Spitzenspiel an der Strobelallee

Ein kleiner SchrittEin kleiner Schritt
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„Erster gegen Zweiter!“ – So lautet das Motto am Freitagabend im Eissportzentrum Westfalenhallen, wenn um 20 Uhr Hauptschiedsrichter Uwe Strucken den ersten Puck einwirft. Dass dabei in diesem Spitzenspiel der EHC Dortmund als Tabellenführer auf den Königsborner JEC trifft, mag auf den ersten Blick überraschen. Denn das Team aus der Nachbarstadt Unna mischte in den letzten Jahren nicht um Top-Positionen mit. Aber mit Rang zwei in der Relegationsrunde der letzten Spielzeit setzte eine Trendwende ein, die nun im ersten Saisondrittel der laufenden Spielzeit seine Fortsetzung fand. Lediglich eine knappe 3:5-Niederlage in Essen, dafür aber sechs Siege stehen momentan zu Buche. Sicherlich auch ein Lohn für jahrelange seriöse Aufbauarbeit beim KJEC. Hauptursache des Aufschwungs war aber sicherlich die Verpflichtung des Scorer-Duos David Stetch und Derek Picklyk anfang diesen Jahres. Zusammen mit Igor Cillik haben die beiden Kanadier in dieser Saison bereits 62 Skorerpunkte gesammelt, einen Punkt mehr als die besten drei EHC-Stürmer. Da darf man gespannt sein, wer am Freitagabend im direkten Duell die Nase vorne haben wird. Es gibt auch weitere interessante Konstellationen, die für Interesse sorgen. Neben Königsborns Trainer Willi Tesch haben gleich zehn seiner Spieler früher bereits das Trikot der Elche getragen und Igor Cillik, Thomas Branz sowie der KJEC-Coach führen immer noch unangefochten die EHC-Vereinschronik der meisten Spieleinsätze an. Zusammen haben die drei Akteure es auf über 700 Einsätze im Trikot der Elche gebracht. Mit dem Anpfiff am Freitagabend geht es aber um drei Meisterschaftspunkte, die will der EHC natürlich an der Strobelallee behalten und damit die Tabellenführung festigen.

„Wir werden mit voller Konzentration in diese Partie gehen um den Verfolger auf Distanz zu halten. Wir wissen um die Torgefährlichkeit der ersten Bulldogsreihe und werden alles daransetzen, ihr kleinen Raum zur Entfaltung zu lassen“, so EHC-Kapitän Christian Kohmann. Vielleicht kann ja auch ein neuer Spieler dabei mithelfen. Denn am Mittwochabend verpflichteten die Westfalen Elche kurzfristig mit Max Lingemann einen weiteren Stürmer mit höherklassigen Erfahrungen. Der 24-jährige Düsseldorfer spielte zuletzt bei den Hamburg Freezers in der DEL, war als Förderlizenzspieler auch in Regensburg aktiv und sammelte weitere Zweitligaerfahrung in Crimmitschau und Wolfsburg. Außerdem spielte er bei den Hannover Indians und den Eisbären Berlin Juniors in der Oberliga. „In Abstimmung mit dem Wirtschaftsrat haben wir uns für diese Verpflichtung entschieden, da uns Mirko Reinke bis zum Jahresende aus beruflichen Gründen nicht regelmäßig zur Verfügung stehen wird. Deshalb mussten wir reagieren. Boris Lingemann war schon eine Zeitlang bei uns im Training und kommt auf Empfehlung unseres Trainers Jesse Panek“, erläutert der 2. Vorsitzende Gerd Alda. Ob der Neuzugang am Freitag spielberechtigt sein wird, das klärt sich erst kurzfristig am Spieltag. Ebenso der Einsatz von Verteidiger Nils Sondermann, der nach seiner Handverletzung zumindest im Training schon wieder dosiert mitmachen konnte. „Wir erwarten am Freitag ein interessantes Spiel mit vielen alten Bekannten. Und diese Spitzenbegegnung sollte sicherlich auch eine gute Kulisse anziehen“, hofft der 1. Vorsitzende Dr. Günter Kuboth. Danach haben die Westfalen Elche zwei Wochen Spielpause. Die Heimbegegnung gegen Ratingen wurde bekanntlich vom 2. November auf den 21. Dezember verlegt.

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