Umkämpft und emotional

"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz
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Selten hat man in letzter Zeit ein so umkämpftes und emotionales Eishockeyspiel im Colonel-Knight-Stadion wie am Sonntagabend beim 5:3 (2:1, 0:2, 3:0)-Heimsieg der Roten Teufel Bad Nauheim im Rahmen der Oberliga-Aufstiegsrunde gegen den Grefrather EC gesehen. Man merkte von Beginn an, dass es im Spiel des Vierten gegen den Fünften um viel ging, umso engagierter präsentierten sich beide Parteien von Beginn an. In Unterzahl markierte Jan Barta in der vierten Minute das 1:0, und er selber hätte im Powerplay in der siebten Minute gar das zweite Tor markieren können, doch GEC-Goalie Lüttges war zur Stelle. Überhaupt zeigte der Grefrather Goalie zunächst eine tadellose Leistung, nachdem die Gastgeber Chancen in Hülle und Fülle hatten, sie diese aber nicht verwerten konnten. Stattdessen trafen die Nierspanther in der elften Minute durch Fischbach aus spitzem Winkel mit einem Glückstreffer zum Ausgleich, dem Barta mit einem Blueliner in der 19. Minute in Überzahl das verdiente 2:1 folgen ließ.

Auch im Mittelabschnitt beherrschten die Hausherren das Geschehen, die Gäste machten aber im Powerplay in der 27. Minute durch Linda das 2:2 gegen einen Nauheimer Torhüter Paton, der sich vor und während des Spiels aufgrund eines Magen-Darm-Virsus übergeben musste. Vielleicht war auch das der Grund, dass er in der 27.Minute das 2:3 durch Büren hinnehmen musste, zuvor kam allerdings Yeung zu spät und war nicht dicht genug am Mann. Trotz des Spielstandes hatten die Roten Teufel auch weiterhin Möglichkeiten zuhauf, Gall verfehlte zum Beispiel in der 29.Minute das leere Tor, so dass es mit einem knappen Rückstand in die Pause ging.

Knackpunkt zum Sieg war dann eine Szene in der 44. Minute: GEC-Keeper Lüttges lag nach einer Torraumszene auf dem Eis, die Referees ließen jedoch weiterlaufen. Nutznießer war Cardona, der zum 3:3 traf. Nach Protest der Gäste gab der Schiedsrichter das Tor dennoch, so dass der Goalie der Nierspanther nun mehr als unkonzentriert wirkte und sich von den lautstarken Fans aus der Ruhe zu bringen schien. Abermals in Unterzahl war es dann Jeff Golby, der wie zuletzt gegen Hügelsheim mit einem Solo zum 4:3 erfolgreich war, in Überzahl mit einem abgefälschten Schlagschuss von Jan Barta machte der Kanadier mit dem 5:3 alles klar. Ein Wermutstropfen war jedoch zu beklagen, denn Gabe Yeung erhielt in der 43. Minute eine Spieldauerstrafe, als er aufgrund eines Faustschlages gegen Grefraths Schmetz vorzeitig zum Duschen musste. Ohne ihn wird es also das Team am Freitag beim nächsten Spitzenspiel zuhause gegen den Tabellenzweiten Mannheimer ERC (Spielbeginn 19.30 Uhr) richten müssen.

Tore: 1:0 (3:49) Barta (4-5), 1:1 (10:32) Fischbach (Perlitz), 2:1 (18:28) Barta (Golby/5-4), 2:2 (26:13) Linda (Hellwig/5-4), 2:3 (26:45) Büren (Schmetz), 3:3 (44:51) Cardona (4-5), 4:3 (52:50) Golby (4-5), 5:3 (56:18) Golby (Barta, Schmitt/5-3). Strafen: Bad Nauheim 26 + 5+ Spieldauer (Yeung), Grefrath 36. Zuschauer: 968.

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