Salzgitter Icefighters verlieren Strafzeitendebakel gegen Sande3:6-Niederlage gegen die Jadehaie

(Foto: Jens Bartels/Salzgitter Icefighters)(Foto: Jens Bartels/Salzgitter Icefighters)
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Von einem Abtasten war im Duell gegen den Tabellenführer keine Spur. Sogleich gingen beide Teams mit vollem Einsatz in das Spiel, wobei die Hausherren mit enormem Angriffsdruck aus der Kabine kamen, was es den Jadehaien nicht einfach machte Offensivakzente zu setzen. Dennoch war es die Mannschaft aus dem Norden, die nach knapp fünf Minuten per Konter mit 1:0 in Führung ging. Die Männer von Radek Vit ließen sich davon nicht beirren und erzielten durch einen Sololauf von Thomas Herklotz den verdienten Ausgleich zum 1:1 (11.) und drehten mit einem sensationellen Treffer von Yannick Meve kurz vor der Pause das Spiel. Dabei sprang der Stürmer in einen Schuss von Cedric Schröder und jagte die Scheibe unhaltbar zum 2:1 (19.) in die Maschen. Die Freude währte allerdings nur kurz, Sande egalisierte den Spielstand nur vier Sekunden vor der Sirene. „Das sind die Kleinigkeiten, die dann entscheiden. Beim 2:2 beispielsweise, als wir den Pass in die Mitte gespielt haben. Das darf halt nicht passieren, so eine Führung muss man mit in die Pause nehmen“, so der Coach.

Trotzdem man mit dem Gegentreffer in die Kabine musste, startete die Vit-Truppe auch in den zweiten Abschnitt stark und belohnte sich folgerichtig mit dem Tor von Michael Kopke zum 3:2 (21.). Sah es nun noch eine Weile danach aus, als hätten die Schwarz-Grünen die Partie in der Hand, so kippte das Geschehen zur Spielmitte. Es folgten reihenweise Strafzeiten, mit denen der Salzgitteraner Trainer haderte: „Die Definitionen der Strafen haben sich im Verlauf des Spiels immer wieder verändert. Da konnte ich nicht jede Entscheidung nachvollziehen – allerdings auf beiden Seiten. Das hat den Spielfluss unterbrochen, es wurde ja kaum noch fünf gegen fünf gespielt.“ Der ECW nutzte das Momentum und zeigte sich im Powerplay effektiv. So erzielte Sande den nächsten Ausgleich in Überzahl (30.) und schickte den Gastgeber zu allem Unglück mit einem 3:4 (36.) in die zweite Pause.

Im Schlussabschnitt setzte sich das Strafzeitendebakel fort, das Spiel hatte mit dem hochklassigen Duell der ersten 30 Minuten nichts mehr zu tun. Die Überhand hatte keines der beiden Teams, doch das Auswärtsteam machte aus den zahlreichen Strafen mehr. Während Salzgitter keine dieser Gelegenheiten nutzen konnte, netzten die Jadehaie noch zwei weitere Male im Powerplay ein (50., 55.) und entschieden die Partie somit für sich. „Wir haben die Überzahlsituationen nicht gut gespielt, das war entscheidend. Sande hingegen hat seine Möglichkeiten im Powerplay genutzt und sich den Sieg durch die Effektivität verdient“, resümierte der Ex-Profi.

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