Spitzenreiter zweimal in 24 Stunden gefordert

Wölfe verzichten auf Oberliga-TeilnahmeWölfe verzichten auf Oberliga-Teilnahme
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Hartes Wochenendprogramm für die Harzer Wölfe: Der Spitzenreiter der Regionalliga Nord muss innerhalb von 24 Stunden zweimal antreten, um die Tabellenführung zu verteidigen. Zunächst geht es am Freitag zum Auswärtsspiel beim Adendorfer EC, Beginn dort ist um 19 Uhr. Am Samstag erwarten die Harzer dann die Pferdeturm Towers im heimischen Braunlager Wurmbergstadion, erstes Bully ist um 16:45 Uhr.

Sowohl Adendorf als auch die Pferdeturm Towers kämpfen derzeit um die Qualifikation zur Meisterrunde. Die Towers haben derzeit die besseren Karten und belegen mit Rang Vier den letzten Qualifikationsplatz. Doch nur vier Punkte hinter den Hannoveranern lauert der AEC auf Platz Fünf. Den Harzer Wölfen ist dank des 5:2-Erfolgs am vergangenen Wochenende über Hamburg die Qualifikation bereits nicht mehr zu nehmen.

Beim Adendorfer EC treffen die Wölfe auf einen frisch motivierten Gegner. Obwohl die Saison bisher nicht nach den Vorstellungen der Heidjer verlief, scheint es nach dem Jahreswechsel endlich bergauf zu gehen. Am vergangenen Wochenende siegte der AEC deutlich mit 13:0 über Wolfsburg, großen Anteil daran hatten auch zwei Neuzugänge. Der 29-jährige Verteidiger Enrico Vogt stand für Adendorf, Herne, Erfurt und Dresden schon in der Oberliga auf dem Eis. Der tschechische Stürmer Robin Pavlas soll dem Angriff deutlich beleben und feierte gegen Wolfsburg einen gelungenen Einstand. Aufpassen muss die ESC-Abwehr natürlich auch auf Adendorfs Topscorer Denny Böttger (11Tore / 16 Vorlagen) und den Russen Andrej Gorbenko (10 Tore / 14 Vorlagen).

Mit den Pferdeturm Towers stellt sich am Samstag eine neue Mannschaft erstmals im Harz vor. Die Towers sind die zweite Mannschaft der Hannover Indians und sollen vor allem den Nachwuchs an den Seniorenbereich heranführen. Doch auch einige erfahrene Akteure stehen im Kader. Ronny Schubert, Sven Hoppe und Torwart Stephan Miskovic etwa spielten lange höherklassig, auch Goalgetter Klaas Feser und Verteidiger Marco Spors kennen sich in höheren Ligen aus. Mit Armin Finkel schloss sich zudem ein Verteidiger den Towers an, der in der vergangenen Saison für Oberligist Rostock spielte. Zudem haben die Hannoveraner einen echten Exoten in ihren Reihen: Lliam Webster ist Australier, bisher sammelte er schon 19 Scorerpunkte.

Bei den Wölfen könnten Andreas Bippus und Benjamin Zech nach ihren Verletzungen wieder in den Kader zurückkehren, die endgültige Entscheidung ist jedoch noch nicht gefallen. Auf jeden Fall wieder dabei ist Verteidiger Markus Schneider. Sollte also im Sturm noch eine Lücke herrschen, könnte das bewährte Model greifen. Jurica Bednjanec würde wieder in den Angriff rücken, um so mit zwei Abwehrreihen und drei kompletten Sturmblöcken agieren zu können.