Trotz Niederlage: Ratinger Eishockey lebt weiter

Sponsorenschießen der Ratinger Ice AliensSponsorenschießen der Ratinger Ice Aliens
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So ganz spurlos waren die Geschehnisse um die Ratinger Ice Aliens doch nicht an der bisherigen 1b- und neuen ersten Mannschaft vorübergegangen. Die ungewohnte Kulisse von 465 Zuschauern, die mit ihrem Erscheinen ihr Bekenntnis zum Ratinger Eishockey ablegten, tat ein Übriges für einen nervösen Auftakt in das Verbandsligaspiel gegen den Herforder EV, das die Aliens mit 2:4 verloren. Dies legte sich aber schnell und ein schöner Alleingang von Jerome Franzen, der letztendlich am gegnerischen Torwart scheiterte, gab weitere Sicherheit. Allerdings wussten die Spieler von André Leggen und Wilfried Tursch die Vielzahl der gebotenen Chancen nicht umzusetzen. Auf der anderen Seite nutzen die Herforder das erste Überzahlspiel, um in Führung zu gehen. Die Ostwestfalen erzielten noch ein zweites Tor, das von den Unparteiischen jedoch nicht anerkannt wurde, da der Puck vorher dem Ratinger Torwart gegen die Maske gesprungen war. Da die Ratinger ihre Chancen nicht in Tore umsetzen konnten, ging es mit diesem Zwischenstand in die Pause.

Das zweite Drittel begannen beide Mannschaften in Unterzahl, so dass viel Platz auf dem Eis war. Ratingen machte viel Druck und schnürte die Gäste im eigenen Drittel ein. Erst zur Mitte des Drittels zeigten die Ice Dragons einen gefährlichen Konter, bei dem Arthur Torka, der einen glänzenden Abend erwischt hatte, sein ganzes Können unter Beweis stellte. Eine Minute später war es Benjamin Hanke, der in Unterzahl den Puck im eigenen Drittel aufnahm, sich durch die gegnerische Abwehr spielte, den Torwart verlud und den lang ersehnten Ausgleich erzielte. Eine halbe Minute später wurde Pascal Rumpler in einem erneuten Unterzahlkonter unsanft von den Beinen geholt und die Schiedsrichter entschieden auf Penalty. Benjamin Hanke trat an, um Kai Frenzel erneut zu überwinden, doch der passte dieses Mal besser auf. Weitere zwei Minuten später ging es Hin und Her. Erst traf der HEV die Latte des Ratinger Tors. Im Gegenzug traf Ratingen den Pfosten, der darauf folgende Angriff der Herforder brachte das 1:2. Den Rest des Drittels versuchten die Aliens den Ausgleich zu erzielen, konnten aber erneut ihre guten Chancen nicht verwerten.

Das letzte Drittel begann so, wie das zweite aufgehört hatte. Die Ice Aliens machten das Spiel, verwerteten aber nicht ihre Chancen. Der HEV verlegte sich nahezu komplett aufs Kontern. Selbst in Überzahl vermochten Sie keinen richtigen Druck auf das Heimteam ausüben. Teilweise schnürten die Aliens die Gäste in deren Drittel ein, aber an diesem Abend wollte der Puck nicht ins gegnerische Tor. Bezeichnend, dass der lang ersehnte Ausgleichstreffer in Unterzahl fiel. Sebastian Weitz netzte auf Vorlage von Pascal Rumpler ein. Doch leider verbreitete sich nun etwas Hektik in der Mannschaft, die Folge waren zwei Strafzeiten, die die Herforder routiniert ausnutzten und erneut in Führung gingen. Die Ratinger nahmen noch eine Auszeit, Arthur Torka verließ zu Gunsten eines Feldspielers das Tor, doch dieser Versuch half nichts mehr. Herford benötigte drei Versuche, um den empty-net Siegtreffer zu erzielen.

Trainer Wilfried Tursch zeigte Verständnis für das Team: „Die Mannschaft hat nervös angefangen. Kein Wunder nach den Vorkommnissen der letzten Wochen. Die mangelnde Chancenverwertung und die unnötigen Fouls zum Ende des Spiels haben uns den Sieg gekostet, der verdient gewesen wäre. Wir werden in den kommenden Wochen daran arbeiten, routinierter und abgeklärter zu werden. Wir freuen uns über die tolle Unterstützung der Fans und werden alles tun, um mit diesen treuen Zuschauern Siege zu feiern. Das Ratinger Eishockey ist nicht tot und wird nicht zuletzt wegen der Fans weiter leben.“ Das nächste Spiel gegen den TuS Wiehl ist für den 25. November, 20 Uhr, angesetzt. Es ist jedoch angestrebt die Partie zu verlegen, da bereits am 26. November das Heimspiel gegen den EC Siegerland ansteht. Strafen: Herford 14, Ratingen. Zuschauer: 465.

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