Verloren, aber wieder besser gespielt

Favorit war eine Nummer zu großFavorit war eine Nummer zu groß
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Keine Punkte gewonnen, aber wenigstens wieder eine überzeugende Leistung geboten. Dieses Fazit kann man nach dem Spiel in Dinslaken ziehen, bei dem sich der Neusser EV deutlich stärker präsentierte als in den letzten drei Wochen. Dennoch unterlag der NEV bei den Dinslakener Kobras mit 3:5 (0:1, 2:2, 1:2).

Mit Sebastian Geisler (Sperre) und Dennis von der Heiden (Handverletzung) musste Andrej Fuchs diesmal zwei Akteure ersetzen, wobei der Neusser Trainer als Konsequenz aus den vergangenen Spielen die Schrills-Formation als nominell erste Reihe aufstellte. Beide Mannschaften starteten sehr aggressiv in die Partie, so dass Schiedsrichter Györgyicze eine Menge Arbeit bekam und sich die

Strafbänke frühzeitig füllten. Ein erstes Opfer musste der NEV in Boris Ackermann beklagen, der Dominik Rozmans Schläger mit voller Wucht gegen den Unterkiefer bekam, nach zehnminütiger Behandlungspause aber - anders als sein Gegenspieler (Spieldauerdisziplinarstrafe) - wieder auf das Eis gehen konnte. Spielerische Höhepunkte blieben zunächst Mangelware, da beide Seiten zwar sehr engagiert zu Werke gingen, sich dies aber überwiegend auf den zuweilen übertriebenen Einsatz mit Körper und Stock beschränkte. Nachdem Milan Vanek die Gastgeber in der 19. Minute in Führung bringen konnte, konzentrierten sich die Akteure im zweiten Abschnitt mehr auf ihre technischen Qualitäten, so dass die Partie schneller und die Torchancen zahlreicher wurden. Als auch David Köhler

kurz nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich (Klauck, 30.) wegen eines Stockfouls unter die Dusche geschickt wurde, drohte erneutes Unheil, doch zunächst gelang Christian Perlitz per Schlagschuss ein

Unterzahl-Treffer für den NEV. Anschließend zeigten aber die Kobras bekannte Offensiv-Qualitäten und drehten die Partie mit einem Doppelschlag innerhalb von nur 26 Sekunden zu ihren Gunsten (34.). Von dem erneuten Rückstand ließen sich die Mannen um Ersatz-Kapitän Lutz Klauck diesmal nicht entmutigen, sondern drängten in der Folgezeit auf den Ausgleich, den der gute Dinslakener Torhüter Hippler verhinderte. Ebenso überzeugend agierte auf der anderen Seite Andreas Schrills, der

sein Team zu Beginn des letzten Abschnitts im Spiel hielt, ehe es erneut Strafen gegen den NEV hagelte, darunter auch eine weitere Spieldauerdiszi gegen Ingo Angermann, der einen Gegenspieler regelwidrig gegen die Bande checkte. Daniel Pleger erhöhte auf 4:2 (50.), doch in der Schlussphase sollte es nach Boris Fuchs’ Anschlusstreffer noch einmal spannend werden. Die Entscheidung fiel erst eine Minute vor dem Ende, als der ECD-Kanadier Baclig nach einem Neusser Puckverlust im

gegnerischen Drittel den fünften Treffer markierte. Trotz der knappen Niederlage gibt der Auftritt beim NRW-Vizemeister Anlass zur Hoffnung, dass der NEV seinen schon in Stuttgart angedeuteten Aufwärtstrend fortsetzen kann.

Tore: 1:0 (18:48) Vanek (Baclig, Nimako), 1:1 (29:05) Klauck (Perlitz/5-4), 1:2 (32:36) Perlitz (Fuchs/4-5), 2:2 (33:36) Baclig (Reimann/5-4), 3:2 (34:02) Reimann (Peisker/5-4), 4:2 (49:05) Pleger (Wilken/5-3), 4:3 (55:37) Fuchs (Dreseler/5-4), 5:3 (59:00) Baclig (Bergstermann/4-5). Strafen: Dinslaken 32 + 5 + Spieldauer (Rozman), Neuss 36 + 10 (Pering) + 5 + Spieldauer (Angermann) + 5 + Spieldauer (Köhler). Zuschauer: 202.

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