Strafenflut bei „Freundschaftsspiel“

Verband wertet Abbruchspiel für AdendorfVerband wertet Abbruchspiel für Adendorf
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Diese Testspiele waren eine erste Standortbestimmung für den Adendorfer EC – und sie vielen positiv aus. Nach dem die Heidschnucken am Freitagabend auf heimischen Eis gegen den EC Wedemark Scorpions mit 3:0 (1:0, 1:0, 1:0) gewannen, schlugen sich die Mannen von Trainer Lumir Mikesz auch in der Wedemark tapfer und siegten mit 5:3 (1:1, 2:0, 2:2).

Besonders auffällig beim ersten Aufeinandertreffen in Adendorf war die Defensive der Heidschnucken. In der letzten Saison noch wackelig, spielte diese nun sehr solide und wirkte über weite Strecken des Spiels ruhig und konzentriert. Das so erreichte erste Shutout im ersten Spiel von Michal Marik für den AEC war so zum größten Teil der Erfolg einer kompakten Adendorfer Abwehr.

Das zweite Spiel gegen die Scorpions wollte AEC-Coach Lumir Mikesz nutzen, um die Qualität seiner neuen Youngsters im Team zu testen. Doch aus diesem „Freundschaftsspiel“ wurde ein bitterer und unrühmlicher Ernstfall. 260 Strafminuten hagelte es in dieser Partie. Aufgestaute Emotionen sorgten zum Ende des zweiten Drittels dazu, dass sich beide Kontrahenten gehörig in die Haare bekamen und sich beim Auslaufen eine Massenschlägerei lieferten. Drei Adendorfer und vier Wedemarker Spieler mussten so nach diesem Drittel das Spiel vorzeitig beenden.

Trotz allem wurde aber auch Eishockey gespielt. Der Adendorfer EC ging früh durch ein Break von Denny Böttger in der vierten Spielminute mit 1:0 in Führung. Adendorf war wie schon am Freitagabend die Spielbestimmende Mannschaft, schaffte es nur nicht ihr spielerische Überlegenheit in Tore zu verwandeln. In der 16. Spielminute folgte dann aus einen Gewühl vor dem AEC Tor heraus der 1:1 Ausgleichstreffer für die Scorpions. Mitte des zweiten Abschnittes verließ der bis dahin souverän haltende Michal Marik das Adendorfer Tor und gab Youngster Christian Stanik die Chance Spielpraxis zu sammeln. Dieser zeigte auch über den Rest der Partie eine gute Leistung. Adendorf agierte zum Ende des zweiten Drittels nun druckvoller nach vorne und wurde in der 37. und 40. Minute mit dem 2:1 und 3:1 durch Leif Buckup belohnt. Im letzten Abschnitt wurde das Spiel, auf Grund der Auseinandersetzungen zum Ende des zweiten Drittels, mit vielen Nickligkeiten überseht. Peter Hofmann war es dann in der 47. Minute der das 4:1 für die Heidschnucken erzielte. Die inzwischen um fünf Spieler dezimierte Wedemarker Mannschaft gab sich aber noch nicht geschlagen. Das 4:2 in der 54. und 4:3 in der 59. Minute ließ die Partie noch einmal eng aussehen. Doch direkt im Gegenzug zum Anschlusstreffer machte Matthias Hofmann mit dem 5:3 alles klar für den Adendorfer EC.

Adendorfer EC - EC Wedemark Scorpions 3:0 (1:0, 1:0, 1:0). Tore: 1:0 Fitzner (Böttger), 2:0 Böttger, 3:0 Gorbenko (Piechutta). Strafen: Adendorf 12, Wedemark 22. Zuschauer: 402.

EC Wedemark Scorpions - Adendorfer EC 3:5 (1:1, 0:2, 2:2). Tore: 0:1 Böttger (Laudan), 1:1 Theilmann (Berblinger), 1:2 Buckup (Gorbenko), 1:3 Buckup (Gorbenko), 1:4 P. Hofmann (M. Hofmann), 2:4 Jasieniak (Berblinger), 3:4 Schmunk (Reiffen), 3:5 M. Hofmann (Gorbenko, Schmidt). Strafen: Wedemark 55 + 10 (Theilmann) + Spieldauer (Soriano) + Spieldauer (Zander) + Spieldauer (R. Marek) + Spieldauer (Willmann) + Spieldauer (Kotke), Adendorf 35 + Spieldauer (Garbe) + Spieldauer (Buckup) + Spieldauer (Fitzner). Zuschauer: 105.

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