Unnötige Niederlage bei FASS Berlin

Entscheidung vertagt: 1:1 zwischen Wölfen und DrachenEntscheidung vertagt: 1:1 zwischen Wölfen und Drachen
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Es gibt Tage, an denen einfach nicht viel zusammen läuft. Genau so einen Tag erwischte der EHV Schönheide am Samstag in der Hauptstadt gegen FASS Berlin. Mit 3:5 (0:1, 1:2, 2:2) verloren die Wölfe ihr Auswärtsspiel gegen die Akademiker und mussten, trotz guter Moral und Aufholjagd im letzten Drittel, nach vier Siegen in Folge die erste Niederlage in der Meisterrunde der Regionalliga Nord-Ost hinnehmen.

Der EHV kam vor 242 Zuschauern im Erika-Hess-Eisstadion im ersten Drittel schwer in die Gänge. FASS Berlin, mit allen Förderlizenzspielern der Eisbären Juniors angetreten, stand defensiv sehr gut und ließ die Wölfe beim Spielaufbau kaum zur Entfaltung kommen. Chancen auf beiden Seiten blieben eher Mangelware, da auch die Hausherren für nur wenig Gefahr vor dem EHV-Gehäuse sorgten. In einem ausgeglichenen Drittel waren es die Akademiker, welche eine der wenigen Möglichkeiten nutzten und durch Daniel Kuch mit 1:0 (13.) in Führung gingen.

Den Mittelabschnitt begannen die Wölfe mit einem Powerplay und kamen durch Sven Schröder in der 21. Minute zum 1:1-Ausgleich. Der EHV wirkte nun etwas sortierter und hatte optisch und anhand der Torchancen auch mehr Spielanteile. Doch entweder strichen eine Reihe von gefährlichen Distanzschüssen knapp am Gehäuse vorbei oder fanden im guten FASS- Goalie Leibrandt ihren Abnehmer. Mit zunehmender Spielzeit befreiten sich die FÄSSER vom Druck der Wölfe und kamen vor allem durch sich bietende Kontermöglichkeiten des Öfteren zu gefährlichen Gegenangriffen. Einen dieser Konter schloss Jörn Kugler in der 29. Minute zur 2:1-Führung für das Heimteam ab. Der EHV wirkte in dieser Phase etwas angeschlagen und musste ab der 29. Minute wegen einer Zehn-Minuten-Disziplinarstrafe auch noch auf Topscorer Daniel Jun verzichten. Dennoch hatten die Wölfe ihre Chancen zum erneuten Ausgleich, wurden aber durch einen weiteren Konter der Berliner kalt erwischt. Jens Heyer erhöhte in der 33. Minute die Führung der Hausherren auf 3:1.

Zu Beginn des Schlussdrittels drängte FASS Berlin auf die Vorentscheidung. Zwar gelang es zunächst den Wölfen sogar eine doppelte Unterzahlsituation schadlos zu überstehen doch in der 47. Spielminute schien das Spiel für den EHV gelaufen, als André Berger auf 4:1 für die Berliner erhöhte. Mit dem Mut der Verzweiflung stürmte der EHV nun pausenlos auf das Tor der Akademiker und kam durch Miroslav Jenka in der 53. Minute auch zum 4:2-Anschlusstreffer. Doch die Wölfe brachten sich durch eine unnötige Strafzeit selbst wieder aus dem Tritt und mussten die Aufholjagd für zwei Minuten Unterzahlspiel unterbrechen. Die Moral stimmte dennoch weiterhin und als dann in der 57. Minute sogar das 4:3 durch Mike Losch gelang, war das Spiel plötzlich wieder offen. Eine Unachtsamkeit in der Defensive des EHV entschied dann aber die Partie doch zu Gunsten von FASS Berlin. Thomas Dreischer lief mutterseelen allein auf den für Benjamin Grunwald eingewechselten Wölfekeeper Oliver Granert zu und stellte mit dem 5:3 in der 58. Minute den am Ende verdienten Sieg der Hauptstädter sicher.

Tore: 1:0 (12:12) Daniel Kuch (Hecker, Masche), 1:1 (20:25) Sven Schröder (Jun, Jenka) 4-5, 2:1 (28:08) Jörn Kugler (Aicher), 3:1 (32:18) Jens Heyer (Masche), 4:1 (46:02) André Berger (Aicher, Tittus) 5-4, 4:2 (52:16) Miroslav Jenka (Jun), 4:3 (56:34) Mike Losch (Jenka, Mix) 4-5, 5:3 (57:35) Thomas Dreischer (Tittus), Strafen: Berlin 16 + 10 (Aicher), Schönheide 18 + 10 (Jun). Zuschauer: 242.

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