Wölfe gegen Bayernligisten Schweinfurt und Selb

Entscheidung vertagt: 1:1 zwischen Wölfen und DrachenEntscheidung vertagt: 1:1 zwischen Wölfen und Drachen
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Gleich zwei Vorbereitungsspiele gegen Bayernligisten stehen am kommenden Wochenende für den EHV Schönheide auf dem Programm. Zunächst geht die Reise am Freitag, 26. September, um 20 Uhr zu den Mighty Dogs vom ERV Schweinfurt, ehe es am Sonntag, 28. September, um 17 Uhr zum Vergleich gegen den VER Selb im Schönheider Wolfsbau kommt.

Mit den Mighty Dogs trifft der EHV auf eine Mannschaft, deren Spielstärke bereits letzte Saison beim Hinspiel in Schönheide deutlich wurde. Schließlich waren es die Schweinfurter, welche als einziges Team in der vergangenen Saison einen Auswärtssieg (3:5) im Wolfsbau feiern konnten. Die Mannschaft erreichte in der vergangenen Spielzeit das Play-off-Halbfinale und zählt auch in dieser Saison zu den stärksten Teams in der Bayernliga. Zwar mussten die Mighty Dogs mit Mikhail Nemirovsky einen namhaften Abgang verzeichnen, doch mit der Verpflichtung von Marcel Juhasz vom Zweitligisten Landsberg dürfte die Lücke wieder geschlossen sein. Zudem holte man mit Benedikt Waldner von den Rostocker Piranhas und Stephan Trolda vom Ligakonkurrenten Selb zwei weitere erfahrene Spieler, welche den Kader der Mighty Dogs sicher verstärken werden. Im Moment ist auch die Abteilung Angriff beim ERV besser in Form als die Abwehr. In den bisherigen drei Testspielen erzielten die Stürmer insgesamt 18 Tore, hingegen die Verteidigung der Schweinfurter mit 13 Gegentoren verwundbar scheint.

Der zweite Gegner am kommenden Wochenende ist der VER Selb. Bereits letzte Saison waren die Namensvetter aus Bayern Testspielgegner des EHV Schönheide. Nach einem 5:5-Unentschieden in Selb hatten die Porzellanstädter beim Rückspiel in Schönheide mit 1:5 das Nachsehen. 2007/2008 als Aufsteiger in der Bayernliga angetreten, erreichten die Selber Wölfe Platz 13 nach der Hauptrunde und schafften in den Play-downs gegen Germering den verdienten Klassenerhalt. In dieser Saison möchte man in Selb nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun haben, sondern schielt nach weiter oben in der Tabelle. Auch deshalb hat Trainer Douglas Kacharvich seinen Kader mit bspw. Hendrik Bärschneider von den Blue Lions Leipzig, Marcel Hermle vom ECC Preussen Juniors Berlin und Christopher Scholz von den Eisbären Juniors Berlin verstärkt. Die neue Stärke der Selber Wölfe haben nicht zuletzt die Black Dragons aus Erfurt mit zwei Niederlagen (3:5, 4:9) zu spüren bekommen.

Der EHV Schönheide scheint auch aufgrund der Probleme um das Präsidentenamt und der Betreibung des Eisstadions im Moment nicht gerade vom Glück verfolgt. Gleich zwei Hiobsbotschaften zu Beginn der Woche lassen den Verein nun auch sportlich nicht zur Ruhe kommen. Dabei traf es Neuzugang Richard Stütz besonders hart. Im Spiel gegen Kadan verletzt ausgeschieden, bestätigten sich am Montag die Befürchtungen einer schwereren Verletzung. Zwar liegt der offizielle Befund der MRT-Untersuchung noch nicht vor, doch die Spezialisten im Krankenhaus gehen von einem Kreuzbandriss im rechten Knie aus, wonach die Saison für den 22-jährigen Verteidiger vorzeitig beendet wäre. Dem noch nicht genug, fällt auch Verteidiger Sven Schröder für die nächsten Spiele aus. Nach der Diagnose Riss im Meniskus des linken Knies muss er sich am kommenden Mittwoch einer Operation unterziehen und fehlt den Wölfen voraussichtlich in den kommenden drei Wochen. Von idealer Vorbereitung kann man beim EHV momentan also nicht sprechen. Ohnehin mit einem schmalen Kader in die Saison gestartet, wiegen die Ausfälle natürlich schwer, da es derzeit keine Alternativen auf den Verteidigerpositionen gibt. Sollte sich der langfristige Ausfall von Richard Stütz bestätigen, werden sich die Verantwortlichen des EHV Schönheide bereits Anfang nächster Woche auf dem Spielermarkt umsehen müssen.

Jetzt die Hockeyweb-App laden!