„Wir haben nichts zu verlieren“ – Wölfe heiß auf die Play-offs

Wölfe verzichten auf Oberliga-TeilnahmeWölfe verzichten auf Oberliga-Teilnahme
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Play-offs im Eishockey, das ist wie die Sahnehaube auf dem Kakao. Es ist die Belohnung für die Mühen der Saison, schlicht der Höhepunkt einer jeden Eishockeyspielzeit. Am Freitag beginnt für die Harzer Wölfe die „fünfte Jahreszeit“ mit der Play-off-Halbfinalserie gegen den EHV Schönheide. Zunächst müssen die Braunlager in der Best-of-Three-Serie auswärts im Erzgebirge antreten (Beginn 20 Uhr). Am Sonntag folgt das Rückspiel im Braunlager Wurmbergstadion, Beginn ist um 19 Uhr.

„Die Saison startet jetzt praktisch wieder bei Null, die Play-offs sind eine Welt für sich, da ist alles möglich“, freut sich Wölfe-Coach Bernd Wohlmann auf die Serie gegen das Wolfsrudel aus dem Erzgebirge. Dabei sieht es Wohlmann nicht unbedingt als Nachteil, dass der Gegner als Meisterrunden-Sieger wohl die Favoritenrolle einnimmt: „Der Druck liegt doch bei Schönheide. Wir haben nichts zu verlieren und können nur gewinnen.“

„Die DEL hat gezeigt, dass die Platzierung keinen Ausschlag gibt“, hofft Wohlmann auf eine Parallele zur höchsten deutschen Eishockeyliga. Hier schied der Vorrundenprimus Nürnberg in den Play-offs nämlich sang- und klanglos in der ersten Runde aus.

Bauen kann Wohlmann im Halbfinale auf den Kader der vergangenen Wochen. Immerhin gelang da mit einem 5:3-Heimsieg über Schönheide wohl eine der stärksten Saisonleistungen. Allerdings setzte es im Rückspiel auch eine herbe 2:9-Schlappe. „Noch einmal so untergehen wie vor zwei Wochen werden wir nicht“, verspricht Wohlmann, dass seine Mannschaft alles geben wird. „Schönheide ist zu Hause noch unbesiegt, dass wollen wir nun ändern.“

Wie schon in den bisherigen Duellen müssen die Braunlager gegen den EHV vor allem die Angriffsmaschinerie der Erzgebirgler um das Top-Duo Daniel Jun und Miroslav Jenka stoppen. Gelingt dass, könnten die Harzer schon am Sonntag zum ganz großen Coup ansetzen. Wohlmann hat jedenfalls Hoffnung: „Wenn wir uns nichts ausrechnen würden, bräuchten wir gar nicht erst hinfahren.“

Interessant wird auf jeden Fall, wie die Harzer mit der ungewohnten Play-off-Situation umgehen. Vom Kader der Wölfe aus der letzten Braunlager Play-off-Serie vor zwei Jahren gegen Leipzig sind mit Alexander Deibert, Andreas Bippus, Johannes Kohlrusch, Benjamin Salzmann und Stefan Bilstein nur noch fünf Spieler dabei. Allerdings haben auch Peter Westerkamp und Marc Garthe schon genug Erfahrung in Play-off-Spielen gesammelt, von Bernd Wohlmann hinter der Bande ganz zu schweigen. Vielleicht könnte dies letztlich auch den Ausschlag zugunsten der Harzer geben, denn für Schönheide werden es die ersten Play-off-Partien überhaupt in ihrer Vereinsgeschichte sein.

Jetzt die Hockeyweb-App laden!