Schrills' Hattrick reichte nicht

Favorit war eine Nummer zu großFavorit war eine Nummer zu groß
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Beim Vorrunden-Abschluss gelang den Dinslakener Kobras beim 5:4 (1:1, 2:2, 2:1) gegen den Neusser EV die Revanche für die Hinspiel-Schlappe. Die Fuchs-Schützlinge liefen immer wieder einem Rückstand hinterher und mussten sich trotz eines Hattricks von Holger Schrills letztendlich knapp geschlagen geben.

Die letzte Begegnung des Jahres 2008 hatte für die Kontrahenten unterschiedlichen sportlichen Wert. Während sich die Gastgeber noch im Dreikampf um den dritten Platz befanden, stand der NEV bereits vor der Partie als Sechstplatzierter der Vorrunde fest. Obwohl die Kobras aufgrund der 10:1-Niederlage im Hinspiel noch eine zusätzliche Motivation für die Revanche hatten, verlief diese unter dem Strich fair und ausgeglichen. So kurz vor dem Beginn der Aufstiegsrunde schienen beide Mannschaften in erster Linie Verletzungen vermeiden zu wollen, was dennoch kein langweiliges Spiel zur Folge hatte. Den Dinslakener Führungstreffer durch Dario Schmitz konnte Boris Fuchs nach 12 Minuten mit dem Ausgleich kontern, wobei beide Treffer bei Neusser Überzahl fielen.

Auch im zweiten Abschnitt gelang es keinem der beiden Teams, sich nennenswerte Vorteile zu erarbeiten. Es sollte zum „Privatduell” der Torjäger Vanek und Schrills kommen, die sich ein regelrechtes Wettschießen lieferten. Während der Deutsch-Tscheche in Reihen der Kobras zweimal vorlegte, markierte der beste Neusser Torschütze jeweils den Ausgleich. Zum Ende des Drittels war der von 50 Fans begleitete NEV dem vierten Treffer näher als die Gastgeber, bei einigen guten Überzahl-Gelegenheiten scheiterte man jedoch an Dennis Kohl, der bekanntlich vor der Saison die Seiten gewechselt hatte.

Die Entscheidung sollte erst im letzten Drittel fallen und wieder waren es die Traberstädter, die den Führungstreffer bejubeln durften. Mit Sebastian Haßelberg trat ein weiterer Ex-Neusser in Erscheinung, ehe Benjamin Musga erstmalig für einen Zwei-Tore-Vorsprung des ECD sorgte. Trotz dieser weiteren Rückschläge gab sich die Mannschaft um Kapitän Ronny Sassen weiterhin nicht geschlagen und verkürzte durch Holger Schrills’ dritten Treffer den Abstand. In der Schlussphase waren die Neusser das aktivere Team, das einen Punktgewinn durchaus verdient gehabt hätte, doch auch bei den letzten Angriffen war spätestens beim Dinslakener Goalie Endstation, der seinem Team den vierten Tabellenplatz rettete.

Tore: 1:0 (11:52) Da. Schmitz (Schmetz/4-5), 1:1 (12:07) Fuchs (Oltmanns/5-4), 2:1 (22:58) Vanek (Bergmann), 2:2 (31:01) H. Schrills (Oltmanns, Fuchs), 3:2 (32:20) Vanek (Musga, Schmetz), 3:3 (34:51) H. Schrills (Cappellano, Fuchs), 4:3 (44:40) Haßelberg (Bergmann, Musga), 5:3 (50:32) Musga (Haßelberg), 5:4 (53:30) H. Schrills (Cappellano). Strafen: Dinslaken 14, Neuss 4. Zuschauer: 252.

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