Spitzenspiel auf höchstem Niveau ging erst nach Penalty verlorenSalzgitter Icefighters

Spitzenspiel auf höchstem Niveau ging erst nach Penalty verlorenSpitzenspiel auf höchstem Niveau ging erst nach Penalty verloren
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Gleich mit dem ersten Bully wurde klar, dass dies eines der spannendsten Spiele seit langem werden wird. Zunächst verschob sich die Partie recht schnell in das Drittel der Gäste. Dort wurden sie einige Zeit auch von den Hausherren regelrecht festgenagelt, bis auf einige Entlastungsangriffe gab es wenig Zeit zum Serschnaufen. Jedoch waren diese Angriffe dann auch nicht ohne. Doch die Abwehrreihen der Salzgitteraner ließ wenig Möglichkeiten zu, und wenn es zum Abschluss kam, war der wieder einmal überragend aufgelegte Lars Tschirner die Wand im Tor. Es dauerte bis zur 18. Minute, dann war der Wiederstand der Heidschnucken zum ersten Mal gebrochen, und André Kiene nutze das erste Powerplay der Salzgitteraner zum viel umjubelten 1:0, was gleichzeitig der Drittelstand war.

Im zweiten Abschnitt lief das Spiel weiter ab, wie es vor der Pause aufgehört hatte. Mit Feldüberlegenheit der Gastgeber und immer wieder gefährlichen Entlastungen der Gäste. In der 25. Minute hatte Christian Pelikan das richtige Näschen, als er hinter dem Tor stehend den Puck erblickte und kurzerhand quasi hinter dem Tor stehend einlenkte. Dieses 2:0 hatte jedoch bei den Gästen zusätzliche Motivation freigesetzt und mit einem Zwischenspurt erzielten sie nur zwei Minuten später den 1:2-Anschlusstreffer, als Lars Tschirner am Boden liegend mit einem Heber überwunden wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Spiel auch bereits eine gewisse Härte erreicht, was zwangsläufig zu weiteren Strafzeiten führte, aber allgemein im fairen Rahmen blieb.

Der letzte Spielabschnitt hatte es dann wieder in sich. Die Gäste aus der Heide kamen mit dem klaren Vorsatz aus der Kabine, dieses Spiel für sich entscheiden zu wollen. So wundert es nicht, dass sie das Tempo, das sie aus der Oberliga noch bestens innehatten, anhoben und somit die Icefighters stark unter Druck setzten. Aber wie es im ersten Drittel ablief spiegelte es sich hier wider. Die Gastgeber konnten ihrerseits schnell kontern und setzten so in der 47. Minute durch David Jasieniak den Stich zum 3:1. Eigentlich kann man so ein Ergebnis dann verwalten, wenn der Gegner nicht der AEC ist. Diese hatten 70 starke Sekunden, die reichten um mit zwei schnellen Spielzügen die Abwehr der Salzgitteraner zu überwinden und zum 3:3 auszugleichen.

Nach 60 Minuten war dann Zeit für die fünfminütige Verlängerung, die allerdings relativ unspektakulär ablief, mit Chancen auf beiden Seiten. So musste das Penaltyschießen für die Entscheidung sorgen. Und nachdem es nach den ersten drei Schützen 1:1 stand musste die Einzelentscheidung her.

Diese wurde seitens der Adendorfer zur One-Man-Show, da zu diesem Shootout laut Reglement auch mehrfach derselbe Spieler antreten darf. Dies war auf Seiten der Gäste Niklas Gillenfalk, der im dritten Versuch den entscheidenden Penalty versenkte, bevor André Kiene die Möglichkeit zum Ausgleich vergab.

Trotzdem konnten alle Akteure das Eis mit erhobenem Haupt verlassen, denn sie lieferten ein Spiel ab, das dem Zuschauer alles gab was das Eishockeyherz begehrte – außer dem Happy-End.

Trainer Radek Vit nach dem Spiel: „Ich muss heute meinen Jungs ein Riesenkompliment machen. Sie haben gegen eine erfahrene Oberligamannschaft dominiert und erst im Penaltyschießen verloren. Sicher hätte man das Ergebnis halten müssen, um so nach 60 Minuten das Spiel zu gewinnen. Das ist gegen Adendorf aber nicht immer einfach, da sie clever genug sind, aus wenigen Chancen ihre Tore zu machen. Alles in allem war das heute aber Werbung für spannendes Eishockey. Wir werden in Adendorf sicher alles geben um diese verloren Punkte zurückzuholen.“

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