Schock erlöst Wölfe 59 Sekunden vor Schluss

Wölfe verzichten auf Oberliga-TeilnahmeWölfe verzichten auf Oberliga-Teilnahme
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Drittes Spiel, dritter Sieg: Die Harzer Wölfe liegen in der Meisterrunde der Regionalliga Nord weiter voll auf Kurs. Beim Auswärtsspiel in Adendorf mussten die Wölfe vor rund 300 Zuschauern aber lange um die drei Punkte zittern, erst 59 Sekunden vor Schluss gelang Christian Schock der umjubelte 3:2 (0:1, 1:0, 2:1)-Siegtreffer. Zuvor waren die Harzer zwar klar feldüberlegen, scheiterten aber immer wieder am überragenden Adendorfer Keeper Michal Marik.

Das Spiel begann für die Gastgeber mit einem Traumstart. Jan Krambeer markierte mit dem ersten Schuss nach zwölf Sekunden die Führung, den defensiv eingestellten Adendorfern spielte der frühe Vorsprung natürlich in die Karten. In der Folge entwickelte sich eine vor allem von Seiten des AEC hart geführte Partie. Leidtragender auf Seiten der Wölfe war wieder einmal Andreas Bippus, der blutend und mit gebrochener Nase vom Eis musste, später aber wieder zurückkehrte. Adendorfs Tim Exner erhielt für das Foul eine Spieldauerstrafe, die folgende Überzahl konnten die Harzer aber ebensowenig nutzen wie eine doppelte Überzahl zuvor.

In der 22. Minute gelang Stefan Bilstein nach Maßvorlage von Schock endlich der verdiente Ausgleich. Danach war es aber immer wieder Marik, der die Wölfe zur Verzweiflung brachte. Die größte Tat war eine Parade in Fußballtorwart-Manier, als der Tscheche per Hechtsprung einen Schuss von Alexander Deibert noch von der Linie kratzte (34.). Wenngleich deutlich weniger gefordert, so musste auch Wölfe-Goalie Mario D'Antuono auf der Hut sein, parierte bei Matthias Hofmanns Unterzahl-Break jedoch prächtig (35.).

Im Schlussabschnitt bestimmten weiter die Wölfe das Geschehen, zumal die Adendorfer weiter kräftig die Strafbank bevölkerten. In der 45. Minute jubelten trotzdem die Heidschnucken, Hauptschiedsrichter Kärgel entschied allerdings zum Entsetzen des AEC, dass D'Antuono den Puck noch vor der Linie gestoppt hatte. So konnten in der 50. Minute die Harzer ihre vierte doppelte Überzahl endlich nutzen und die 2:1-Führung erzielen, Bilstein war als letzter am Puck. Adendorf kämpfte sich noch einmal zurück, Jasek Piechuttas feine Einzelleistung bedeutete das 2:2 (54.). Die Wölfe drückten danach wieder auf den Sieg, und tatsächlich gelang Schock kurz vor Schluss noch das erlösende 3:2.

„Wichtig sind heute nur die drei Punkte. Wir haben in Überzahl nicht konsequent genug gespielt. Der Torhüter der Adendorfer war sehr stark“, sagte nach Spielschluss ein sichtlich erleichterter ESC-Trainer Bernd Wohlmann.

Viel Zeit zum Ausruhen haben die Wölfe freilich nicht. Bereits am Dienstag steht das Pokalhalbfinale gegen die Blue Lions Leipzig auf dem Programm, Beginn im heimischen Braunlager Wurmbergstadion ist um 20 Uhr. Auf Grund zahlreicher im Adendorf-Spiel erlittener Blessuren wird den Wölfen wohl nur ein kleiner Kader zur Verfügung stehen. Dennoch: Die Favoriten aus der Messestadt, in Liga und Pokal bisher noch unbesiegt, sollen geärgert werden. Und wo ginge dies besser als im Pokal, der ja bekanntlich seine eigenen Gesetze hat. Bereits in der Gruppenphase spielten die Wölfe gegen die Blue Lions, das Heimspiel musste seinerzeit nur knapp mit 3:4 abgegeben werden.

Tore: 1:0 (0:12) Krambeer (Böttger), 1:1 (21:28) Bilstein (Schock, Deibert), 1:2 (49:51) Bilstein (Schneider, Deibert/5-3), 2:2 (53:49) Piechutta (Zech, Alexander/4-4), 2:3 (59:01) Schock (Blank, Deibert/5-4). Strafen: Adendorf 34 + 10 (Heideck) + 10 (Krambeer) + 10 (Zech) + 5 + Spieldauer Exner, Braunlage 18. Zuschauer: 270.

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