Unglückliche Penaltyniederlage

Entscheidung vertagt: 1:1 zwischen Wölfen und DrachenEntscheidung vertagt: 1:1 zwischen Wölfen und Drachen
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Im zweiten Duell innerhalb von vier Tagen gegen den EHC Erfurt verlor der EHV Schönheide am Samstagabend im heimischen Wolfsbau unglücklich mit 4:5 (3:3, 0:1, 1:0, 0:1) nach Penaltyschießen. Nur gut 500 Zuschauer sahen über weite Strecken ein Eishockeyspiel auf sehr hohem Niveau, das aufgrund der zuletzt starken Auftritte der Wölfe mit vier Siegen in Folge eine bessere Kulisse verdient gehabt hätte.

Von Beginn an entwickelte sich ein sehr schnelles und sehenswertes Spiel, bei dem die Gäste aus Erfurt einen Blitzstart hinlegten. Bereits nach 23 Sekunden überwand Erfurts Oliver Otte EHV-Goalie Grunwald und brachte die Black Dragons mit einem eher harmlosen Schuss aus spitzem Winkel mit 1:0 in Führung. Die Antwort der Wölfe ließ nicht lange auf sich warten und nachdem erst gute Einschussmöglichkeiten fast leichtfertig vergeben wurden, glich Robert Kase in der siebten Minute zum 1:1 für den EHV aus. Beide Mannschaften boten nun den Zuschauern ein Eishockeyspektakel mit hohem Unterhaltungswert. Die erstmalige EHV-Führung durch Holger Mix in der zehnten Spielminute, glich Erfurt nur zwei Minuten später durch Dusan Halloun wieder aus. Beide Teams spielten wie aufgedreht und den Wölfen merkte man keineswegs an, dass man nicht einmal 24 Stunden vorher ein Spiel in Braunlage in den Knochen hatte. Wieder war es der EHV, der mit einem Hammerschuss von Mike Losch in der 17. Minute das 3:2 vorlegte. Doch wiederum nur eine Minute später egalisierten die Black Dragons das Ergebnis erneut und trafen durch Rumid Masche zum 3:3-Ausgleich.

Im zweiten Abschnitt wirkten die Gäste aus Thüringen zunächst frischer und erspielten sich gute Chancen um in Führung zu gehen. In Überzahl und nach sehenswertem Zusammenspiel mit Masche und Halloun traf Erfurts Topscorer Zbynek Marak in der 29. Minute zum 4:3 für die Thüringer. Das Schönheider Spiel wirkte, im Vergleich zum ersten Drittel, im zweiten Abschnitt eher unkonzentriert und es schlich sich doch der ein oder andere Fehler im Spielaufbau und in der Defensive ein, woraus die Erfurter allerdings kein Kapital schlagen konnten. So ging der EHV mit diesem knappen Rückstand in die zweite Pause.

Doch die Wölfe kamen wie verwandelt aus der Kabine und setzten die Black Dragons gleich zu Beginn des letzten Drittels gehörig unter Druck. Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff war das Spiel wieder offen, als EHV-Kapitän Daniel Jun das 4:4 für sein Team besorgte. In dieser Phase hätten die Wölfe durch Großchancen von Holger Mix, Matthias Krehl oder auch Miroslav Jenka das Spiel zu ihren Gunsten entscheiden können, doch diesmal hatte Erfurt das Glück oder eben Torhüter Kai Fischer auf seiner Seite. Erst fünf Minuten vor Schluss konnten sich die Black Dragons etwas Luft verschaffen und kamen, wie auch weiterhin Schönheide, zu guten Möglichkeiten, um das Spiel doch noch in den 60 Minuten zu entscheiden.

Letztendlich ging es wie bereits am Mittwoch ins Penaltyschießen. Nur mit einem entscheidenden Unterschied: Der Extrapunkt ging diesmal nach Erfurt.

Tore: 0:1 (0:23) Otte (Nickel, Schmunk), 1:1 (6:15) Kase (Jun, Jenka), 2:1 (9:48) Mix (Kase, Jun/5-4), 2:2 (11:17) Halloun (Masche, Marak), 3:2 (16:33) Losch (Jun, Heumann/5-4), 3:3 (17:47) Masche (Noob, Halloun/5-4), 3:4 (28:03) Marak (Halloun, Masche/5-4), 4:4 (41:26) Jun (Jenka, Krehl), 4:5 (60:00) Marak (entscheidender Penalty). Strafen: Schönheide 8, Erfurt 12. Zuschauer: 540.

Jetzt die Hockeyweb-App laden!