Schönheide ohne Glück bei Saale Bulls

Entscheidung vertagt: 1:1 zwischen Wölfen und DrachenEntscheidung vertagt: 1:1 zwischen Wölfen und Drachen
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„Hätte, wenn und aber“ oder „Hast du kein Glück, kommt auch noch Pech dazu“, so in etwa kann man das Phrasenschwein auch nach dem Spiel des EHV Schönheide am Freitagabend beim ESC Halle 04 füllen. Mit 5:3 (2:0, 1:1, 2:2) verloren die Wölfe bei den Saale Bulls und warten nun schon seit dem ersten Spieltag auf einen Auswärtssieg und auf ein Erfolgserlebnis. Gut gespielt und gekämpft, den Gegner über die Hälfte des Spiels im Griff gehabt und doch steht der EHV wieder ohne Punkte da.

Wenn man der Mannschaft nach dem Spiel überhaupt einen Vorwurf machen kann, dann nur damit, dass man das erste Drittel ziemlich verschlafen hat und die eigenen Chancen nicht konsequent genug genutzt hat. Gleich das erste Überzahlspiel brachte die Saale Bulls durch Miklik mit 1:0 (7.) in Front. Halle hatte im ersten Abschnitt mehr Spielanteile und so konnte sich Oliver Granert ein ums andere Mal auszeichnen, insgesamt eine sehr gute Vorstellung des 20-jährigen Keepers. Auch das 2:0 in der 15.Minute resultierte aus einer Überzahlsituation der Hausherren. Die Zwei-Minuten-Strafe von Holger Mix war zwar gerade abgelaufen, doch Kevin Müller traf mit abgefälschtem Schuss zur Pausenführung für den ESC Halle 04.

Zu Beginn des zweiten Drittels drängte der EHV sofort auf den Anschlusstreffer. Beste Einschussmöglichkeiten blieben jedoch ungenutzt oder fanden im guten Hallenser Keeper Tim Schnelle ihren Meister. Es dauerte bis zur 31. Minute, ehe Miroslav Jenka die gut 20 mitgereisten Wölfefans zum Jubeln brachte. Schönheide bestimmte jetzt das Geschehen auf dem Eis. Halle, oft in die Defensive gedrängt, hatte Mühe den Vorsprung zu verteidigen. Doch wer keine Tore schießt, der bekommt sie eben. Die Wölfe im Powerplay, waren so mit dem Ausgleich beschäftigt, dass man die abgelaufene Strafe von Bulls-Kapitän Kimstatsch zu spät realisierte und dieser nach Vorlage von Miklik allein auf EHV-Goalie Granert zulief und das 3:1 (36.) markierte.

Der Schlussabschnitt begann für die Wölfe furios. Gerade 26 Sekunden waren gespielt, als Daniel Jun der erneute Anschlusstreffer zum 3:2 gelang. Von Halle war außer ein paar Entlastungsangriffen nichts mehr zu sehen. Wiederum ließ der EHV gute Chancen ungenutzt und so reichte eine Unaufmerksamkeit in der Verteidigung aus, um den ESC wieder mit zwei Toren in Führung zu bringen. Alexander Zille traf aus dem Gewühl heraus in der 52. Minute. Doch die Moral der Wölfe schien ungebrochen. 120 Sekunden vor Schluss agierte Schönheide in Überzahl und nahm zusätzlich auch noch Oliver Granert aus dem Tor. In der 59. Minute gelang Miroslav Jenka das 4:3 und Sven Schröder und Holger Mix hatten sogar noch den Ausgleich auf dem Schläger, doch drei Sekunden vor dem Ende zerstörte Kasperczyk alle Bemühungen der Wölfe und traf per Empty-Net-Goal zum 5:3.

Tore: 1:0 (6:35) Miklik (Dostal, Müller K./5-4), 2:0 (14:39) Müller K. (Miklik, Blazyczek), 2:1 (30:27) Jenka (Jun, Schröder/4-4), 3:1 (35:44) Kimstatsch (Miklik, Müller K.), 3:2 (40:26) Jun (Jenka, Schröder), 4:2 (51:20) Zille (Czaika, Janke), 4:3 (58:53) Jenka (Mix, Jun/6-4), 5:3 (59:57) Kasperczyk (Ciganovic, Kimstatsch/ENG). Strafen: Halle 12, Schönheide 16. Zuschauer: 787.

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