Wölfe lassen Heidschnucken keine Chance

Wölfe verzichten auf Oberliga-TeilnahmeWölfe verzichten auf Oberliga-Teilnahme
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Neun Tore scheinen für die Harzer Wölfe gegen den Adendorfer EC zum Standard zu werden. Nach dem 9:1 und 9:4 in den bisherigen Spielen setzten sich die Harzer diesmal wieder mit 9:4 (3:2, 5:1, 1:1) durch. Sowohl Christian Schock als auch John Kraiss glänzten als dreifache Torschützen. Am Dienstag in Langenhagen haben die Wölfe nun die Chance, mit einem Sieg die Tabellenspitze der Regionalliga Nord zu übernehmen.

Im Heimspiel gegen Adendorf waren es zunächst die Gäste, die etwas überraschend das Kommado übernahmen. Mit gutem Forechecking störte der AEC den Spielaufbau der Wölfe, die Führung durch Andrey Gorbenko fiel nicht einmal unverdient (7.). Mit zunehmender Spielzeit fanden die Harzer aber immer besser in die Partie. Trotzdem war eine Einzelleistung nötig, um zum Ausgleich zu kommen. Alois Öttl hatte sich auf der linken Seite durchgesetzt, das Tor umkurvt und traf aus spitzem Winkel unter die Latte (12.). John Kraiss in Überzahl (17.) und Christian Schock nach schöner Vorarbeit von Erik Pipp (20.) erhöhten auf 3:1. Benjamin Salzmann konnte für die Gäste an alter Wirkungsstätte noch vor der Drittelpause verkürzen.

Die zweiten 20 Minuten dürften dann mit das Beste gewesen sein, was die Wölfe ihren Fans in dieser Saison bisher präsentierten. Wie aus einem Guss lief das Spiel nun, die Adendorfer Abwehr bekam kaum Zeit zum Luftholen. Nachdem Benjamin Schulz auf 4:2 erhöhte (27.), sorgten drei Tore innerhalb von nur 60 Sekunden für die Entscheidung. Schock (30.) und Kraiss (31.) machten das halbe Dutzend voll, AEC-Torwart Stefan Blank verließ entnervt das Tor. Doch auch sein Nachfolger Mario Kluckow musste bereits nach 20 Sekunden hinter sich greifen, Stefan Bilstein traf zum 7:2 (31.). Zwar konnte Denny Böttger für die Adendorfer nochmals verkürzen (39.), John Kraiss stellte den Fünf-Tore-Abstand jedoch postwendend wieder her (40.).

Im Schlussabschnitt nahmen die Harzer deutlich Tempo heraus, trotzdem ergaben sich immer wieder Chancen, die aber von Kluckow vereitelt wurden. „Wir mussten auch an das Spiel am Dienstag denken und schon etwas die Kräfte schonen“, sagte anschließend Trainer Bernd Wohlmann. So konnte Gorbenko zunächst noch einmal verkürzen (43.), der Schlusspunkt gehörte allerdings den Hausherren. Unter dem Jubel der über 1100 begeisterten Zuschauer verwertete Schock in Unterzahl einen Konter zum 9:4-Endstand (58.).

Am Dienstag in Langenhagen winkt den Wölfen bei drei weiteren Punkten erstmals in dieser Saison die Tabellenspitze. Anbully in der neuen Könicke-Hall ist um 20 Uhr. Verzichten müssen die Harzer dabei auf Andreas Bippus, der gegen Adendorf mit einer Knieverletzung ausscheiden musste. Bange ist Wohlmann dennoch nicht, zumal Markus Schneider nach seiner Sperre wieder bereits steht: „Wir fahren dorthin, um als Erster in das neue Jahr zu gehen!“

Im Gegensatz zum Vergleich am zweiten Weihnachtstag erwartet Jets-Trainer Bruce Keller wieder einen breiteren Kader: „Bei uns kommen einige Spieler dazu, wir wollen Braunlage ärgern.“ So dürfte vor heimischer Kulisse auch Len Soccio für die Langenhagener auflaufen. Beim Gastspiel im Harz hatte der Ex-Nationalspieler noch gefehlt.

Tore: 0:1 (6:23) Gorbenko (Salzmann), 1:1 (11:02) Öttl (Bippus, Schock), 2:1 (16:42) John Kraiss (Elzner, Bilstein/5-4), 3:1 (19:14) Schock (Pipp, Maronese), 3:2 (19:41) Salzmann (P. Hofmann), 4:2 (26:08) Schulz (John Kraiss, Maronese), 5:2 (29:58) Schock (Pipp, Bippus/5-4), 6:2 (30:30) John Kraiss (Maronese), 7:2 (30:51) Bilstein (Deibert, Garthe), 7:3 (38:37) Böttger (Gorbenko), 8:3 (39:02) John Kraiss (Schulz, R. Bannach), 8:4 (42:24) Gorbenko (P. Hofmann), 9:4 (57:54) Schock (Pipp/4-5). Strafen: Braunlage 14, Adendorf 22 + 10 (Böttger). Zuschauer: 1113.

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