Troisdorf diesmal eine Nummer zu groß

Troisdorf diesmal eine Nummer zu großTroisdorf diesmal eine Nummer zu groß
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Knapp 500 Zuschauer im kleinen Felde, eine geschwächte Herforder Mannschaft bei der Nils Bohle, Ricardo Göldner und Andreas Doppleb verletzt und mit Schmerzmitteln aufs Eis gingen und zusätzlich noch Slava Koop, Josh Piro und Leon Nasebandt fehlten und dann das wohl stärkste Team der Regionalliga West als Gegner. Nein, einfach sollte es an diesem Abend nicht werden, das war allen klar. Hochmotiviert starteten die Ice Dragons in die Partie, wollten sich bei ihren Fans rehabilitieren, aber wenn es mal nicht läuft, kommt meist auch noch das Pech dazu. So mussten sie sich deutlich dem EHC Troisdorf mit 1:8 geschlagen geben und haderten am Ende vor allem mit den vielen Chancen, die sie am Anfang der Partie liegen liessen.

Wie die Feuerwehr starteten die Ice Dragons in die Partie. Es waren gerade einmal 13 Sekunden gespielt, da musste Tim Kühlem im Troisdorfer Tor das erste Mal Kopf und Kragen riskieren, um gegen Lucas Klein zu retten. Und Herford hielt die Schlagzahl hoch, alleine in der ersten Minute waren es vier hundertprozentige Chancen, die sie gegen den starken Kühlem nicht nutzen konnten. Vier Minuten sah es so aus, als würden Sie eine Überraschung landen können, dann schlugen die Gäste eiskalt zu. Aus kurzer Distanz überwand Slawomir Kiedewicz mit dem ersten Troisdorfer Torschuss Lars Morawitz im Herforder Tor. Das spielte den Gästen natürlich voll in die Karten. In ihrer gewohnten Spielweise standen sie mit vier Mann an der eigenen blauen Linie, fingen die Herforder Angriffe ab und verlagerten so das Spiel Schritt für Schritt immer weiter in die Herforder Zone. Dort wurde geduldig aufgebaut, und nur geschossen, wenn es auch wirklich Erfolg versprach. Wie in der neunten Minute als Jury Lütgen auf 2:0 erhöhte. Die Ice Dragons hatten zwar weiterhin immer wieder gute Chancen, die allerdings auf Grund der sehr guten Raumaufteilung der Gäste zumeist aus Einzelaktionen entsprangen. Als dann Jury Lütgen im Powerplay in der 13. Minute noch auf 3:0 erhöhte, war vielen klar, das es mit einem Heimsieg an diesem Abend wohl nichts mehr werden würde.

Das die Cracks um Kapirätn Michael Reim sich noch nicht aufgegeben hatten, zeigten sie Anfang des zweiten Drittels. Jacob Lamers stand nun für Lars Morawitz zwischen den Pfosten und konnte sich erstmal das Geschehen anschauen. Nur 45 Sekunden nach Wiederanpfiff erzielte Lauris Ziemins auf Zuspiel von Jan-Niklas Linnenbrügger das umjubelte 1:3, Hoffnung keimte auf. Die Ice Dragons machten nun Druck, erarbeiteten sich gute Torchancen, hatten aber ein ums andere Mal Pech im Abschluß oder scheiterten an Tim Kühlem. Mitten in diese Druckphase des HEV fiel dann in der 30. Minute das 4:1 durch Manuael Warda. Dieses Tor war dann der Schlag, von dem sich die Ice Dragons nicht mehr erholten. Routiniert spielten die Gäste nun ihren Stiefel runter, erhöhten bis zur Pause durch Tore von Lütgen, Reschetnikow und Keßler auf 7:1.

Im letzten Drittel passierte nicht mehr viel. Lediglich das 8:1 durch Christian Czaika, der in der 50. Minute in Überzahl erfolgreich war, schlug sich noch auf der Anzeigetafel nieder und markierte so den Endstand. Im Endeffekt eine verdiente Niederlage, die auf Grund der eigenen ausgelassenen Torchancen höher ausfiel, als sie hätte ausfallen müssen. Jedoch zeigte sich deutlich, dass die Gäste mit einem routinierten und schon seit Jahren in der Regionalliga etablierten Team für die hauptsächlich aus Juniorenspielern bestehende Herforder Mannschaft an diesem Abend einfach eine Nummer zu groß waren und zeigten deutlich, warum sie als Topfavorit in der Regionalliga gelten.

Tore: 0:1 (4:46) Czaika (Lütgen, Angermann), 0:2 (8:51) Lütgen (Angermann), 0:3 (12:54) Lütgen (Angermann/5-4), 1:3 (20:45) Ziemins (Linnenbrügger), 1:4 (29:04) Warda (Lütgen, Angermann), 1:5 (32:20) Lütgen, 1:6 (37:56) Reschetnikow (Kiedewicz, Angermann/5-4), 1:7 (39:53) Keßler (Hubert, Metzen), 1:8 Czaika (49:42) Wonde (Gregoire/5-4). Strafen: Herford 10, Troisdorf 4.


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