Sieg im Spitzenspiel gegen Herford

4:5 verloren – doch die Nierspanther sind Pokalsieger4:5 verloren – doch die Nierspanther sind Pokalsieger
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Am Freitag gab es eine Neuauflage des letztjährigen Pokalfinales zwischen dem Grefrather EC und dem Herforder EV. Die Voraussetzungen bei den Nierspanthern waren nicht perfekt, denn Trainer Arno Brux musste aus beruflichen Gründen passen. So musste Nachwuchstrainerin Sarah Thyßen das Traineramt übernehmen. Unterstützung erhielt sie dabei vom Kapitän und seinen Assistenten. Mit Erfolg: Die Nierspanther gewannen mit 6:3.

Herford drückte von Beginn an mit aggressivem Angriffsspiel auf das Tor von Dennis Corbeck. So hatte man sich das Spiel von Grefrather Seite aus nicht vorgestellt. Dementsprechend gerieten die Nierspanther in den ersten Minuten mächtig unter Druck, hatten aber das Glück auf ihrer Seite. In der fünften Spielminute wurde die erste Überzahl-Situation der Hausherren von Matthias Holzki zur 1:0-Führung genutzt. Der Jubel war kaum verklungen, da antwortete Herford binnen zwölf Sekunden mit dem Ausgleichstreffer zum 1:1.

Im zweiten Drittel war gerade erst eine Minute gespielt worden, da erhöhte wiederum Matthias Holzki für die Nierspanther auf 2:1. Doch wie schon zuvor sollte auch diese Führung sollte nicht lange bestehen bleiben. Herford versuchte weiterhin, mit offensiver Spielweise die Grefrather Abwehr zu überwinden. In der 26. Spielminute hatten sie schließlich Erfolg, und die aus Herford angereisten Gästefans durften zum zweiten Mal an diesem Abend jubeln: Es stand 2:2. Von diesem Tor völlig aus dem Konzept gebracht, musste Grefrath keine Minute später sogar die Herforder Führung hinnehmen und lag plötzlich 2:3 zurück. Das Spiel schien zu kippen. Doch in der 36. Spielminute schnappte sich Kapitän Marco Piwonski in eigener Unterzahl die Scheibe an der roten Linie, zog an der Herforder Abwehr vorbei und versenkte den Puck gekonnt zum viel umjubelten Ausgleich in die lange Ecke. Herford gab jedoch nicht auf und versuchte, wenn auch mit zum Teil unnötiger Härte, das Spiel doch noch für sich zu entscheiden. In der 39. Spielminute dann der Schock für die Grefrather: Gerrit Ackers wurde durch einen Check gegen den Kopf zu Fall gebracht. Aufgebracht ahndete er dieses Foul auf eigene Art und Weise und ließ die Fäuste sprechen. Als Folge der Boxeinlage wurde er mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe vorzeitig zum Duschen geschickt.

In der Pause mussten wohl die richtigen Worte gefallen sein, denn Grefrath kehrte mit deutlich erkennbarem Siegeswillen auf das Eis zurück. Innerhalb nur weniger Minuten – um genau zu sein, zwischen der 45. und 48. Spielminute – erhöhten die Nierspanther das Ergebnis durch Tore von Tobias Grossecker, Matthias Holzki und Fabian Peelen auf 6.3. Den unrühmlichen Höhepunkt fand das Spiel in der letzten Spielminute, als es zu einer regelrechten Massenschlägerei auf dem Eis kam, in deren Verlauf auf Grefrather Seite Carsten Reimann und Fabian Staudt jeweils eine Spieldauerdisziplinarstrafe erhielten. Somit sind diese beiden ebenso wie Gerrit Ackers für das nächste Spiel gesperrt.

Negativer Schlusspunkt des Spiels waren die Ausbrüche einiger so genannter „Fans“, die bereits vor dem Spiel durch ihr recht aggressives Verhalten aufgefallen waren. Aus diesem Grund war einigen Mitgliedern dieser Fangruppierung der Zugang zur Eishalle untersagt worden. Zusätzlich forderte der Vorstand Hilfe von der Polizei an, die zusammen mit den Ordnern dafür sorgte, dass es zumindest in der Halle ruhig blieb. „Für das Verhalten einiger ,Fans' können wir leider nichts. Wir können uns nur bei allen Zuschauern, egal ob aus Herford oder Grefrath für diese Entgleisungen entschuldigen und dafür sorgen, dass derartige Krawallbrüder in Zukunft keinen Zugang mehr zu den Spielen des Grefrather EC erhalten“, so die Verantwortlichen der Grefrather Nierspanther.