Schwarzer Tag für den NEV

Favorit war eine Nummer zu großFavorit war eine Nummer zu groß
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Es war nicht der Tag des Neusser EV. Keine Punkte, ein Spiel Sperre für Karl Jasik und ein Sturz in die Bande, der für Sebastian Geisler übel hätte enden können. Dass der Verteidiger mit einer Gehirnerschütterung davon gekommen zu sein scheint, war die beste und wichtigste Nachricht des Abends, an dem die Gastgeber mit 1:4 (0:1, 1:2, 0:1) gegen Lippe-Hockey Hamm unterlagen.

Trainer Andrej Fuchs, der trotz einer Lungenentzündung an der Bande stand, konnte mit Ausnahme von Kevin Brings auf seinen kompletten Kader zuzüglich Mike Höfgen zurückgreifen. Im ersten Abschnitt entwickelte sich ein interessantes und abwechslungsreiches Spiel mit wechselnden Vorteilen. Begannen die zuvor spielfreien Gäste leicht überlegen, so hatte der NEV in der zweiten Drittelhälfte mehr Spielanteile. Nachdem Karl Jasik in der Schlussminute die bis dahin beste Chance vergab, schien alles auf ein torloses Auftaktdrittel hinaus zu laufen, ehe Marc Polter von einer Konfusion in der Neusser Hintermannschaft profitierte und doch noch den Führungstreffer für die Gäste erzielte. Die Mannschaft um Kapitän Ronny Sassen ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken, machte zu Beginn des zweiten Abschnitts dort weiter, wo sie zuvor aufgehört hatte und wurde verdientermaßen mit dem Ausgleich belohnt (Schrills, 22.). Drei Minuten später bedankte sich Milan Vanek jedoch für den ihm überlassenen Freiraum und schoss die Gäste erneut in Front. Es folgten auf beiden Seiten Chancen im Minutentakt, und nachdem es hüben wie drüben am Torgestänge klingelte, konnte mit Carsten Plate ein weiterer Routinier für die Young Stars auf 1:3 erhöhen, die sich aufgrund ihrer überragenden ersten Reihe als das effektivere Team erwiesen. Die Neusser waren zu diesem Zeitpunkt in Gedanken wohl noch nicht zurück auf dem Eis, nachdem kurz zuvor Sebastian Geisler bei einem Zweikampf zu Fall gekommen war und daraufhin kopfüber in die Bande krachte. Nach einigen Minuten Behandlung konnte der Verteidiger jedoch immerhin selbständig den Weg in die eigene Kabine antreten. Auch für den angeschlagenen Boris Fuchs war die Partie vorzeitig beendet, der lange Zeit auf die Zähne gebissen hatte, im letzten Abschnitt jedoch passen musste. In dem überließen die cleveren Gäste dem NEV das Spiel, der sich auch durchaus bemüht, aber ohne die nötige Durchschlagskraft zeigte. Als sich dann aber die günstige Gelegenheit einer doppelten Überzahl bot, schlug die Hammer Top-Formation erneut zu und machte damit alles klar. Dass anschließend auch noch Karl Jasik mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe in die Kabine geschickt wurde, passte zu einem Abend, an dem das Glück nicht auf Seiten des NEV war.

Tore: 0:1 (19:32) Polter (Svejda, Vanek), 1:1 (21:30) H. Schrills (B. Fuchs, Oltmanns), 1:2 (25:19) Vanek (Polter, Plate), 1:3 (32:39) Plate (Svejda, Vanek/4-4), 1:4 (55:01) Jablonski (Svejda, Plate/5-3). Strafen: Neuss 16 + 5 + Spieldauer (Jasik), Hamm 18. Zuschauer: 178.

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