Topspiel mit Topleistung ging knapp verlorenStarke Leistung von Torhüterin Radka Lhotska

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Was dort geboten wurde, darf man getrost als Werbung für gutes Eishockey werten. Doch nicht wenigen der nur etwas über 100 Zuschauer wurde sicher vor Spielbeginn mulmig, war die Startaufstellung der Icefighters bedingt durch Urlaub, Arbeit und Verletzung erneut enorm klein ausgefallen.

Auch der Spielbeginn unterstrich die Befürchtungen zunächst, denn noch vor Ende der ersten Minute lag man bereits mit 0:1 hinten. Auch weiterhin gab es einen Sturmlauf der Gäste auf das Tor von Radka Lhotska, wobei man den Eindruck erhielt, der Vorjahresmeister wolle das Spiel bereits in den ersten 20 Minuten entscheiden. Aber an diesem Abend war es einmal mehr eine stabile Abwehr und eine grandiose Leistung der Torhüterin die das verhindern sollte. Auch wenn die Bremer noch zweimal das Tor trafen (16., 18.) ging es mit 0:3 noch recht glimpflich zur ersten Pause.

Diese tat den Icefighters aber ziemlich gut, denn ab hier war Gegenwehr angesagt. Man gestaltete das Spiel zunächst offener, kam aber auch immer wieder gefährlich vor das gegnerische Tor. Den einzigen Treffer in diesem Spielabschnitt erzielte dann Mario Breneizeris in der 36. Minute und schraubte so seine vor dem Spiel geehrte 1000-Punkte-Marke weiter nach oben.

Im letzten Abschnitt war es ein Spiel mit offenem Visier. Chancen auf beiden Seiten wurden häufiger, und auf Seiten der Gastgeber auch erfolgreicher umgesetzt. Nachdem Maik Gatzka sehenswert den Anschluss erzielte (45.) gab es in der 48. Spielminute den vielumjubelten Ausgleich durch Christian Pelikan. Auch danach waren die Junge von Radek Vit dem Siegtor zunächst näher als die Hansestädter. Doch sieben Minuten vor dem Ende gab es dann doch den einen Moment der den Sieg für die Weserstars bedeutete, und die Hoffnung auf zumindest einen Punkt, der auch redlich verdient gewesen wäre, zunichtemachte. Quasi mit der Schlusssirene gab es noch einen Schockmoment für die Hausherren, als Dominic Borchmeier nach einem Zweikampf unglücklich an die Bande prallte und auf dem Eis behandelt sowie vom Eis getragen werden musste. Hier gab es nach dem Spiel bereits leicht Entwarnung, es handelt sich hierbei um eine schmerzhafte Rückenprellung.

Trainer Radek Vit war mit dem Spiel mehr als zufrieden, auch wenn das zählbare fehlte: „Wir haben heute aus dem Wenigen, was wir aufbieten konnten das Maximale erzielt. Für die Zuschauer war es sicher ein packendes Spiel, auch wenn es leider wieder recht wenige waren. Wir hätten uns heute gern für diese Leistung belohnt.“

Tags zuvor hatte Salzgitter mit 6:3 (1:0, 1:0, 4:3) gewonnen.