Verbandsliga-Pokal geht an Neuwied

Angstgegner Grefrath geschlagen – aber Pokalsieg verpasstAngstgegner Grefrath geschlagen – aber Pokalsieg verpasst
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Der Herforder EV hat den Gewinn des Verbandsliga-Pokals denkbar knapp verpasst. Vor über 1000 Zuschauern, darunter gut 130 mitgereiste Herforder Schlachtenbummler, unterlagen die Mannen von Trainer Andreas Ober im Rückspiel in Neuwied unglücklich mit 2:3. Im anschließenden Penaltyschießen – nach beiden Spielen stand es unentschieden – hatte Neuwied zwar das bessere Ende für sich, aber Sieger in dieser Partie waren vor allem die Zuschauer, die ein Spiel sahen, das deutlich über dem normalen Niveau der Verbandsliga lag.

Das der EHC Neuwied sich für das Heimspiel gegen die Ice Dragons viel vorgenommen hatte, merkte man von der ersten Sekunde an. Mit viel Druck starteten die Bären ins Spiel, hatten schon nach 20 Sekunden die erste riesige Torchance, doch Jacob Lamers war hellwach und konnte klären. Und es lief genau so weiter. Die Herforder versuchten ihren ersten Angriff aufzubauen, doch Andreas Halfmann konnte einen Pass abfangen, spielte zu Stefan Petry, der dann Willi Hamann auf die Reise schickte. Und der lies Jacob Lamers bei diesem Break keine Chance. 1:0 für die Bären und es waren grade erst 66 Sekunden gespielt. Die Ice Dragons konnten sich nicht wirklich befreien, der Spielaufbau war nur Stückwerk, immer wieder wurden sie hinten rein gedrängt. Doch Jacob Lamers hielt seine Farben mit tollen Paraden im Spiel. In der 7 Minute dann der erste richtige Angriff der Ice Dragons, und was für einer. Andreas Martens tankte sich auf der linken Seite durch, spielte zu Lucas Klein und der spielte die Scheibe zum im Slot wartenden André Schäfer. Dessen wuchtiger Schlagschuss in den Winkel war für Alexander Neurath im Neuwieder Tor unhaltbar. Es stand 1:1.

Doch die Bären legten nach! Weiterhin berannten sie das Herforder Tor, was auch von Erfolg gekrönt wurde. In der zwölften Spielminute, Herford war durch eine Strafe gegen Lucas Klein in Unterzahl, brachte Gabriel Asbach die Neuwieder Bären auf Vorlage von Tim Grundl erneut in Führung. Die Herforder wirkten nun verunsichert, die Pässe kamen nicht an, der Aufbau klappte nicht, immer wieder standen sie im eigenen Drittel und versuchten meist vergeblich, die Scheibe raus zu bekommen. Doch immer wieder scheiterten die Neuwieder Stürmer an Jacob Lamers. Bis zur 17. Minute, nach einem Pass von Marco Herbel war es erneut Willi Hamann, der einen Konter fuhr und auf 3:1 erhöhte. Anschließend hatten die Bären noch einige Großchancen, aber Jacob Lamers war zur Stelle und hielt die Ice Dragons im Spiel. So ging es mit dieser zu diesem Zeitpunkt hochverdienten Neuwieder Führung in die erste Pause.

Auch im zweiten Drittel blieb es vorerst bei der optischen Überlegenheit der Neuwieder, aber die Ice Dragons bissen sich so langsam ins Spiel. Mit aggressivem Forechecking, starkem Körperspiel und mittlerweile deutlich verbessertem Paßspiel kauften sie den Bären immermehr den Schneid ab. Der EHC Neuwied verlagerte sich darauf, nur noch zu Kontern, nicht mehr das Spiel zu machen und ließen sich ihrerseits immer mehr hinten reindrängen. Doch Tor fielen keine. So vergaben die Herforder immer wieder in aussichtsreicher Position oder scheiterten an Alexander Neurath, der ebenfalls eine Klasseleistung zeigte und nun seinerseits all sein Können aufbieten mußte, um den Zwei-Tore-Abstand weiter zu halten. So ging es mit dem 3:1 auch in die zweite Drittelpause.

Im letzten Drittel dann rieben sich alle Zuschauer verwundert die Augen. Immer mehr wurde deutlich, warum die Ice Dragons in diesem Finale standen. Es waren exakt 107 Sekunden im letzten Abschnitt gespielt, als die Herforder Fans Grund zu jubeln bekamen. Nils Bohle hatte einen Aufbaupass der Bären abgefangen, ging auf und davon und bediente den mitgelaufenen Florian Kiel. Der ließ Alexander Neurath keine Chance und verwandelte eiskalt mit einem Schlenzer in den Winkel. Und Herford war nun am Drücker. Die Bären hatten kaum noch etwas entgegenzusetzen, immer wieder mussten sie mit unerlaubten Weitschüssen klären. Doch Alexander Neurath war auf Neuwieder Seite der Fels in der Brandung. Einzig in Überzahl kamen die Bären noch vor das Tor der Ice Dragons, dann allerdings waren sie immer brandgefährlich. In einem dieser Neuwieder Powerplays musste Jacob Lamers noch einmal mehrere „Big Saves“ auspacken, um das Ergebnis zu halten, doch im Großen und Ganzen hatten die Ice Dragons das Spiel jetzt im Griff. Nur der zu diesem Zeitpunkt verdiente Ausgleich wollte nicht fallen. Dabei blieb es dann auch bis zum Schluß. Da beide Teams nun je einen Sieg und die gleiche Tordifferenz hatten, gab es ein abschließendes Penaltyschießen um den Pokalsieg.

Auch hier standen die beiden Goalies, die anschließend zu den Spielern des Spiels ausgezeichnet wurden, im Mittelpunkt und sorgten dafür, das es doch recht lange dauerte. So trafen auf beiden Seiten jeweils vier Schützen nicht, ehe die erste Scheibe im Tor einschlug. Michael Reim hatte vollstreckt. Doch der Neuwieder Marco Herbel glich aus. Als anschließend Bohle an Neurath scheiterte, und Daniel Walther Jacob Lamers keine Chance lies, kannte der Neuwieder Jubel keine Grenzen. Doch auch die Ice Dragons wurden frenetisch von den mitgereisten Schlachtenbummlern gefeiert, hatten sie doch gezeigt, dass sie zu Recht im Finale standen und den Bären zwei enge und hochklassige Spiele geliefert hatten.

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