Überraschende Niederlage in Eppelheim

Favorit war eine Nummer zu großFavorit war eine Nummer zu groß
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Mit einer überraschenden 3:7 (1:2, 1:2, 0:3)-Niederlage in Eppelheim bei den Rhein-Neckar Stars verabschiedet sich der Neusser EV aus dem Kreis der Play-off-Aspiranten. Der Ausfall wichtiger Spieler konnte nicht kompensiert werden, da gleich mehrere Akteure einen rabenschwarzen Tag erwischten.

Aufgrund von beruflichen Verpflichtungen und Krankheiten musste Trainer Andrej Fuchs auf Carsten Solbach, Dennis Uhlig, Lukas Hoffmann, Karl Jasik sowie Holger Schrills verzichten und die Reihen durcheinander würfeln. Die Folgen waren bereits im ersten Drittel unübersehbar, auch wenn Mike Höfgen den NEV in der dritten Minute in Führung brachte. Vieles erinnerte an das 14:1 im Hinspiel, nur dass beide Teams die Rollen tauschten. Im Zusammenspiel der Reihen haperte es gewaltig, viele Neusser Aktionen scheiterten bereits beim Spielaufbau. Auf der anderen Seite gingen die Gastgeber konzentriert zu Werke und erspielten sich bereits nach einigen Minuten Vorteile. Dass Marc Bruns die Rhein-Neckar Stars bis zur Pausensirene mit einem Doppelschlag in Front schießen konnte, war die logische Folge. Da anschließend auch der stark erkältete Christian Schlesiger aufgeben musste, wurden Sven Sauer und Ronny Sassen in den Sturm beordert, um in der Offensive mit drei Reihen agieren zu können. Zunächst einmal spielte sich das Geschehen jedoch im Neusser Verteidigungsdrittel ab, wo die Badener die Gunst der Stunde nutzten und ihren Vorsprung mit zwei Toren innerhalb von 74 Sekunden ausbauten. Trotz dieses Schocks zeigten sich die Neusser anschließend bemüht und übernahmen nach einer halben Stunde die Initiative, ließen im Abschluss jedoch Durchsetzungsvermögen und Torinstinkt vermissen. Dass Kevin Caroppo drei Sekunden vor dem Drittelende den Anschlusstreffer markierte, sorgte bei dem knappen Dutzend mitgereister Anhänger nicht lange für Hoffnung. So bissen sich die Quirinusstädter im letzten Abschnitt die Zähne am Abwehrbollwerk des Tabellenachten die Zähne aus, während dieser zum richtigen Zeitpunkt Effektivität bewies und von haarsträubenden Fehlern in der Neusser Defensive profitierte. Roman Gottschalk erhöhte nach 45 Minuten auf 5:2, zehn Zeigerumdrehungen später beendete Andreas Morlock in doppelter Überzahl die Druckphase des NEV, der durch Evgenij Kozhevnikovs Anschlusstreffer noch einmal ins Spiel zurück gefunden hatte (46.). Als nur 36 Sekunden später sogar der siebte Treffer fiel, war klar, dass sich die weite Reise an diesem Abend nicht lohnen würde. So blieb nur die Erkenntnis, dass bei dieser Partie so ziemlich alles schief gegangen ist, was schief gehen konnte.

Tore: 0:1 (2:24) Höfgen (Hofmann, Ernst), 1:1 (15:26) Bruns (Stadler, Lingenfelser/5-4), 2:1 (18:36) Bruns (Stadler, Lingenfelser), 3:1 (22:12) De Raaf (Erdmann), 4:1 (23:26) Stadler, 4:2 (39:57) Caroppo (Sauer, Oltmanns/5-4), 5:2 (45:29) Gottschalk (Essig, Partl), 5:3 (49:30) Kozhevnikov (Sassen), 6:3 (55:00) Morlock (Walther/5-3), 7:3 (55:36) Gottschalk (Partl, Essig/5-4). Strafen: Mannheim/Eppelheim 10, Neuss 12. Zuschauer: 100.

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