Verletzungspech und drei Punkte aus zwei Spielen

Entscheidung vertagt: 1:1 zwischen Wölfen und DrachenEntscheidung vertagt: 1:1 zwischen Wölfen und Drachen
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Die Verletzungsmisere beim EHV Schönheide will in dieser Saison einfach nicht enden. Am Wochenende erwischte es die Wölfe erneut und ausgerechnet Verteidiger Richard Stütz, der am Freitagabend bei der 5:7 (1:3, 2:3, 2:1)-Niederlage gegen die Preussen Juniors in Berlin nach fast dreimonatiger Zwangspause sein erstes Pflichtspiel absolvierte, verletzte sich gleich doppelt schwer und fällt nun mit einer Hand- und Fußverletzung wiederum bis auf unbestimmte Zeit aus.

Bereits beim Aufwärmen in der Berliner Deutschlandhalle sollte der „schwarze Freitag“ für die Wölfe beginnen. Stammkeeper Benjamin Grunwald wurde beim Warmschießen vom eigenen Spieler unglücklich am Kehlkopf getroffen und musste passen. Für ihn stand erstmals in dieser Saison Backup Oliver Granert von Beginn an zwischen den Pfosten. Ohne Kapitän Mike Losch und Julius Michel in Berlin angereist, begann das Spiel allerdings gar nicht so schlecht für den EHV und nach gut zwei Minuten nutzten die Wölfe gleich das erste Überzahlspiel und gingen durch Matthias Krehl mit 1:0 in Führung. Trotz des Ausgleichstreffers der Preussen durch Marvin Krüger (6.), hatte der EHV in der Folge mehr Spielanteile, vergab allerdings sehr gute Chancen, um die Führung auszubauen. Auf der anderen Seite präsentierte sich der ECC umso effektiver und ging durch Tore von Lino Werner (13.) und Kay Hurbanek (15.) innerhalb von zwei Minuten selbst mit 3:1 in Führung.

Nach fünf Minuten im zweiten Drittel legten die Hausherren nach und erhöhten durch Kay Hurbanek auf 4:1. Die Wölfe steckten jedoch nicht auf und kamen durch den ersten Saisontreffer von Danny Reimann (30.) auf 4:2 heran. Quasi im Gegenzug, begünstigt durch eine Unachtsamkeit in der EHV- Defensive, stellte allerdings Roman Wunderlich den alten Drei-Tore-Vorsprung zum 5:2 wieder her. Als nur drei Minuten später André Berger gar zum 6:2 für die Berliner einschoss, schien das Spiel bereits gelaufen. Daniel Jun ließ mit seinem Treffer zum 6:3 (39.) die Hoffnungen der Wölfe aber noch einmal aufkeimen.

Ähnlich wie im ersten Drittel hatte Schönheide auch im Schlussabschnitt mehr Spielanteile. Doch das Schussglück blieb den Wölfen an diesem Abend verwehrt und stattdessen fiel in der 52. Minute die entgültige Entscheidung zugunsten der Preussen, als Bastian Geistler in doppelter Überzahl zum 7:3 einnetzte. Die Wölfe gaben bis zum Schluss dennoch nicht auf, kämpften weiter und wurden jeweils in Überzahl durch zwei Tore von Miroslav Jenka (56.) und Christian Heumann (60.) dafür belohnt. Am Ende revanchierten sich die Preussen für die Auswärtsniederlage in Schönheide und gewinnen ebenfalls mit 7:5 ihr Heimspiel, obwohl bei besserer Chancenverwertung mehr für den EHV Schönheide drin gewesen wäre.

Tragischer als die verlorenen drei Punkte ist allerdings das erneute Verletzungspech von Unglücksrabe Richard Stütz, aufgrund dessen die Saison für den 22-jährigen Tschechen wohl entgültig gelaufen scheint. Zum einen brach seine Kreuzbandverletzung aus der Vorbereitung wieder auf und dem noch nicht genug, muss er sich nach einem Stockschlag auf die linke Hand bereits kommende Woche einer Operation unterziehen. Zu allem Unglück brach er sich aufgrund eines abbekommenen Schlagschusses den linken Fuß, wonach dieser im Krankenhaus in Gips verpackt werden musste.

Tore: 0:1 (2:05) Krehl (Jun, Jenka/5-4), 1:1 (5:49) Krüger (Reuter, Ciganovic/5-4), 2:1 (12:16) Werner (Leciejewski, Wunderlich), 3:1 (14:06) Hurbanek (Geistler, Ciganovic/6-5), 4:1 (24:53) Hurbanek (Schertz, Geistler), 4:2 (29:16) Reimann (Müller, Engler), 5:2 (29:29) Wunderlich (Zander, Leciejewski), 6:2 (32:41) Berger (Wunderlich, Leciejewski), 6:3 (38:13) Jun (Jenka, Schenkel), 7:3 (51:23) Geistler (Hurbanek, Giermann/5-3), 7:4 (55:20) Jenka (Heumann, Maaßen/5-4), 7:5 (59:30) Heumann (Jun, Wolf/5-4). Strafen: Berlin 18 + 10 (Neugebauer), Schönheide 8. Zuschauer: 454.

Nur einen Tag nach der Niederlage in Berlin hatten die Wölfe am Samstag vor knapp 500 Zuschauern im Schönheider Wolfsbau die richtige Antwort parat und besiegten die Jonsdorfer Falken klar mit 7:3 (3:1, 3:1, 1:1). Auch ohne die Verletzten Mike Losch, Richard Stütz und Sven Schröder hatte der EHV das Spiel jederzeit im Griff und bleibt durch diesen Erfolg dem Spitzenduo Chemnitz und Preussen Berlin weiter auf den Fersen.

Tore: 1:0 (2:14) Jun (Krehl, Jenka/5-4), 2:0 (11:29) Jun (Jenka, Krehl/5-4), 2:1 (13:51) Kohl (Ortolf), 3:1 (19:24) Jenka (Michel, Jun), 4:1 (26:50) Michel (Jun, Jenka/5-3), 5:1 (33:40) Wolf (Michel, Engler/4-5), 6:1 (38:48) Lenk, A. (Köllner, Lenk St.), 6:2 (39:11) Ortolf (Kohl, Wolters), 6:3 (42:51) Ortolf (Kohl/5-3), 7:3 (46:25) Jun (Jenka, Krehl/5-4). Strafen: Schönheide 24 + 10 (Heumann), Jonsdorf 18. Zuschauer: 478.

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