Rene Reuter schießt Grefrath in die Regionalliga

Rene Reuter schießt Grefrath in die RegionalligaRene Reuter schießt Grefrath in die Regionalliga
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Der Traum bekam gleich beste Nahrung, denn nach 14 Sekunden tauchte Kristian Isenberg vor dem Tor der Kobras auf. Dennis Rudolph blieb zunächst Sieger in diesem Duell, doch Christoph Köster reagierte blitzschnell und beförderte die Scheibe zum 1:0 für den Phoenix ins Netz. Das war natürlich ganz nach dem Geschmack der Verantwortlichen und auch der Funke, den die Fans brauchten um dem Team zur Seite zu stehen. Die Gäste kamen mit dem Druck der GEG überhaupt nicht zurecht und so stand immer wieder Dennis Rudolph im Mittelpunkt. Allerdings verpasste Grefrath den schnellen zweiten Treffer und so konnten die Kobras in der zehnten Minute einen ersten gefährlichen Angriff fahren. Die Scheibe schien hinter dem Tor der GEG gesichert, doch die Gäste setzen nach. Benedikt Hüsken brachte den Puck vor das Gehäuse und wurde direkt von Marcel Krzyzyk für einen Torschuss genutzt, den Goalie Dominik Henning glänzend parieren konnte. Allerdings kam Dominick Spazier zum Nachschuss und der Spielstand lautete 1:1. Der Phoenix rückte das Federkleid zurecht und kam 120 Sekunden später zur erneuten Führung. Der vielversprechende Angriff lief über Jan Stockenschneider und Kristian Isenberg. Am Ende kam Christoph Köster an die Scheibe und versetzte Dennis Rudolph an diesem Abend zum zweiten Mal. Dinslaken kannte in dieser Phase keine Antwort und nur wenige Sekunden später lief wieder einer dieser schnellen Angriffe des Phoenix. Plötzlich stand Andreas Bergmann frei vor dem Tor, jagte die Scheibe aber gegen die Latte. Doch das Team von der Niers blieb dran und wurde in der 19. Minute belohnt. In Überzahl fuhren die Blau-Gelben einen feinen Angriff über Thomas Müller und Kristian Isenberg. Diese spielten Jan Stockenschneider frei, der die Scheibe halbhoch ins Netz jagte und auf der Tribüne hielt es keinen mehr auf den Sitzen. Mit dem 3:1 ging es in die Pause.

Zum zweiten Drittel kamen die Kobras doch dann ganz anders auf das Eis. Man wollte das Spiel drehen und setzte auch die ersten Duftmarken. In der 23.Minute half dann ein kurioser Treffer, diesem Glauben nochmal Nachdruck zu verleihen. Dirk Schmitz und Marcel Krzyzyk brachten die Scheibe zum freistehenden Fabian Jakobowski. Dieser lief bis in die neutrale Zone und schoss die Scheibe einfach einmal in Richtung Tor der GEG. Der Puck wurde von einem Verteidiger der GEG noch leicht berührt und bekam eine unberechenbare Flugbahn, die zum Entsetzen aller Blau-Gelben ins Tor führte. Die Kobras waren wieder im Spiel und witterten die große Chance auf den Ausgleich, denn nun zeigte Grefrath ein wenig Nervenflattern. Und in der 32.Minute fiel dann tatsächlich der Ausgleich. Pierre Klein konnte sich einmal entscheidend durchsetzen und bediente Jan Anton Baron. Dieser lief auf das Tor zu, legte aber nicht ab, sondern schob den Puck aus kurzer Distanz an Dominik Henning vorbei. Die Fans der Kobras feierten nun frenetisch das eigene Team, sich selber, ganz Dinslaken und den Einzug ins Finale, doch trotz weiterer Chancen blieb es zur Pause beim 3:3.

Der letzte Abschnitt war dann nichts für schwache Nerven, denn mancher Zuschauer sollte an diesem Abend noch seine eigenen Fingernägel oder die des Sitznachbarn anknabbern. Beide Verteidigungen leisteten einen guten Job und machten den Laden dicht. So belauerte man sich erstmal und suchte den entscheidenden Pass um den Gegner den „Gnadenschuss“ zu verpassen. In der 50. Minute kassierte die GEG dann gleich zwei Strafzeiten binnen 28 Sekunden und Dinslaken durfte mit 5:3 in Überzahl agieren. Es hielt keinen Zuschauer auf den Sitzen und die Stimmung kochte in beiden Lagern fast über. Dinslaken drängte, doch die drei Akteure der GEG leisteten erbitterten Widerstand. Dann die entscheidende Szene des Spiels. Thomas Müller erkämpfte sich die Scheibe genau in dem Moment, als Rene Reuter von der Strafbank startete. Es folgte kein Befreiungsschlag, sondern ein Zuckerpass. Die Kobra-Verteidiger hatten Rene Reuter völlig übersehen und wurden vom Routinier überlaufen. Dieser nahm die Scheibe mit, lief noch drei Meter und schoss die Scheibe mitten ins Herz der Kobras. Nun tobte das Stadion, denn Grefrath traf nicht nur in Unterzahl, sondern blieb auch trotz der noch laufenden Strafzeit von Gerrit Ackers ohne Gegentor. Dinslaken riskierte in den letzten Minuten alles, nahm auch noch den Goalie raus, doch Rene Reuter hatte sein Team, die Fans und den Verein in der 52. Minute längst in die Glückseeligkeit geschossen. Grefrath steht damit als erster Aufsteiger in die Regionalliga fest.

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