Souverän ins FinaleMainzer Wölfe

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Letztendlich blieb die Mannschaft von Teammanager Milan Nosek souverän – bis auf einige Minuten im zweiten Spielabschnitt, in denen sie alles zu verspielen drohte. Nach Toren von Vaclav Cimburek (10.) und Spielertrainer Alexey Gebel (11., 22.) führten die Mainzer scheinbar sicher mit 3:0. Doch der eine Spielklasse höher angesiedelte Gegner aus der Regionalliga Baden-Württemberg drehte diesen Rückstand binnen sechseinhalb Minuten, begünstigt durch grobe Schnitzer in der Wölfe-Abwehr. Nach dem Anschlusstreffer zum 1:3 verloren binnen elf Sekunden zunächst Sascha Haselsteiner und dann Cimburek die Scheibe im eigenen Drittel, jeweils knallhart bestraft mit den Treffern zum 2:3 und 3:3. Und da Lukas Srnka in Minute 33 sogar das vierte Tor und somit die Führung nachlegte, glaubten auch die 400 Zuschauer in Zweibrücken wieder an die Wende.

Die Wölfe nahmen eine Auszeit und waren nun gefordert. Die heikle Situation bereinigte ihr Kapitän Stefan Eisenträger, der die Aufholjagd mit dem 4:4-Ausgleich erstickte (35.). Zum vierten Mal hatte Neuzugang Paul Knihs die Vorarbeit geleistet. Martin Sagula beseitige mit der 5:4-Führung (38.) letzte Zweifel. Bei Zweibrücken schlug daraufhin im letzten Drittel der Frust durch, nachdem schon das Freitagabendspiel gegen die Stuttgart Rebels mit 4:7 verloren gegangen war. Srnka kassierte in der 49. Spielminute wegen einer Auseinandersetzung mit Knihs eine Spieldauerdisziplinarstrafe, während der Mainzer mit 2+2 Minuten davonkam. Weil sich Thomas Vodicka von der Spielerbank aus einmischte, musste folgerichtig aus er vom Eis. Als negativen Höhepunkt nahm Radovan Pastorek kurz vor dem Ende das volle Programm mit: Zwei Disziplinarstrafen wecken Meckerns hatten zunächst eine automatische Spieldauerdisziplinarstrafe zur Folge, und weil Pastorek die Diskussionen nicht einstellte, wandelten die Schiedsrichter das Ganze in eine Matchstrafe um. Das Aus für Zweibrücken war zu diesem Zeitpunkt längst besiegelt.

„Das war eine super Leistung der Mannschaft. Ein großes Lob vom Trainer und von mir“, freute sich Manager Nosek. Mit noch stärkerem Rückenwind können die Wölfe am Sonntagabend (18 Uhr, Eissporthalle am Bruchweg) ins Heimspiel gegen den EHC Neuwied 1b gehen. Mainz hat Neuwied in dieser Saison bereits zweimal besiegt. In Bitburg gewann der EHC gestern indes mit 7:1. Es wird also wieder eine konzentrierte Leistung vonnöten sein, um die eigene Weste blütenweiß zu halten.

Tore: 0:1 (10.) Cimburek (Knihs, Eisenträger), 0:2 (11.) Gebel (Knihs), 0:3 (22.) Gebel (Knihs, Brauer), 1:3 (26.) Hantak (Brüstle, Sefrin), 2:3 (31.) Hähn (Pastorek), 3:3 (31.) Hantak, 4:3 (33.) Srnka (Vodicka, Pastorek), 4:4 (35.) Eisenträger (Knihs, Cimburek), 4:5 (38.) Sagula (Gebel, Schumacher), 5:5 (55.) Neumann (Brüstle). Strafminuten: Zweibrücken 26 + 5 + Machstrafe (Pastorek) + 5 + Spieldauerdisziplinarstrafe (Srnka) + Spieldauerdisziplinarstrafe (Vodicka) – Mainz 16 + 10 (Sagula).

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