Wölfe unterliegen FASS Berlin knapp

Wölfe verzichten auf Oberliga-TeilnahmeWölfe verzichten auf Oberliga-Teilnahme
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Die Harzer Wölfe mussten gegen FASS Berlin die erste Heimniederlage einstecken. Knapp mit 5:6 (1:1, 1:2, 3:3) unterlagen die Gastgeber den Freien Akademikern. Die Wölfe mussten dabei vor der Saison-Rekordkulisse von 1337 Zuschauern stets einem Rückstand hinterher laufen.

Das Spiel wäre sicher anders gelaufen, hätten Peter Westerkamp oder Martin Juza früh ihre Chancen genutzt. Sie scheiterten jedoch am überragenden Berliner Torwart Tobias John. „Er war heute trotz der fünf Gegentore unser Sieggarant“, lobte FASS-Trainer Bodo Christ seinen Goalie. So aber gingen die Berliner durch Doug Murray in der 13. Minute in Führung. Der Kanadier, mit viel Applaus empfangen, zeigte sich an alter Wirkungsstätte bestens aufgelegt und war auffälligster Feldspieler bei den Berlinern.

Zwar gelang Peter Westerkamp nach einer mustergültigen Vorlage von Christian Schock das 1:1(15.), doch zu Beginn des Mittelabschnitts brachte Marc Fritschken die Berliner wieder in Führung. In der Folge brannte es gleich mehrfach lichterloh vor dem FASS-Gehäuse, doch John oder der Pfosten verhinderten den Ausgleich. Die Gäste glänzten dagegen mit effektiver Chancenverwertung, Fabio Patrzek war mitten in die Harzer Drangphase hinein erfolgreich (32.). Sechs Sekunden vor Drittelende konnte Martin Juza allerdings wieder verkürzen.

Die Aufholjagd der Harzer wurde im Schlussdrittel jedoch jäh von Murrays zweitem Treffer gestoppt (45.). Die Wölfe zeigten Moral und erneut Juza brachte sein Team wieder heran (53.). Doch, Duplizität der Ereignisse, wieder Murray sorgte für den alten Abstand (54.). Da auch Juza zum dritten Mal traf (56.) blieb es spannend.

Als wenig später aber gleich zwei Berliner auf das Wölfe-Tor zueilten und Dennis Thielsch das 6:4 erzielte, war die Entscheidung dann doch gefallen. Alexander Deiberts Tor in der Schlussminute reichte nicht mehr zur Wende. „Wir hatten drei Mal so viele Schüsse wie die Berliner. Wir müssen vor dem Tor wieder effektiver werden“, fasste Wölfe-Coach Jan Furo zusammen. Der Trainer weiter: „Einige Leistungsträger hatten heute nicht ihren besten Tag. Wir dürfen die Köpfe aber nicht hängen lassen, die Saison ist lang.“

Ein überraschendes Comeback im Wölfe-Trikot gab es übrigens für Jörg Horlacher. Furo: „Er hat sich in den vergangenen Wochen wieder herangearbeitet. Seine Routine wird uns helfen.“

Tore: 0:1 (12:19) Murray (Schönfeld/5-4), 1:1 (14:12) Westerkamp (Chr. Schock), 1:2 (24:31) Fritschken (Patrzek, Thielsch), 1:3 (31:45) Patrzek (Aicher/4-4), 2:3 (39:54) Juza (Deibert, Potac), 2:4 (44:46) Murray (Rentzsch/4-4), 3:4 (52:23) Juza (Deibert), 3:5 (53:26) Murray (Thielsch, Rentzsch/5-4), 4:5 (55:36) Juza (Deibert, Potac), 4:6 (56:19) Thielsch (Schönfeld, Murray), 5:6 (59:00) Deibert (Potac, Horlacher). Strafen: Braunlage 16, Berlin 24. Zuschauer: 1337.

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