Unglückliche Niederlage nach großem Kampf

Verband wertet Abbruchspiel für AdendorfVerband wertet Abbruchspiel für Adendorf
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Es gibt Niederlagen, die tun besonders weh. Der Adendorfer EC war bis zur 60. Spielminute gegen die Harzer Wölfe auf Punktekurs und musste dann, nur 59 Sekunden vor dem Ende, das 2:3 (0:1, 1:0, 1:2) einstecken. „Wer nur in Unterzahl spielt kann nicht gewinnen“, meinte AEC-Stürmer Jacek Piechutta nach dem Spiel in Anspielung auf die Strafzeitenflut beim AEC. Beschwerten sich am letzten Wochenende noch die Wedemark Scorpions über eine Benachteiligung und nicht gegebene Tore in Adendorf, so waren es diesmal die Adendorfer Heidschnucken, die sich benachteiligt sahen.

Dabei fing alles so gut an. Braunlage war noch gar nicht richtig auf dem Eis, da führte Adendorf bereits mit 1:0. Jan Krambeer erzielte Adendorfs schnellstes Saisontor nach nur zwölf Sekunden. Der AEC war nach dem 1:11-Debakel in Braunlage nicht wieder zu erkennen, kämpfte bis zum Umfallen und musste den 1:1-Ausgleich erst in der 22. Minute hinnehmen. Die Harzer Wölfe drückten über weite Strecken der Partie aufs Adendorfer Gehäuse, doch Michal Marik im AEC-Tor hatte wieder einmal einen glänzenden Tag erwischt.

Der zweite Braunlager Treffer fiel so erst im letzten Abschnitt. Stefan Bilstein nutzte eine 5:3-Situation um sein Team mit 2:1 in Führung zu bringen. Doch wer dachte, Adendorf sei nun k.o., sah sich getäuscht. Routinier Jacek Piechutta tankte sich nur vier Minuten später durch die halbe Braunlage Mannschaft und verwandelte zum umjubelten 2:2-Ausgleich.

Der Adendorfer „Schock“ folgte in der 60. Minute. Gerade als Wölfe-Trainer Bernd Wohlmann seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspieler aus dem Tor nehmen wollte („Für uns zählten nur drei Punkte“), war es Christian Schock, der die Harzer mit einem Überzahltor auf die Siegerstraße schickte. Weiter unglücklich für den Adendorfer EC: Torsten Heideck bekam in dieser Partie seine dritte Zehn-Minuten-Strafe und muss am nächsten Sonntag in Timmendorfer Strand genauso pausieren wie Tim Exner, der sich eine Spieldauerdisziplinarstrafe einhandelte.

Tore: 1:0 Krambeer (Böttger), 1:1 Bilstein (Schock, Deibert), 1:2 Bilstein (Schneider, Deibert), 2:2 Piechutta (Zech, H. Alexander), 2:3 Schock (Blank, Deibert). Strafen: Adendorf 34 + 10 + (Krambeer) + 10 (Heideck) + 10 (Zech) + 5 + Spieldauer (Exner), Braunlage 18. Zuschauer: 270.

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