Starke Kampfleistung nicht belohntAm Ende fehlte die Kraft

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Es war ein gutes Spiel, das die TAG Salzgitter Icefighters am Sonntag gegen den Adendorfer EC absolvierte. Das einzige, was fehlte war das Happy End. Und auch dazu fehlten nur fünfeinhalb Minuten. So wurde die Partie mit 4:7 (0:2, 4:1, 0:4) verloren.

Schon vor Beginn waren die Vorzeichen schlecht gewesen. Kurz vor dem Spiel sagte Alex Pflüger seinen Einsatz noch ab und die Krankenliste belief sich auf satte sechs Spieler, so dass man erneut nur zwei Reihen zur Verfügung hatte. Auf Seiten der Gäste war man von Beginn an bedacht Druck zu machen. Demzufolge kamen die Icefighters im ersten Drittel kaum zu konkreten Gegenangriffen. Aber die Abwehr war stabil und aufmerksam. So brauchten die Adendorfer zwei Überzahlspiele die genutzt wurden um den 0:2-Pausenstand herzustellen.

Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde einmal mehr die Leistung von Lars Tschirner ein entscheidender Punkt der Verteidigung. Nach der Pause sah man wie das Blatt sich nach und nach wendete. Die Gegenangriffe wurden seitens der Gastgeber intensiver und spätestens der Lattenkracher von Ron Friedrich (dabei zerbrach der Puck in zwei Teile) läutete eine intensive Phase ein. Diese wurde auch gleich in zählbares gewandelt, als ein Ausflug des Adendorfer Goalies Richtung Mittellinie den Puck direkt zu Ron Friedrich beförderte, der sich bedankte und von der Mittellinie aus der Distanz einnetzte (24.).

Es folgte eine unschöne Szene, als Christian Pelikan brutal mit dem Ellenbogen des gegnerischen Spielers Kabaluchov niedergestreckt wurde und völlig zu Recht eine Spieldauerdisziplinarstrafe bekam. Die anschließende fünfminütige Überzahl wurden optimal ausgenutzt. Erst erzielte Dennis Zapfe den Ausgleich (29.) und kurze Zeit später lagen die Hausherren vorn, denn Christian Pelikan traf zum 3:2. Auch nach Beendigung der Unterzahl ging der Tordrang weiter. C. Pelikan markierte mit einem schönen Rückhandschlenzer das 4:2, das so manchem der knapp 200 Zuschauer die Augen reiben ließ. Bedauerlicherweise war es wieder eine Strafe die zum Ende des Drittels für den Anschluss sorgte. Aber die 4:3-Führung hatte zum Ende des Spielabschnittes bestand.

Aber der AEC wäre nicht an der Tabellenspitze etabliert, wenn sie zu diesem Zeitpunkt aufgeben würden. Und diesem Umstand in Verbindung mit nachlassender Kondition brachte in den letzten 20 Minuten dasselbe Bild wie im ersten Abschnitt. Und so ging es munter weiter in Richtung Salzgitteraner Tor.

Nach fünf Minuten war dann der Ausgleich gefallen, dies hatte sich angedeutet. Aber der Durchhaltewille der Hausherren war enorm. Und es gab auch durchaus Chancen noch die Führung wiederzuerlangen. Ein Beispiel für die Aufopferungsgabe war einmal Mehr beim Goalie der Icefighters zu suchen, der Mitte des letzten Drittels einen Puck gegen den (gut geschützten) Kopf bekam und den Rest des Spiels mit Nackenproblemen absolvierte. Ab der 55. Minute war dann aber die Kondition am Ende und die mehr und mehr wütenden Angriffe der Gäste aus dem Norden wurden belohnt, das 4:5 und 4:6 fiel in den Minuten 55 und 58. Als dann in der letzten Minute Tschirner noch das Eis verließ ergab sich die Möglichkeit für die Heidschnucken das leere Tor zu treffen. Die passierte 30 Sekunden vor dem Ende und komplettierte das Ergebnis von 4:7.

Sicher hätte man sich seitens der Icefighters über zumindest einen Punkt gefreut, aber der Spielverlauf mit zwei überragenden Dritteln seitens der Gäste machte es zu einem alles in allem verdienten Auswärtserfolg des designierten Tabellenführers.

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