Wild Boys dominieren gegen FASS und verlieren dennoch

Wild Boys siegen bei GeneralprobeWild Boys siegen bei Generalprobe
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Obwohl die Wild Boys Chemnitz das Spiel gegen FASS Berlin weitgehend dominierten, unterlagen sie mit 2:3 (0:1, 2:1, 0:1). Die Vorzeichen für einen möglichen Sieg gegen FASS standen nicht schlecht. Zum einen waren die Berliner mit lediglich elf Feldspielern angereist, zum anderen hat sich der Verdacht eines Leberrisses bei Michal Vymazal nicht bestätigt, so dass er trotz Schmerzen auf dem Eis stand.

Immer wieder tauchten die Chemnitzer gefährlich vor dem Berliner Kasten auf. Doch schnell stellte sich heraus, dass da mit Christian Krüger ein richtig gut aufgelegter Goalie im Tor stand. In der neunten Minute dann der erste Schock. Nach einem nicht geahndeten Foul an Björn Schenkel, schnappte sich Patrzek die Scheibe und machte mit der ersten Berliner Chance das überraschende 1:0. Die Wild Boys ließen sich aber dadurch nicht verunsichern und erspielten sich Chance auf Chance, aber der Ausgleich wollte nicht fallen. In den letzen Sekunden des ersten Drittels dann die erste Strafe des Spiels und Chemnitz ging mit Überzahl ins zweite Drittel.

Es waren gerade ganze 49 Sekunden gespielt, als Klemens Kohlstrunk zum 1:1 einschoss. Chemnitz machte also da weiter, wo sie in Schönheide aufgehört hatten, mit einem effektivem Überzahlspiel. Und so sollte es auch weiter gehen. Denn nur eine Minute später die Strafen zwei und drei für die Gäste und die Wild Boys über eine Minute mit zwei Mann mehr auf dem Eis und prompt schlug es wieder bei Krüger ein. Doch ehe es soweit war, hatten die Berliner die Möglichkeit erneut in Führung zu gehen. Bei einem Konter über Leers entschied der Schiedsrichter auf Penalty. Der gefoulte Leers lief an, verlud Schnelle und traf dann nur den Pfosten, Glück für die Wild Boys. Weiter ging es in Überzahl und zwölf Sekunden bevor die Berliner wieder vollzählig waren, fuhr Michal Vymazal hinters Berliner Tor, legte auf Klemens Kohlstrunk auf und der bedankte sich mit seinem zweiten Treffer und der Führung für die Wild Boys. Chemnitz drückt nun auf Treffer drei und FASS antwortete weiter mit Kontern. Erneut ist es der schnelle Leers der vor Tim Schnelle auftauchte, aber der Chemnitzer Goalie war auf dem Posten. Dann die erste Strafe für Chemnitz. Doch Fass in Überzahl zu harmlos und so bleibt es vorerst beim 2:1. Mitte des Drittel wieder Riesenchancen in Überzahl für die Wild Boys, doch Krüger hielt einfach alles und brachte die Chemnitzer zur Verzweiflung. Dann musste Björn Schenkel auf die Strafbank und FASS nutzte die Überzahl zum 2:2 Ausgleich.

Auch im Schlussdrittel nicht viel Neues. Chemnitz rannte unermüdlich an und Krüger hielt immer dagegen. Selbst in Überzahl wollte es bei den Wild Boys nun nicht mehr klappen. In der 47. Minute Glück für die Wild Boys, denn Tim Schnelle konnte einen Schuss von der roten Linie nicht festhalten und der Puck landete fast im Tor. Zehn Minuten vor Schluss musste der faire Michal Vymazal nach einer unglücklichen Aktion auf die Strafbank. Da sich der Berliner dabei aber verletzte, blieb dem Schiedsrichter nur die Entscheidung auf Spieldauerstrafe. Somit die Chemnitzer fünf Minuten in Unterzahl und für den Rest der Partie ohne Vymazal. Eigentlich sah das Unterzahlspiel der Wild Boys gar nicht so schlecht aus bis zu dem Zeitpunkt, als Tim Schnelle ein folgenschwerer Fehler unterlief. Nach einem Schuss hatte er die Scheibe eigentlich schon sicher, lies diese aber fallen und Labuhn war zur Stelle. Nach einer Auszeit durch Mannix Wolf ging es noch drei Minuten Unterzahl weiter. Trotz numerischer Unterlegenheit machen aber die Chemnitzer das Spiel. Drei Minuten vor Schluss noch mal Strafe für Berlin, aber es sollte nicht sein. Selbst als in den letzen Sekunden der Partie Tim Schnelle sein Tor verließ war noch die Chance zum Ausgleich vorhanden. Am Ende Enttäuschung pur auf der einen Seite und Glückseligkeit auf der anderen.

Tore: 0:1 (9:04) Patrzek (Harloff, Leers), 1:1 (20:49) Kohlstrunk (Michel, Vymazal/5-4), 2:1 (23:47) Kohlstrunk (Vymazal, Michel/5-4), 2:2 (35:31) Patrzek (Pietsch, Schmidt/5-4), 2:3 (52:28) Labuhn (Balko, Leibrandt/5-4). Strafen: Chemnitz 4 + 5 + Spieldauer (Vymazal), Berlin 12.

Jetzt die Hockeyweb-App laden!