Wölfe unterliegen in Leipzig mit 1:6

Wölfe verzichten auf Oberliga-TeilnahmeWölfe verzichten auf Oberliga-Teilnahme
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Zu ihrem dritten Pokalspiel innerhalb von nur drei Tagen waren die Harzer Wölfe am Sonntag zu Gast bei den Blue Lions Leipzig. Beim Abschluss der Pokalvorrunde unterlag der ESC vor 1127 Zuschauern in der Messestadt trotz einer ordentlichen Leistung mit 1:6 (0:3, 1:2, 0:1), der Kräfteverschleiß aus den beiden vorhergehenden Spielen machte sich deutlich bemerkbar.

Beide Teams hatten einige Ausfälle zu verkraften. Bei den Harzern mussten kurzfristig Benjamin Schulz, Vadim Jost und Maximilian Bauer passen, die aus dem Samstagsspiel gegen FASS Berlin Blessuren davontrugen. Insgesamt standen ESC-Trainer Bernd Wohlmann somit nur zehn Feldspieler zur Verfügung, auf Leipziger Seite liefen elf Feldspieler auf.

Von Beginn an stand ESC-Keeper Mario D'Antuono im Blickpunkt, während die Wölfe über Konter zum Erfolg kommen wollten. Mit einem Doppelschlag gingen die Blue Lions in der neunten Minute 2:0 in Führung. Zunächst sprang der Puck nach einem abgefälschten Schlagschuss von Jens Müller an den Pfosten, von dort an D'Antuonos Schoner und ins Tor. Dann vollendete Dennis Szygula eine schnelle Kombination. In der zwölften Minute erhöhte Sebastian Lehmann für die Leipziger, während Erik Pipp bei den zwei besten Angriffsszenen der Harzer jeweils an Jan Münster im Blue Lions-Tor scheiterte.

Im zweiten Drittel waren gerade einmal 17 Sekunden gespielt, da hatte Patrick Czajka bereits das 4:0 markiert. Nach Daniel Bartells Abstauber zum 5:0 (26.) durften dann auch die Harzer jubeln, als Alexander Deibert im Powerplay erfolgreich war (26.). Überhaupt konnten die Wölfe das Spiel nun ausgeglichener gestalten, Münster war aber nicht noch einmal zu überwinden. Bitter für die Harzer, dass Vitalij Blank nach einem Check gegen den Kopf mit einer Gehirnerschütterung ausscheiden musste, auch Alois Öttl musste Ende des zweiten Drittels längere Zeit abseits des Eises verarztet werden, konnte im Schlussabschnitt aber wieder spielen.

In der 53. Minute lag der Puck zum sechsten Mal im Wölfe-Netz, die Blue Lions profitierten allerdings von einem Eigentor der Harzer. Sven Eichler war der Puck nach einem Schuss an die Kufen gesprungen und von dort über die Linie getrudelt. Gutgeschrieben wurde der Treffer Jozef Potac. Pech hatte auf der Gegenseite Stefan Bilstein mit einem Pfostenschuss, während D'Antuono mit einem ganz starken Save – bereits am Boden liegend konnte er noch die Schoner hochreißen – einen weiteren Gegentreffer verhinderte. Nach Spielschluss war ESC-Trainer Bernd Wohlmann trotz der Niederlage nicht unzufrieden: „Nach den drei Spielen hat in der einen oder anderen Situation die Kraft gefehlt, was aber ganz normal ist. Unsere Konzentration gilt jetzt dem nächsten Spiel am Freitag in Timmendorf.“

Auf die Platzierungen beider Mannschaften hatte die Partie keinen Einfluss mehr. Die Leipziger treffen als Gewinner der Vorrundengruppe A im Viertelfinale nun auf den Adendorfer EC. Die Wölfe bekommen es als Dritter mit dem Zweiten der Gruppe B, dem ECC Preussen Berlin zu tun. Die weiteren Viertelfinalbegegnungen, ausgetragen jeweils mit Hin- und Rückspiel lauten ESC Halle 04 gegen EHC Timmendorfer Strand 06 sowie Rostocker EC gegen FASS Berlin.

Tore: 1:0 (8:19) J. Müller (Hoffmann, Czajka), 2:0 (8:43) Szygula (Schmid, Potac), 3:0 (11:55) Lehmann (Schmid, Mikesz), 4:0 (20:17) 0 Czajka (Henk, J. Müller), 5:0 (25:20) Bartell (Szygula, Potac), 5:1 (25:54) Deibert (Blank, Pipp/5-4), 6:1 (52:39) Potac (J. Müller, Czajka/5-4). Strafen: Strafen: Leipzig 18 + 10 (Schmid), Braunlage 8. Zuschauer: 1127.

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