Wild Boys verpassen Überraschung in Berlin

Die erste Saison als ERV Chemnitz 07 ist zu EndeDie erste Saison als ERV Chemnitz 07 ist zu Ende
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Mit einem Rumpfteam zogen sich die Wild Boys Chemnitz bei den Preussen Berlin eine 5:8 (1:1, 1:4, 3:3)-Niederlage zu. Auch wenn die Preussen am Ende verdient gewonnen haben, wäre mit etwas mehr Disziplin gar ein Punkt möglich gewesen.

Die Preussen begannen gleich mit viel Druck auf das Gehäuse von Tim Schnelle, der sich aber zunächst nicht überwinden ließ. Dass es lange im ersten Drittel weiter 0:0 stand, lag auch daran, dass Oliver Ciganovic nur die Latte des Chemnitzer Kastens traf. Dann Mitte des Drittels der erste richtig gefährliche Schuss in Richtung Björn Leonhardt. Dann die erste Überzahl für die Wild Boys und gleich wurde es gefährlich. Zunächst scheiterte Milan Antos, ehe wenig später Petr Hrbek zur Stelle war und Chemnitz doch sehr überraschend mit 1:0 in Führung brachte. Die Freunde währte jedoch nicht lange. Im Gegenzug glichen die Gastgeber durch Paul Konietzky zum 1:1 aus. Da beide Keeper gut aufgelegt waren sollte es mit diesem Unentschieden in die Kabinen gehen.

Auch im Mitteldrittel hatten die Preussen mehr vom Spiel und Chemnitzer war nur mit Kontern gefährlich. Man merkte den Preussen, die ihr letztes Spiel am 19. Dezember bestritten hatten, die lange Spielpause an. In der 27. Minute war es dann aber geschehen. Der am heutigen Tage sehr gut aufgelegte Philip Reuter ließ sich nicht beirren und brachte die Berliner mit 2:1 in Führung. Wenig später eine angezeigte Strafe für Chemnitz und Kay Hurbanek nutzte die Situation zum 3:1. Kurz darauf musste Eric Nicolai auf die Strafbank und die Preussen zogen durch Jan Schertz auf 4:1 davon. Als dann Marvin Krüger bei Chemnitzer Überzahl mit einem Shorthander das 5:1 besorgte, war es um die Wild Boys eigentlich geschehen. Selbst nach dem schnellen 5:2 durch Kevin Geier gab wohl keiner mehr etwas auf die Chemnitzer.

Dann das letzte Drittel. Die Berliner waren sich wohl schon zu sicher und ließen die Wild Boys ins Spiel kommen. Auf Chemnitzer Seite nahm man diese Einladung gerne an und machte nun das Spiel. Als sich die Berliner dann auch noch Strafzeiten einfingen, nutzen Milan Antos und Petr Hrbek diese Situationen, um die Wild Boys auf 5:4 heran zu bringen. Urplötzlich war wieder Spannung in einem Spiel, das eigentlich schon entschieden schien. Als Marcus Löffler in der 51. Minute den 5:5-Ausgleich erzielen konnte, keimte bei den Chemnitzern Hoffnung auf vielleichtnoch einen Punkt in Berlin zu holen. Allerdings Leider machten wieder einmal individuelle Fehler in der eigenen Abwehr diese Hoffnung schnell wieder zu Nichte. So fuhr Berlin nach drei Toren doch noch den Sieg ein. Sollte am nächsten Freitag (16. Januar, 19:30 Uhr) beim Heimspiel gegen Erfurt an diese Leistung angeknüpft werden, dann darf man vielleicht auch nach Spielschluss wieder einmal jubeln.

Tore: 0:1 (14:59) Hrbek (Antos, Stiegler,M./5-4), 1:1 (15:31) Konietzky (Wunderlich, Giermann), 2:1 (26:21) Reuter (Leciejewski), 3:1 (31:25) Hurbanek (Segmüller, Schertz), 4:1 (34:33) Schertz (Jeschke, Ciganovic/5-4), 5:1 (36:27) Krüger (4-5), 5:2 (36:54) Geier (Nicolai,D.), 5:3 (42:27) Antos (Hrbek, Maskarinec/5-4), 5:4 (45:17) Hrbek (Antos, Zille/5-4), 5:5 (50:50) Löffler (Maskarinec, Antos), 6:5 (53:11) Leciejewski (Krüger, Rentzsch), 7:5 (54:23) Krüger (Reuter), 8:5 (59:57) Jeschke (Schertz/ENG). Strafen: Berlin 20 + 10 (Konietzky), Chemnitz 12. Zuschauer: 625.