin zurück. Aufgrund eines schwachen Abwehrverhaltens im Mittelabschnitt verspielten die Wölfe innerhalb von nur zwölf Minuten leichtfertig einen möglichen Sieg und damit auch drei wichtige Punkte, um den Anschluss ans Tabellenmittelfeld zu halten.

Der Spielverlauf in den ersten beiden Dritteln erinnerte stark an das letzte Auswärtsspiel in Berlin, welches der EHV 09 mit 1:8 gegen die Preussen Juniors verlor. Von Beginn an waren die Wölfe im Erika-Hess-Eisstadion wieder das bessere Team und hätten, bei besserer Chancenverwertung, das Spiel schon im ersten Drittel entscheiden können. Matthias Krehl traf bereits in der vierten Minute zum 1:0. Zwar gelang den Akademikern nur eine Minute später der Ausgleich, doch bis zur ersten Pause hatte der EHV 09 Chancen in Hülle und Fülle um deutlich davon zu ziehen, scheiterte aber viermal am Pfosten, an den eigenen Nerven oder am guten FASS- Keeper Albrecht.

Im zweiten Drittel hatten sich die Hausherren besser auf das Spiel der Wölfe eingestellt und nutzten einen regelkonformen Penalty, welchen EHV-Goalie Granert aufgrund eines Stockwurfes verursacht hatte, durch Benjamin Hecker (26.) zur 2:1-Führung. Die Wölfe drängten sofort auf den Ausgleich, vernachlässigten aber dabei ihre Abwehraufgaben und luden die Berliner zum Kontern ein. FASS ließ sich nicht lange bitten und bestrafte das lethargische Defensivverhalten mit weiteren drei Toren innerhalb von neun Minuten. Beim Stand von 1:5 aus Wölfesicht ging es zum zweiten Mal in die Pause.

Ob der indiskutablen Leistung im zweiten Drittel fand EHV-Spielertrainer Daniel Jun in der Kabine wohl die richtigen Worte, denn wie ausgewechselt präsentierten sich die Wölfe im Schlussabschnitt. Gerade einmal 24 Sekunden waren im letzten Drittel gespielt, da verkürzte Martin Vojcak auf 5:2. Der EHV 09 drängte weiter auf das FASS-Gehäuse und erzielte nur zwei Minuten später durch Pavel Weiss in doppelter Überzahl das 5:3. Doch die Akademiker stoppten in der 45. Minute vorerst die Aufholjagd der Wölfe, als ihnen durch Thomas Leibrandt im Powerplay das 6:3 gelang. Der EHV 09 gab sich dennoch noch nicht geschlagen und kam durch Christian Müller (47.) zum 6:4-Anschlusstreffer. Die Hausherren wirkten nun angeschlagen und konnten sich nur sporadisch vom Druck der Gäste befreien. Ausgerechnet Verteidiger Christian Müller, welcher noch mit seinem Tor zum 6:4 die Wölfe im Spiel hielt, erwies seiner Mannschaft in der 52. Minute einen Bärendienst. Nach einem Foul mit Verletzungsfolge an seinen Gegenspieler, welcher nach kurzer Behandlungspause aber weiter spielen konnte, kassierte er vom guten Schiedsrichter Metzkow eine Matchstrafe und muss nun mindestens zwei Spiele pausieren. Da zu diesem Zeitpunkt auch André Lenk auf Schönheider Seite die Strafbank drücken mußte, nutzten die Berliner die doppelte Überzahl und sorgten mit dem 7:4 (52.) durch Leibrandt für die Vorentscheidung. Der fünfte EHV-Treffer elf Sekunden vor dem Ende durch Martin Vojcak war nur noch Ergebniskosmetik.

Tore: 0:1 (3:06) Krehl (Müller, Jun), 1:1 (4:01) Aicher (Labuhn, Kugler), 2:1 (25:40) Hecker (Penalty), 3:1 (30:19) Aicher (Labuhn), 4:1 (38:10) Masche (Harloff, Kuch), 5:1 (39:10) Patrzek (Hecker, Leers), 5:2 (40:24) Vojcak (Jenka, Jun), 5:3 (42:58) Weiss (Krehl, Jenka/5-3), 6:3 (44:24) Leibrandt (Patrzek, Leers/5-4) 6:4 (46:25) Müller (Vojcak, Jun), 7:4 (51:36) Leibrandt (Patrzek, Hecker/5-3), 7:5 (59:49) Vojcak (Jenka, Krehl/5-4). Strafen: Berlin 14, Schönheide 14 + Matchstrafe (Müller). Zuschauer: 135.

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