Spitzenreiter Neuwied macht Oberliga-Aufstiegsrunde perfekt

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Mannschaft und Fans – die meisten der 187 Zuschauer in der Halle kamen aus der Deichstadt – feierten einen 4:3-Erfolg nach Penaltyschießen. Lange Zeit hatten sich die überlegenen Neuwieder am starken Raptors-Keeper Stephan Schwarz die Zähne ausgebissen. Mit dem Sieg haben sich die Bären vorzeitig die Teilnahme an der Oberliga-Aufstiegsrunde gesichert. Da zudem Tabellenführer Herner EV spielfrei hatte, steht Neuwied auch wieder an der Spitze der Regionalliga.

„Bei uns gibt es den nicht“, hatte Solingens Keeper Stephan Schwarz vor dem Heimsiel gegen Neuwied in der heimischen Presse gesagt. Gemeint war der eine Punkt, der dem EHC noch fehlte zum vorzeitigen Sprung in die Oberliga-Aufstiegsrunde. Schwarz sollte seinen Worten Taten folgen lassen, machte ein starkes Spiel gegen die Deichstädter. „Wir hatten wie zuletzt mehr Spielanteile, haben aber unsere Chancen nicht konsequent genug genutzt“, sagte EHC-Trainer Bernd Arnold. Auch deshalb stand es nach dem ersten Spielabschnitt, in dem Neuwied ein vermeintlich reguläres Tor nicht gegeben wurde, nur 0:0.

Im zweiten Drittel sorgten Christian Czaika (25.) und Ernst Reschetnikow (39.) für die Führung der Gäste, die lediglich vom zwischenzeitlichen Ausgleich Solingens durch Marvin Wintgen (38.) getrübt wurde. Neuwied hatte mehr Spielanteile, Neuwied hatte mehr Chancen – auf der Anzeigentafel jedoch stand ein dünnes 2:1. Und so schöpfte Solingen im letzten Abschnitt noch einmal Hoffnung. In Überzahl kamen die Gastgeber zunächst durch den Ex-Neuwieder Derek Picklyk zum 2:2-Ausgleich (49.), ehe erneut Reschetnikow den EHC in Führung schoss (51.). Doch wie schon zuletzt in Dinslaken kassierte das Arnold-Team auch in Solingen noch den 3:3-Ausgleich. Erneut trafen die Bergisch Raptors in Überzahl – „ein Tor, bei dem wirklich alles zusammenkam, was man an Pech haben kann“, sagte Arnold. Thomas Niemz schoss quasi von der Torlinie einem Neuwieder Verteidiger die Scheibe an den Schuh, von dort sprang sie unglücklich ins Netz.

Dass am Ende dennoch die Neuwieder Anhänger – ein voll besetzter Fanbus hatte die Bären nach Solingen begleitet – jubeln durften, lag am Spieler des Abends: Ernst Reschetnikow. Der EHC-Stürmer verwandelte den entscheidenden Penalty und sicherte seinem Team damit den Auswärtssieg. „Ernst hatte schon maßgeblichen Anteil am ersten Tor für uns“, freute sich Arnold. „Er ist ein sehr guter Spieler, der sich erst eingewöhnen muss und an sich selbst sehr hohe Ansprüche stellt. Ich hoffe, dieser Abend gibt ihm einen Schub und er kommt jetzt noch mehr aus sich heraus. Vielleicht hat er diese Erfolgserlebnisse gebraucht.“

Die Bären freuen sich jetzt auf den kommenden Sonntag, wenn um 19 Uhr der ESC Darmstadt in der Deichstadt zu Gast ist. Es ist der Auftakt zu drei Spitzenspiele auf heimischem Eis in Folge zum Ende der Hauptrunde. „Wir wollen jetzt natürlich versuchen, ganz oben in der Tabelle zu bleiben“, sagt Arnold. „Auch wenn wir natürlich merken, dass uns Stephan Petry derzeit fehlt. Durch seinen Ausfall hängt momentan auch Willi Hamann spürbar ein wenig in der Luft. Nicht, weil die Jungs an seiner Seite keinen guten Job machen, sondern vielmehr, weil er so stark mit Petry harmoniert. Aber: Wir sind angetreten, um die Oberliga-Aufstiegsrunde zu erreichen. Dieses Ziel haben wir schon einmal gemeinsam erreicht. Jetzt wollen wir auf heimischem Eis ungeschlagen bleiben.“

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