Urteil gegen den ESC im Rechtsstreit mit Garthe

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Im Rechtsstreit zwischen den Harzer Wölfen und Marc Garthe, bei den Wölfen vormals als Jugendtrainer und Spieler aktiv, fand vor dem Arbeitsgericht in Braunschweig am Montag Abend die Schlussverhandlung statt. Ein Vergleich konnte nicht gefunden werden. Nach dem vorläufigen Richterspruch wurden Marc Garthe 19.000 Euro zugesprochen. Zwischen dem ESC Braunlage und Garthe war es zum Rechtsstreit gekommen, nachdem Garthe zu Beginn der vergangenen Saison auf Einhaltung eines nicht unterschriebenen Vertrags bestand. Auf dem dem neuen Präsidium vorgelegten Vertrag fehlten sämtliche Unterschriften, sowohl von Garthe als auch vom damals verantwortlichen Präsidium.

„Noch haben wir kein schriftliches Urteil vorliegen. Wenn dies der Fall ist werden wir mit unseren Anwälten die Möglichkeiten zur Revision prüfen“, sagte ESC-Präsident Jochen Klaeden nach der Verhandlung. Für die Harzer ist die Gerichtsentscheidung ein harter Schlag. „Wir müssen sehen, wie und ob wir das Geld auftreiben können. In letzter Konsequenz könnte dies zum Ende des ESC führen“, befürchtet Klaeden.

Während der Verhandlung hatten die Wölfe ihr an Garthe gerichtetes Vergleichsangebot nochmals erhöht. „Wir sind dabei bis an die äußerste Schmerzgrenze gegangen. Von der Gegenseite wurde unser Angebot jedoch nicht akzeptiert und abgelehnt.“, berichtete Klaeden. Der ESC-Präsident weiter: „Der Graben zwischen dem, was wir zahlen können und dem, was Marc fordert, ist zu tief.“

Ausschlaggebend war die mit Spannung erwartete Aussage des ehemaligen ESC-Vizepräsidenten Richard Flohr. Flohr bestätigte die Existenz der fraglichen Verträge, konnte vor Gericht allerdings keine unterschriebene Version präsentieren. Dennoch folgte das Gericht seiner Aussage.

Auch wenn das Urteil gegen die Wölfe ausfiel, wollte Klaeden die Hoffnung auf eine gütliche Einigung noch nicht aufgeben. Beide Seiten haben sich auf ein Gespräch geeinigt, das im Laufe der anstehenden Tage geführt werden soll.