Torfestival in Neuwied

Der krönende Abschluss in Neuwied blieb ausDer krönende Abschluss in Neuwied blieb aus
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Nach dem 4:2-Auswärtssieg am Freitagabend in Frankfurt legten die Neuwieder Bären gegen den RSC Darmstadt kräftig nach und siegten vor 483 Zuschauern verdient mit 10:3 (3:1, 2:2, 5:0). Ohne die gesperrten Stephan Petry, Willy Hamann, und Oleg Tokarev, sowie dem erkrankten Maximillian Scholl, musste Trainer Markus Fischer erneut seine Reihen umstellen. Mit Sven Sittinger kam, wie schon am Freitag, Unterstützung aus der 2. Mannschaft. Die Gäste begannen stürmisch und zwangen Goalie Tim Siekmann schon nach wenigen Sekunden zu seiner ersten Parade. Doch in der 5. Minute stellte Bill Keenan die Weichen für den späteren Erfolg. Er fing einen Angriff der Darmstädter ab und lief alleine auf das Tor zu. Dort ließ er dem Torhüter keine Chance. Die Gäste blieben davon aber zunächst unbeeindruckt und trugen ihre Konter weiterhin fort. Den Lohn dafür gab es in der 9. Minute, als Maximillian Dörr in Überzahl den Ausgleich erzielte. Für die restlichen Treffer in diesem Drittel benötigten die Bären dann auch jeweils ein Überzahlspiel. Zunächst traf Christian Czaika auf Vorarbeit von Keenan in der 12. Minute und 5 Minuten später erhöhte Marco Herbel zum 3:1-Pausenstand.

Der zweite Abschnitt begann kurios. In der 22. Minute musste ein Darmstädter Spieler erneut auf die Strafbank. Neuwied spielte dieses Überzahlspiel souverän aus und traf in der 24. Minute durch Bill Keenan. Doch plötzlich gab es zwischen Spielern und Schiedsrichtern Diskussionen, denn die Uhr auf der Anzeigetafel war nicht ordnungsgemäß mitgelaufen. Nach einigen Beratungen entschieden die Referees, das Tor nicht zu geben und das Spiel zum Zeitpunkt der Anzeige auf der Uhr weiterlaufen zu lassen. Durch die Unterbrechung schienen die Hausherren etwas aus dem Rhythmus gekommen zu sein. Darmstadt nutzte die Verwirrung und erzielte in der 26. Minute den 2:3-Anschlusstreffer durch Patrick Hofmann. Nun fingen sich die Bären wieder und es dauerte nur 5 Minuten, bis erneut Herbel mit seinem zweiten Treffer auf 4:2 erhöhte. Postwendend nutzte dann Marcel Gaitantzis die Möglichkeit und verwandelte mit einem Direktschuss zum 3:4. Dies wollte sich der EHC nicht gefallen lassen. In der 35. Minute war es Martin Schell, der einen Pass des Gegners abfing und alleine aufs Tor zulaufen konnte. Sein Tor zum 5:3 war gleichzeitig der Pausenstand.

In der Kabine forderte Trainer Fischer von seinen Mannen, den beruhigenden sechsten Treffer schnell zu erzielen. Allerdings musste er erneut seine Reihen umstellen, denn Tim Grundl musste auf Grund einer Erkältung passen. Für ihn rückte Daniel Niestroj in die Verteidigung. Und die Bären machten nicht den Eindruck, dass sie schon genug hätten. Angriff über Angriff fuhren sie nun in Richtung Gästetor und setzten die Darmstädter immer mehr unter Druck. Es dauerte bis zur 44. Minute, bis der nächste Treffer fiel. Sven Sittinger versuchte sich von der blauen Linie mit einem Schlagschuss, der allerdings noch von irgendeinem Schläger abgefälscht wurde und im hohen Bogen über den Goalie im Tor landete. Damit war das vom Trainer geforderte Tor gefallen und es ging munter weiter. Bei Darmstadt ließen nun auch die Kräfte nach und die Partie spielte sich größtenteils im Gästedrittel ab. Einen Traumpass von Patrik Morys in der 45. Minute brachte Bill Keenan in eine 1:1-Situation mit dem Torwart, die sich der Amerikaner nicht nehmen ließ. Vier Minuten später trug sich auch Christian Czaika ein zweites Mal in die Torschützenliste ein und erhöhte auf 8:3. Sowohl dieser Treffer, als auch das Tor zum 9:3 erzielten die Bären erneut in Überzahl. Andreas Halfmanns Schuss von der blauen Linie wurde ebenfalls abgefälscht und nahm, wie schon beim 6:3 von Sittinger, eine Flugbahn über den Goalie. Den Schlusspunkt in einer unterhaltsamen Partie setzte Daniel Walther, der von Marco Herbel vorbildlich angespielt zum 10:3-Endstand einnetzte. Trotz der vielen Ausfälle zeigten die Bären eine engagierte Leistung und steigerten sich mit zunehmender Spieldauer in die Partie hinein. Für Trainer Fischer gab es daher auch wenig zu bemängeln. Seiner Forderung, die restlichen Spiele in dieser Pokalrunde mit Einsatz und Spaß zu absolvieren, war sein Team an diesem Abend nachgekommen.


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