Rumpftruppe der Wölfe unterliegt Leipzig

Wölfe verzichten auf Oberliga-TeilnahmeWölfe verzichten auf Oberliga-Teilnahme
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Der Traum vom Finale, für die Harzer Wölfe ist er wohl ausgeträumt. Im Halbfinalhinspiel des Nordost-Pokals unterlagen die Harzer Wölfe den Blue Lions Leipzig vor heimischer Kulisse mit 3:11 (1:3, 1:4, 1:4). Vor knapp 300 Zuschauern stand ESC-Coach Bernd Wohlmann allerdings nur eine Rumpftruppe mit gerade einmal zehn Feldspielern zur Verfügung.

Zudem ging der Start des Spiels aus Braunlager Sicht gehörig daneben. Gerade 180 Sekunden waren gespielt, da lagen die Blue Lions bereits mit zwei Toren in Front. Zunächst verlor ESC-Torwart Mario D'Antuono einen eigentlich harmlosen Distanzschuss von Christopher Kasten aus den Augen, der Puck schlug zum Entsetzen der Wölfe im Kasten ein (3.). Kurz darauf war auch Lars Müller erfolgreich (3.). Die Gastgeber brauchten dagegen eine gehörige Anlaufzeit. Dann aber gelang Alexander Deibert der Anschlusstreffer (12.). Kurz darauf hatte Stefan Bilstein sogar die Chance zum Ausgleich, er scheiterte jedoch an Adam Ondraschek im Leipziger Tor. Glück hatten die Wölfe, als Verteidiger Bruno Kähm einen Befreiungsschlag an den eigenen Pfosten setzte, Pech dagegen beim dritten Gegentor: Markus Wittings Schuss von der blauen Linie wurde zu einer abgefälschten Bogenlampe, der Puck schlug genau mit Ende des ersten Drittels im Netz ein.

Die endgültige Endscheidung fiel anschließend bereits in den ersten Minuten des Mittelabschnitts. Erneut Witting (24.), dann Patrick Schmid (25.) sorgten für klare Verhältnisse, Leipzig führte mit 5:1. Wieder Witting (33.) und Lars Müller (34.) erhöhten weiter für die Blue Lions, Deibert konnte mit einem schönen Solo den zweiten Treffer für die Wölfe erzielen (38.).

Ohne Probleme kontrollierten die Leipziger auch im Schlussabschnitt das Geschehen. Zweimal Lars Hoffmann (45. und 47.) sowie Florian Eichelkraut (53.) sorgten für ein zweistelliges Ergebnis, ehe Bilstein noch einmal für die Harzer traf (55.). Der Schlusspunkt gehörte jedoch den Gästen, von der Strafbank kommend machte Witting sein viertes Tor des Abends (60.).

Nach der 3:11-Niederlage sind die Chancen der Wölfe auf das Pokalfinale nur noch theoretischer Art, im Rückspiel am 23. Februar in Leipzig wäre ein völlig utopischer Sieg mit neun Toren Vorsprung nötig. Wölfe-Coach Wohlmann war nach Spielschluss auch nicht unbedingt über die Niederlage sauer. „Das wir gegen Leipzig eigentlich kaum eine Chance haben, war abzusehen. Mich ärgert viel mehr, dass gewisse Dinge auf dem Eis nicht konsequent umgesetzt wurden“, ärgerte sich der ESC-Trainer.

Tore: 0:1 (2:38) Kasten (Witting, Hoffmann), 0:2 (3:00) L. Müller (Eichelkraut, J. Müller), 1:2 (11:38) Deibert, 1:3 (19:59) Witting (Potac, Mikesz), 1:4 (23:52) Witting (Eichelkraut, L. Müller), 1:5 (24:58) Schmid (Eichelkraut, Potac), 1:6 (32:50) Witting (Eichelkraut), 1:7 (34:22) L. Müller (Kasten, Witting), 2:7 (37:03) Deibert (Bilstein), 2:8 (44:36) Hoffmann (Lehmann), 2:9 (46:51) Hoffmann (L. Müller), 2:10 (52:31) Eichelkraut (Potac, L. Müller), 3:10 (54:34) Bilstein (Deibert), 3:11 (59:08) Witting (Potac, L. Müller). Strafen: Braunlage 2, Leipzig 2. Zuschauer: 256.

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