Salzgitter Icefighters feiern Kampf-Sieg in AdendorfKantersieg gegen den Hamburger SV

(Foto: Jens Bartels/Salzgitter Icefighters)(Foto: Jens Bartels/Salzgitter Icefighters)
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Dabei tat sich die Mannschaft von Cheftrainer Radek in Adendorf zunächst schwer, verpasste es, trotz zahlreicher Gelegenheiten im ersten Drittel, die Scheibe in das Gehäuse zu verfrachten. So ging es torlos in den Mittelabschnitt, in dem Luca Häufler nach wenigen Minuten für die erlösende 0:1-Führung (23.) sorgte. Das ließ der Tabellenletzte nicht lange auf sich sitzen und egalisierte auf 1:1 (28.). Darauf hatte Michael Kopke allerdings eine unmittelbare Antwort parat und stellte nur 62 Sekunden später mit seinem Treffer zum 1:2 (29.) den alten Abstand wieder her. Kurz nach Beginn der letzten 20 Minuten kämpfte sich der AEC in die Partie zurück und markierte mit dem 2:2 (42.) den nächsten Ausgleich. Die Stahlstädter blieben dran und wollten um jeden Preis die Oberhand behalten. Schließlich jagte Michael Kopke mit dem 2:3 (52.) seinen zweiten Treffer des Tages – und damit das Siegtor in Überzahl in die Maschen.

Gegen den Hamburger SV, der personell noch angeschlagener als die Gastgeber antreten musste, sahen die rund 350 Zuschauer ein ganz anderes Spiel. Zwar setzten sich auch die Hanseaten zur Wehr, doch die Schwarz-Grünen meldeten per Doppelschlag von Arthur Bippus (5.) und Luca Häufler (6.) schon früh ihre Ambitionen an. „Wir haben super angefangen und uns auch verdient früh in Führung gebracht, bevor wir in eine kleine Schwächephase abgerutscht sind. Da waren wir etwas zu arrogant und dachten schon, dass der Gegner geschlagen ist“, kommentierte Vit. „Trotzdem sind wir mit dem Vorsprung in den Mittelabschnitt gegangen und haben dort wieder angefangen, unser Spiel durchzuziehen“, ergänzte der Ex-Profi.

So gelang es Thomas Herklotz noch 26 Sekunden vor der ersten Pause auf 3:1 (20.) zu stellen, was den HSV aber keineswegs schockierte – das Gästeteam nutzte ein Powerplay und verkürzte kurz nach Wiederanpfiff auf 3:2 (22.). Es dauerte rund zehn Minuten, bis es wieder Herklotz war, der mit dem 4:2 (32.) eine extrem starke Phase der Hausherren einleitete. „Im Mittelabschnitt hatten wir wieder viel Zug zum Tor und haben auch defensiv gut gestanden, so kamen wir auch verdient mit einer noch höheren Führung in den Schlussabschnitt“, sagte der Deutsch-Tscheche zufrieden. Zweimal schlug es noch ein im Hamburger Tor. Innerhalb von guten zwei Minuten ließen es Viktors Ponatovskis (34.) und Petr Binias (36.9 jeweils im Powerplay krachen, sodass es mit einem Zwischenstand von 6:2 in die letzten 20 Minuten ging.

Auch dort behielten die Icefighters die Kontrolle und kamen sogar in den Genuss einer fünfminütigen Überzahl, die allerdings ungenutzt blieb. „Wir hatten gute Kontrolle, haben aber aus dem langen Powerplay nichts gemacht.“ Trotzdem zappelte es in der 52. Minute nochmals im Hamburger Netz, als Trainersohn Lukas Vit in Überzahl für den Endstand von 7:2 sorgte. „Am Ende hat es die Mannschaft defensiv so gut gemacht, dass wir auch nochmal René Schoch auf ein paar Minuten Eiszeit kam, nachdem Dennis Korff bis dahin wieder einmal überragend gehalten hatte.“ Schoch durfte die letzten zwölf Minuten das Salzgitteraner Gehäuse hüten und erledigte seinen Job fehlerfrei.