Sechs-Punkte-Wochenende der Wölfe perfekt

Kadan zu Gast im WolfsbauKadan zu Gast im Wolfsbau
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Der EHV Schönheide 09 und dessen Fans feiern ein perfektes Sechs-Punkte-Wochenende. Nach dem überzeugenden 6:3 (1:0, 2:2, 3:1)-Auswärtssieg am Freitag bei FASS Berlin, legten die Wölfe keine 24 Stunden später nach und besiegten am Samstag vor 500 Zuschauern im Schönheider Wolfsbau trotz zwischenzeitlichem 0:2-Rückstand auch die Black Dragons Erfurt deutlich mit 10:5 (2:2, 5:1, 3:2).

Das Nachholspiel am Freitag in Berlin hatten sich die Wölfe im Vorfeld sicher etwas schwieriger vorgestellt. Doch der altehrwürdige Wellblechpalast im Sportforum Berlin, indem die Partie aufgrund der Sperrung des Erika-Hess-Eisstadions ausgetragen werden mußte, schien nicht nur früher den Eisbären, sondern auch dem EHV 09 Glück zu bringen. Bereits nach 20 Sekunden gingen die Wölfe durch Matthias Krehl mit 1:0 in Führung. In der Folge versäumte es der EHV 09 aber, die von Beginn an deutliche Überlegenheit in weitere Tore umzumünzen. Chancen gab es in Hülle und Fülle, doch entweder scheiterten die Wölfe an Latte und Pfosten oder am guten FASS- Goalie Christian Krüger, welcher sein Team im ersten Drittel vor einem höheren Rückstand bewahrte.

Im zweiten Abschnitt das gleiche Bild. Die Wölfe waren weiter das klar bessere Team und erspielten sich Chance um Chance. Durch zwei Tore von Christian Müller (30.) und Miroslav Jenka (34.) wurden sie auch endlich für ihre Bemühungen belohnt und bauten die Führung auf 3:0 aus. Eigentlich hätte der Vorsprung beruhigende Wirkung haben sollen, doch FASS Berlin hielt nun etwas energischer dagegen und zwang die Wölfe zu Strafzeiten. In doppelter Überzahl gelang den Akademikern durch Thomas Leibrandt das 3:1 (37.) und durch eine Unachtsamkeit in der ansonsten sicheren EHV-Abwehr verkürzten die Berliner weiter und kamen kurz vor Ende des zweiten Drittels durch Daniel Kuch zum schmeichelhaften 3:2- Anschlusstreffer.

Auch im Schlussdrittel änderte sich am Spielverlauf nicht viel. Die Wölfe zeigten 60 Minuten lang eine konzentrierte Leistung und waren den Hausherren spielerisch überlegen. Dennoch blieb die Partie zumindest vom Ergebnis her weiter spannend, da der EHV 09 fahrlässig mit seinen Torchancen umging. Erst in der 50. Spielminute konnten die Wölfe erneut jubeln, als Miroslav Jenka auf Zuspiel von Pavel Weiss und Martin Vojcak auf 4:2 erhöhte. Im letzten Drittel hatte EHV- Schlussmann Sebastian Modes kaum einen Schuss zu halten und wurde in der 55. Minute kalt erwischt, als die Akademiker einen der wenigen Angriffe nutzten und durch Lucien Aicher das 4:3 erzielten. Doch die Wölfe ließen sich auch durch diesen Gegentreffer nicht aus der Ruhe bringen und nutzten im Endspurt ein Powerplay durch Daniel Jun zum 5:3 (59.). Matthias Krehl machte den verdienten Auswärtssieg letztendlich perfekt und traf 39 Sekunden vor dem Ende per Empty-Net-Goal zum 6:3- Endstand.

Tore: 0:1 (0:20) Krehl (Jun, Jenka), 0:2 (29:05) Müller (Weiss, Jun), 0:3 (33:08) Jenka (Krehl, Jun), 1:3 (36:45) Leibrandt (Labuhn, Harloff/5-3), 2:3 (39:09) Kuch (Leers), 2:4 (49:13) Jenka (Weiss, Vojcak), 3:4 (54:20) Aicher (Seelisch), 3:5 (58:18) Jun (Weiss, Jenka/5-4), 3:6 (59:21) Krehl (Jenka, Vojcak/ENG). Strafen: Berlin 14, Schönheide 10. Zuschauer: 132.

Die Wölfe kamen in Erfurt schwer in die Begegnung. Erfurt spielte aggressiv nach vorn und ging bereits in der 3. Minute durch Robert Schmidt mit 1:0 in Führung. Als dann auch noch Tim Donnelly in Überzahl auf 2:0 (9.) für die Gäste erhöhte, wich der Optimismus im Wolfsbau auf einen weiteren Heimsieg. Doch die Wölfe gaben sich noch lange nicht auf und verkürzten fünf Minuten später durch Matthias Krehl auf 2:1. Die Nummer 23 der Wölfe lief nach diesem Treffer zu Hochform auf. Nur drei Minuten nach seinem ersten Streich erzielte Matthias Krehl auch den Ausgleich für seine Wölfe, welche damit noch vor der ersten Pause zurück im Spiel waren.

Im zweiten Drittel kam die Tormaschinerie des EHV 09 so richtig auf Touren. Die Black Dragons mußten fast widerstandslos mit ansehen, wie durch Tore von Martin Vojcak (27.), Matthias Krehl (32.), Dustin Hered (34.) und erneut Matthias Krehl (35.) der schöne 2:0-Vorsprung in einen 2:6-Rückstand anwuchs. Zwar konnten die Gäste durch Schmidt in eigener Unterzahl auf 6:3 (37.) verkürzen, doch nur zwei Minuten später war Christian Heumann in doppelter Überzahl zur Stelle und markierte das 7:3 für seine Farben.

Im letzten Drittel kamen die Gäste zunächst wieder besser ins Spiel und erzielten durch Vavroch in Überzahl das 7:4 (41.). Doch die Wölfe spielten weiter wie aufgedreht und erhöhten durch Tore von Daniel Jun (44.) und Miroslav Jenka (53.) den Spielstand auf 9:4. Erfurt war schon längst geschlagen und konnte nur in Überzahl den Wölfen etwas Paroli bieten. Tim Donnelly gelang in der 57. Minute das 9:5, doch nur 30 Sekunden später machte André Lenk die Partie zweistellig und traf sehenswert zum 10:5 für die Wölfe.

Tore: 0:1 (2:18) Schmidt (Manske, Dimitrovici), 0:2 (9:00) Donnelly (Marak, Otte O./5-4), 1:2 (13:54) Krehl (Heumann), 2:2 (17:37) Krehl (Jenka, Heumann), 3:2 (26:57) Vojcak (Jenka, Krehl), 4:2 (31:14) Krehl (Jenka, Müller), 5:2 (33:25) Hered (Vojcak, Lenk), 6:2 (34:07) Krehl (Jenka, Jun), 6:3 (36:18) Schmidt (Weise, Dimitrovici), 7:3 (37:41) Heumann (Jun, Jenka/5-3), 7:4 (40:14) Vavroch (Otte O., Hofmann/5-4), 8:4 (43:56) Jun (Krehl, Jenka), 9:4 (52:27) Jenka (Krehl, Vojcak/5-4), 9:5 (56:21) Donnelly (Vavroch, Marak/5-4), 10:5 (56:51) Lenk (Hered, Stütz). Strafen: Schönheide 24, Erfurt 18. Zuschauer: 498.

Das ursprünglich für Sonntag, 14. März, angesetzte Heimspiel des EHV Schönheide 09 gegen die Blue Lions Leipzig muss aus organisatorischen Gründen seitens der Leipziger um zwei Wochen vorverlegt werden. Als neuen Termin einigten sich beide Vereine und die Ligenleitung auf Sonntag, 28. Februar, 17 Uhr im Schönheider Wolfsbau.

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