Wilde Partie zwischen Wölfen und Aliens endet 6:6

Wölfe verzichten auf Oberliga-TeilnahmeWölfe verzichten auf Oberliga-Teilnahme
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„Für die Zuschauer war das sicher ein interessantes Spiel, wir Trainer sehen das aber wohl etwas anders“, brachte es Bernd Wohlmann, Coach der Harzer Wölfe, auf den Punkt und erntete dafür ein zustimmendes Nicken seines Kollegen Janusz Wilczek, dem Trainer der Ratinger Ice Aliens. In einer kurzweiligen Partie trennte sich Regionalligist Harzer Wölfe im letzten Vorbereitungsspiel vor dem Ligastart mit 6:6 (0:3, 4:1, 2:2) von den Ratingern.

Die Harzer zeigten dabei starke Comeback-Fähigkeiten. Bereits nach zehn Minuten lagen die Wölfe mit 0:3 hinten. Marvin Wintgen, Christian Schlesinger und Dusan Halloun hatten für die Gäste getroffen. Jason Kraiss räumte daraufhin entnervt seinen Platz im Wölfe-Tor für Tobias Bannach, der bis zur Drittelpause keinen weiteren Treffer zuließ. „Die Anstrengungen des Berlin-Spiels waren klar zu sehen“, sagte Wohlmann angesichts der zweiten Partie innerhalb von 21 Stunden.

Umso erstaunlicher war das Feuerwerk, dass die Wölfe zu Beginn des Mitteldrittels abbrannten. Benjamin Schulz (23.), Christian Schock (24.) und Markus Schneider (25.) machten mit Toren im Minutentakt aus dem 0:3 ein 3:3. Doch damit nicht genug, in der 29. Minute schoss Falk Elzner gar zur erstmaligen ESC-Führung ein. Die hielt bis zur 39. Minute, ehe Matthias Wodrich einen mustergültigen Konter zum 4:4 verwandelte.

Im Schlussabschnitt erwischten die Ice Aliens den besseren Start, Sebastian Leverenz (43.) und Halloun (45.) schienen die Ratinger auf die Siegerstraße zu schießen. Doch abermals kamen die Wölfe zurück. Schulz, von Jurica Bednjanec mit einem langen Pass auf die Reise geschickt, vollendete eiskalt zum 5:6 (47.). Mit einem satten Schuss in den Winkel markierte Stefan Bilstein schließlich den 6:6-Ausgleich, gleichzeitig auch Endstand (53.). Chancen zum Sieg hatten allerdings beide Mannschaften noch. Die Harzer konnten eine fünfminütige Überzahl nach einer Spieldauerstrafe gegen Wodrich nicht ausnutzen, auf der anderen Seite war auch Bannach noch gefordert, um das Unentschieden zu sichern.

Auch wenn es gegen die Ratinger letztlich nicht zum Sieg gereicht hat, die Harzer Wölfe scheinen nach einer langen Vorbereitung bestens für den Start in die Punktspiele gerüstet.

Tore: 0:1 (4:25) Wintgen, 0:2 (8:59) Schlesinger (Louven), 0:3 (9:51) Halloun (Hanke, Hendle), 1:3 (22:00) Schulz (Maronese/5-4), 2:3 (23:01) Schock (Bilstein, Elzner), 3:3 (24:01) Schneider (Bednjanec/5-4), 4:3 (28:22) Elzner (Schock, Bilstein/5-3), 4:4 (38:52) Wodrich (Wagner, Franzen), 4:5 (42:04) Leverenz (Louven), 4:6 (44:55) Halloun (Hanke), 5:6 (46:25) Schulz (Bednjanec), 6:6 (52:07) Bilstein. Strafen: Braunlage 14, Ratingen 16 + 5 + Spieldauer (Wodrich). Zuschauer: 328.

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