Wölfe machen Sechs-Punkte-Wochenende perfekt

Wölfe verzichten auf Oberliga-TeilnahmeWölfe verzichten auf Oberliga-Teilnahme
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Es war ein Eishockeyabend, an dem einfach alles stimmte. Mit 6:2 (3:1, 3.0, 0:1) siegten die Harzer Wölfe über die Black Dragons Erfurt und machten damit einen Riesenschritt auf dem Weg zur sportlichen Oberliga-Qualifikation.

Doch schon vor dem Spiel wurde groß gefeiert. Doug Murray absolvierte seine 1000. Partie im Seniorenbereich. Von den Fans eindrucksvoll und besonders lautstark empfangen, sogar aus Berlin waren Gratulanten angereist, ehrten Braunlages Bürgermeister Stefan Grote und Wölfe-Präsident Rolf-Michael Stropel den inzwischen 40-jährige Kanadier vor dem Spiel für eine „außergewöhnliche und einmalige sportliche Karriere.“ Für Gänsehaut sorgte schließlich die von Sandra, Sängerin der Band „90 Grad“ vorgetragene kanadische Nationalhymne. Als letzte Überraschung wurde dem sichtlich gerührten Stürmer schließlich ein Trikot mit der Rückennummer 1000 überreicht.

Das manche Geschichten wirklich nur der Sport schreibt, zeigten dann die ersten Minuten des Spiels. Denn just der Jubilar Doug Murray war es, der gleich zweimal ins Schwarze traf und das Stadion zum Toben brachte (6. und 11.). „Doug war heute unterwegs wie ein Duracell-Männchen“, lobte Wölfe-Trainer Dirk Heckmann nach der Partie. Als auch noch Stefan Bilstein zum 3:0 versenkte (14.), gab es auf den Rängen kaum ein Halten mehr. Einziger Minuspunkt aus Wölfesicht war ein von Oliver Otte unhaltbar abgefälschter Schuss zum Erfurter Anschlusstreffer (18.).

Waren die ersten zwanzig Minuten schon kaum zu übertreffen, so setzten die Wölfe zu Beginn des Mittelabschnitts noch einen drauf! Doug Murray komplettierte seinen Hattrick mit einem Schuss in den rechten Winkel (23.). Wenig später war es Jozef Potac, der mit einem unglaublich harten Handgelenksschuss die Scheibe genau in die linke obere Torecke beförderte (24.). Das halbe Dutzend machte bereits in der 27. Minute Sebastian Hofmann voll.

Zwar blieb der letzte Treffer des Spiel den Erfurtern vorbehalten, John Noob traf in Überzahl (53.), am deutlichen Sieg der Wölfe gab es aber nichts zu rütteln. Die Leistung der Harzer ist um so bemerkenswerter, bedenkt man die Ausfälle. Neben den Langzeitverletzten Alex Deibert und Dennis Lütjen fehlten auch Martin Juza (Angina), Roman Vanek (Leistenprobleme) und Benjamin Salzmann (fiebrige Erkältung). Während des Spiels mussten schließlich auch noch Andreas Schock und Pavel Vait angeschlagen aufgeben. So erhielt selbst der kurzfristig eingesprungene Juniorenspieler Johannes Kohlrusch reichlich Eiszeit, da Heckmann konsequent mit drei Reihen spielen ließ.

„Ein dickes Lob an die Mannschaft, die super gearbeitet hat“, strahlte nach der Partie Heckmann, während Erfurts Trainer Thomas Belitz nur die Glückwünsche zum verdienten Sieg der Wölfe blieben.

Tore: 1:0 (5:18) Murray (Westerkamp, Potac/5-4), 2:0 (10:29) Murray (4-4), 3:0 (13:16) Bilstein (Westerkamp, Murray), 3:1 (17:12) Otte (Marak, Donnelly/5-4), 4:1 (22:47) Murray (Bilstein, Potac), 5:1 (23:58) Potac (Hofmann), 6:1 (26:11) Hofmann (Murray, Westerkamp/5-4), 6:2 (52:33) Noob (Marak). Strafen: Braunlage 18, Erfurt 28. Zuschauer: 1086.


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