Starker Wölfe-Auftritt vor stimmungsvoller Kulisse

Entscheidung vertagt: 1:1 zwischen Wölfen und DrachenEntscheidung vertagt: 1:1 zwischen Wölfen und Drachen
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Nicht ganz 24 Stunden nach der 3:6-Niederlage in der Hauptstadt revanchierten sich die Schönheider Wölfe am Samstagabend vor heimischem Publikum mit einem überzeugenden 9:4 (4:3, 2:0, 3:1)-Sieg gegen FASS Berlin. Bereits vor dem Beginn schien der Offene Brief der Mannschaft an die Fans im Wolfsbau Früchte zu tragen, denn von Beginn an herrschte eine stimmungsvolle Atmosphäre unter den knapp 500 Zuschauern im Schönheider Wolfsbau.

Der EHV Schönheide zeigte bereits in der Anfangsphase, dass die schmerzliche Niederlage vom Vortag vergessen gemacht werden sollte. Um dieses Vorhaben auch in die Tat umzusetzen, griff Wölfe-Coach Andreas Bentenrieder zu einer gewagten Änderung in seinem Team. Für Tomas Husak durfte nach längerer Pause Backup-Goalie Oliver Granert wieder zwischen die Pfosten des EHV-Gehäuses. Die dadurch frei gewordene dritte Kontingentstelle bei den Wölfen belegte Stürmer Miroslav Jenka, der ebenfalls nach längerer Pause wieder neben seinem Landsmann Daniel Jun auf Torejagd gehen konnte. Da aber der EHV durch diese Umstellung mit nur einem Torhüter in die Begegnung gehen konnte, Keeper Nr.3 Samuel Oschatz fehlte verletzt, ging der Trainer ein Risiko ein, das sich aber am Ende bezahlt machen sollte.

Die erfolgreiche Revanche gegen die Akademiker begann innerhalb von 26 Sekunden in der achten Spielminute. Mit einem Doppelschlag, jeweils in Überzahl, ging der EHV durch Tore von Daniel Jun und Mike Losch mit 2:0 in Führung. Zwar konnte FASS in der zehnten Minute durch Brown auf 2:1 verkürzen, doch die spielerische Überlegenheit der Wölfe zahlte sich durch zwei weitere Tore von Losch (11.) und Jun (18.) zum 4:1 aus. Mit dem sicher geglaubten Vorsprung gingen die Gastgeber, ähnlich wie gegen Niesky, zu leichtsinnig um und kassierten gut eine Minute vor der ersten Pausensirene in doppelter Unterzahl noch zwei weitere Treffer durch Tittus und Schönfeld. Damit war der schöne Vorsprung dahin und mit einem knappen 4:3 für Schönheide ging es in die Pause.

Nachdem Trainer Bentenrieder in der Kabine die passenden Worte gefunden haben muss, legten die Wölfe im zweiten Abschnitt noch eine Schippe drauf und waren von Berlin kaum noch zu bremsen. Einzigst die Chancenverwertung wollte noch nicht klappen. Gut sechs, sieben hundertprozentige Chancen der Wölfe überstand FASS mit viel Glück, ehe Miroslav Jenka in der 27.min die Führung für die Hausherren auf 5:3 ausbaute. Auch in der Folge hatte der EHV zahlreiche Möglichkeiten für den ein oder anderen Treffer mehr. Berlin konnte froh sein, dass man mit nur einem weiteren Gegentor zum 6:3 (40.) durch Holger Mix, noch relativ glimpflich in die zweite Pause kam.

Auch im Schlussdrittel ließen die Wölfe nichts mehr anbrennen. Mannschaftskapitän Daniel Jun sorgte beim 7:3 in der 43.min und nur drei Minuten später mit seinem vierten Treffer zum 8:3 für ausgelassene Freude im Wolfsbau. Nur noch Ergebniskosmetik war das vierte Tor für FASS Berlin durch Schönfeld in der 48. Minute. Den Schlusspunkt eines starken Wölfeauftritts setzte Sebastian Wolf fünf Minuten vor Ultimo zum verdienten 9:4- Endstand für den EHV Schönheide.

Tore: 1:0 (7:05) Jun (Stoyan, Jenka/5-3), 2:0 (7:31) Losch (Heumann, Kreißl/5-4), 2:1 (9:04) Brown (Schönfeld, Murray/5-4), 3:1 (10:21) Losch (Mix, Michel), 4:1 (17:33) Jun (Jenka, Kase), 4:2 (18:59) Tittus (Murray, Patrzek/5-3), 4:3 (19:39) Schönfeld (Tittus, Murray/5-4), 5:3 (26:03) Jenka (Jun, Kase/5-3), 6:3 (39:11) Mix (Maaß, Kreißl), 7:3 (42:37) Jun (Löffler, Kreißl), 8:3 (45:22) Jun (Jenka/4-5), 8:4 (47:40) Schönfeld (Murray, Tittus/5-3), 9:4 (54:54) Wolf Kreißl, Köllner). Strafen: Schönheide 22, Berlin 16. Zuschauer: 438.

Weniger gut lief es bei der 3:6 (2:1, 1:3, 0:2)-Niederlage in der Hauptstadt. Knackpunkt im Spiel der Wölfe war die Verletzung von Daniel Jun, Mitte des zweiten Abschnitts. Ein Foulspiel übersah der Hauptschiedsrichter, aus dessen Folge der Mannschaftskapitän mit einer Unterlippen- und Kieferverletzung in einem naheliegenden Krankenhaus behandelt und genäht werden musste.

Tore: 0:1 Jun (Husak/5-4), 1:1 Aicher (Nicholson, Brown/5-4), 1:2 Stoyan (Schröder, Kase/5-4), 2:2 Rentzsch (Schönfeld, Murray/5-4), 2:3 Stoyan (Krehl), 3:3 Kugler (Tittus, Aicher), 4:3 Tittus (Patrzek, Murray/5-4), 5:3 Tittus (Schönfeld/4-5), 6:3 Aicher (Murray, Schönfeld). Strafen: Berlin 22, Schönheide 20 + 10 (Mix). Zuschauer: 217.

Keine Tore zum Saisonabschluss
Salzgitter Icefighters beenden Meisterrunde auf Rang drei

​Mit zwei Torlos-Niederlagen verabschiedeten sich die TAG Salzgitter Icefighters am Wochenende aus der aktuellen Saison. Nach einem 0:6 (0:1, 0:1, 0:4) beim Hamburge...

Duell um Regionalliga-Titel in Nord und Ost
ECW Sande: Nord-Meister trifft auf Ost-Meister

​Es ist angerichtet: Der ECW Sande trifft im Play-off-Finale um den Meistertitel in der Regionalligen Nord und Ost auf die Schönheider Wölfe. Spiel eins der Best-of-...

Ein Spiegelbild der Saison
Sieg und Niederlage für den Hamburger SV zum Saisonabschluss

​Für das Regionalligateam des Hamburger SV ist seit Sonntagabend die Saison beendet – nach einem finalen Spielwochenende, das wie eine Zusammenfassung der Höhen und ...

Zum Abschluss keine Punkte
Hamburger SV verliert das letzte Auswärtsspiel der Saison

​500 Kilometer Anfahrtsweg nach Chemnitz für ein Spiel um die berühmte „goldene Ananas“, dazu ein Minikader – da war die Erwartungshaltung beim Team des Hamburger SV...

Die Moral bleibt intakt
Hamburger SV ringt die Chemnitz Crashers nach Verlängerung nieder

​Das Erreichen der Finalspiele der Meisterrunde der Regionalligen Nord und Ost war für beide Teams zwar bereits kein Thema mehr – trotzdem boten der Hamburger SV und...