Sorgen um die Grefrather Zukunft

4:5 verloren – doch die Nierspanther sind Pokalsieger4:5 verloren – doch die Nierspanther sind Pokalsieger
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Dieser Abend hatte es wirklich in sich, denn es stand nicht nur ein extrem wichtiges Spiel auf dem Programm des Grefrather EC, sondern auch eine richtungweisende Presskonferenz. Und durch die trat der 4:3 (2:0, 2:1, 0:2)-Sieg der Niers Panther gegen den Neusser EV in den Hintergrund.

Denn zwischen der Niers Panther Ltd. und dem Stammverein scheint es zu brodeln. Dazu schreiben die Panther in der Pressemitteilung: „Ltd.-Geschäftsführer Thomas König bezog Stellung zu dem ihm unter der Woche vorgelegten Kooperationsvertrag. Dieser Vertrag hat mit dem im Januar ausgehandelten Kontrakt nichts mehr zu tun. So soll die Ltd. zum Beispiel ab der kommenden Saison eine Einlage in Höhe von 63.000 Euro (inkl. Kooperationsgebühren) an den Stammverein tätigen. Diese Summe entspricht etwa zwei Dritteln des Gesamtetats der Regionalligamannschaft. Mit dem verbleibenden 37.000 Euro könnte man in Grefrath in der kommenden Saison nicht mal das Niveau des GSC Moers aus diesem Jahr mitgehen, erklärte Thomas König weiter. Ebenfalls möchte der Stammverein Mitspracherecht haben, wenn die Ltd. Stellen wie zum Beispiel einen Sportlichen Leiter oder Trainer besetzt. Dieser Vertrag kommt einer Kündigung gleich, stellte der Geschäftsführer verärgert klar. ,Wenn man in Grefrath kein erfolgreiches Eishockey haben möchte, dann soll man mir das sagen und es ist Schluss.’“

Das Spiel war deutlich erfreulicher als die Begleitumstände. Von Beginn an lief Angriff um Angriff auf das Tor von Ex-Panther-Goalie Andre Schrills, der den verletzten Dennis Kohl vertrat. Doch auch die Neusser hatten in der Anfangsphase durchaus ihre Chancen. Doch bereits in der vierten Spielminute erzielten die Panther durch Carsten Ackers die 1:0-Führung. In einer schnellen Partie mit sehr hohem Regionalliganiveau standen häufig die Torhüter im Mittelpunkt des Geschehens und zeichneten sich mit sehr guten Paraden immer wieder aus. Es dauerte aber bis zur 17. Minute, ehe die Scheibe wieder den Weg ins Tor fand. Sascha Schmetz setzte sich nach schönem Zuspiel von Carsten Ackers durch und ließ dem NEV-Torhüter keine Chance.

Zu Beginn des zweiten Drittels waren es wiederum die Panther, die eine der vielen Chancen zum 3:0 verwerten konnten. Dennis Holstein erzielte den umjubelten Treffer auf Vorlage von Jan Lankes und Carsten Reimann. Kurz vor Ende des zweiten Drittels gelang dem NEV durch Lutz-Georg Klauck der Anschlusstreffer zum 3:1, doch Marco Hellwig stellte mit seinem ersten Tor für die Panther noch vor der Sirene den alten Abstand wieder her. 4:1 lautete der Stand nach dem zweiten Drittel.

Im letzten Abschnitt merkte man dem Team von Christian Hollmann dann aber an, dass die Kräfte nachließen und man Stand nun mehr in der Verteidigung. In der 43. Minute verkürzten die Neusser dann erneut. 4:2 lautete nun der Spielstand. Neben dem eigenen Spiel waren die Ohren der Verantwortlichen auch immer beim Ligarivalen Herner EG, der den ESV Hügelsheim zu Gast hatte. Die Herner mussten das Spiel unbedingt gewinnen um den Panthern noch die Türe zu den Play-offs offen zu halten. Zu diesem Zeitpunkt führte die HEG nach einer 3:0-Führung nur noch mit 4:3. Die Kräfte bei den Panthern ließen weiter nach, und durch Strafzeiten schwächte man sich jetzt noch mehr. Doch der sichere Rückhalt Christian Lüttges war heute wie seine Teamkollegen in Topform. Drei Minuten vor Ende agierten die Panther in Unterzahl, der NEV nahm seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis und der Gast kam auch prompt zum 4:3. Doch damit nicht genug, etwa zur selben Zeit glich der ESV Hügelsheim in Herne zum 4:4 aus.

Alles schien sich gegen die Panther zu verschwören, doch die Panther überstanden die letzten 120 Sekunden trotz Unterzahl schadlos. Seinen Teil der Aufgabe hatte man erfüllt, nun wartete man auf Neuigkeiten aus Herne. Und als der Stadionsprecher den 5:4-Erfolg der HEG bekannt gab, kannte der Jubel keine Grenzen mehr.

Tore: 1:0 (3:23) Ackers (Perlitz/6-5), 2:0 (16:44) Schmetz (Ackers, Büren/5-4), 3:0 (24:07) Holstein (Lankes, Reimann), 3:1 (37:29) Klauck (Sassen/5-4), 4:1 (39:31) Hellwig (Fischbach, Linda), 4:2 (42:49) Reisinger (Klauck, Geisler/4-4), 4:3 (57:58) Melia (Ackermann, Kozehevnikov/4-4). Strafen: Grefrath 22 + 10 (Schmetz), Neuss 22. Zuschauer: 594.


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