Wölfe unterliegen Rostock trotz starker Leistung

Wölfe verzichten auf Oberliga-TeilnahmeWölfe verzichten auf Oberliga-Teilnahme
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Gekämpft und doch verloren: Auch im dritten Vergleich mit dem Rostocker EC mussten sich die Harzer Wölfe geschlagen geben. In der Meisterrunde der Regionalliga Nord unterlagen die Harzer den Piranhas vor heimischer Kulisse mit 3:6 (1:1, 1:2, 1:3), zeigte dabei aber dennoch eine starke Vorstellung. Am Ende entschieden Kleinigkeiten und die höhere Anzahl von Fehlern die Partie zu Gunsten der weiterhin verlustpunktfreien Rostocker.

Vom ersten Bully an entwickelte sich ein temporeiches Spiel auf hohem Regionalliga-Niveau, das deutlich mehr als die knapp 500 Zuschauer verdient gehabt hätte. Obwohl die Wölfe wieder nur mit einem kleinen Kader agieren konnten, gestalteten sie das Geschehen mehr als ausgeglichen. Wölfe-Stürmer Christian Schock hatte gleich zweimal die Führung auf der Kelle, auf der Gegenseite konnte Thomas Dreischer ein Break nicht nutzen. So war es ESC-Torjäger Stefan Bilstein vorbehalten, nach starker Vorarbeit von Alexander Deibert für das 1:0 zu sorgen (10.). Dann aber führte der erste große Fehler in der ESC-Abwehr direkt zum Ausgleich. In Unterzahl konnte Rostocks Jens Stramkowski ein Bully vor dem Harzer Tor gewinnen, sich Richtung Gehäuse durchtanken und zum Ausgleich einnetzen (16.).

Eh schon in Unterzahl bescherte ein Foul von Erik Pipp den Rostockern in der 26. Minute ein Fünf-gegen-Drei-Powerplay. Die Piranhas ließen sich nicht lange bitten, der ansonsten blasse Karol Bartanus vollstreckte zum 1:2. Auch die nächste Überzahlgelegenheit nutzte der REC schnell, Stramkowski hielt die Kelle in einen Schlagschuss von Viatcheslav Koubenski und fälschte den Puck unhaltbar für ESC-Goalie Mario D'Antuono ab (32.). Die Wölfe gaben sich aber lange noch nicht geschlagen, Markus Schneider sorgte in doppelter Überzahl für den 2:3-Anschlusstreffer (35.).

Im Schlussdrittel waren die Harzer um den Ausgleich bemüht, mussten aber schnell das vierte Gegentor hinnehmen. Alois Öttl war der Puck durchgerutscht, Koubenski zum Konter gestartet, seinen Querpass verwertete James Trevena-Brown eiskalt (44.). Als der ehemalige Harzer Jürgen Brümmer gar das 2:5 markierte (50.), schienen die Messen für die Wölfe gelesen. Pipp sorgte mit dem 3:5 jedoch noch einmal für Hoffnung (53.), und hätte Bilstein kurz darauf einen Unterzahl-Konter zum 4:5 verwertet... Stattdessen fiel mit einem „Phantomtor“ noch das 3:6 (57.). Kaum einer hatte den Puck im Tor gesehen, Schiedsrichter Pupello stand aber direkt hinter dem Netz und war sich bei seiner Entscheidung sicher. Zwar stand nach 60 Minuten eine Niederlage der Wölfe zu Buche, trotzdem wurde die Mannschaft vom Anhang zurecht mit viel Beifall verabschiedet.

„Mit unserer Leistung bin ich im Großen zufrieden. Aber heute war mehr drin. Letztlich waren es unsere Fehler, die Rostock dank der individuellen Klasse ausgenutzt hat, während wir die Rostocker Fehler nicht bestraft haben“, ärgerte sich Wölfe-Coach Bernd Wohlmann nach Spielschluss über die ausgelassene Chance, gegen die Piranhas zu punkten. Entsprechend froh war Rostocks Trainer Henry Thom über den Sieg seiner Mannschaft: „Braunlage hat es uns heute sehr schwer gemacht. Wir haben ihnen zu oft die Zeit gegeben, sich defensiv zu sortieren.“

Tore: 1:0 (9:31) Bilstein (Deibert, Öttl/4-4), 1:1 (15:30) Stramkowski (4-5), 1:2 (25:37) Bartanus (Koubenski/5-3), 1:3 (31:33) Stramkowski (Koubenski, Bartanus/5-4), 2:3 (35:02) Schneider (Deibert, Bilstein/5-3), 2:4 (43:09) Trevena-Brown (Koubenski), 2:5 (49:47) Brümmer (Trevena-Brown), 3:5 (52:35) Pipp (Meridian, Bippus), 3:6 (56:49) Trevena-Brown. Strafen: Braunlage 20, Rostock 18. Zuschauer: 451.

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