Regionalliga Nord nimmt Form an

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Am 23. Mai trafen sich die Vertreter der Vereine der Regionalliga Nord in Hannover und verhandelten über den Modus und die Zusammensetzung der Liga für die kommende Saison. Die Fans der Timmendorfer Beachboys dürfen sich auf einige neue, interessante Vereine freuen und auf eine Saison, die von den Voraussetzungen her attraktiver und sportlich anspruchsvoller werden dürfte.

Aus der abgelaufenen Saison nehmen neben dem EHC Timmendorfer Strand der Hamburger SV, die Pferdeturm Towers aus Hannover, die Langenhagen Jets, der Adendorfer EC und auch die Harzer Wölfe teil, die auf einen Aufstieg in die Oberliga verzichten mussten. Die 1b-Mannschaft aus Wolfsburg wird hingegen nicht mehr an der Regionalliga teilnehmen. Zu diesen Mannschaften gesellen sich noch fünf neue Teams. Mit den Wedemark Scorpions steigt ein alter Rivale aus der Verbandsliga auf. Ebenfalls aus der Verbandsliga kommen die Crocodiles Hamburg in die Regionalliga und ihnen folgt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch noch die Mannschaft aus Salzgitter (wohl als Gemeinschaft aus EHC und SENF). Somit wird die neue Regionalliga einige Namen bieten, mit denen langjährige Fans viele spannende Duelle verbinden dürften. Als neues Team werden die Weser Stars an der Regionalliga teilnehmen. Hierbei handelt es sich um eine Spielgemeinschaft der beiden bisherigen Verbandsligateams REV Bremerhaven 1b und Bremer EC, die in Bremerhaven trainieren und ihre Heimspiele im Bremer „Paradice“ austragen wollen, in dem die Beachboys in der Verbandsliga-Saison 2006/07 schon einmal zu Gast waren. Bei den Weser Stars, die vom Ex-Timmendorfer Tray Tuomie trainiert werden, handelt es sich um ein ehrgeiziges Projekt mit dem Ziel, Eishockey in Bremen populärer zu machen und die Halle (1200 Plätze) durchweg gut zu füllen. Aus dem Osten kommt zudem der Rostocker EC neu in die Regionalliga Nord, so dass es wieder ein Ostseederby geben wird. Noch nicht ganz klar ist aber, welche Mannschaft der Rostocker teilnehmen wird. Sollte es keine Oberliga geben bzw. der Rostocker EC an dieser nicht mehr teilnehmen wollen, würde mit den Piranhas die erste Mannschaft des REC in die Liga kommen. Sollten die Piranhas in der Oberliga bleiben, wird die 1b-Mannschaft in der Regionalliga starten.

Diese elf Teams werden zunächst ab frühestens September eine Einfachrunde ausspielen. Die besten sechs Teams spielen anschließend eine Meisterrunde, die restlichen Teams eine Abstiegsrunde. Der Letztplatzierte der Abstiegsrunde spielt in einer Relegationsrunde gegen den Verbandsligameister um den Klassenerhalt. Im Anschluss an die Meisterrunde wird es noch Play-offs geben, wobei noch zu klären ist, ob es bei diesen eventuell eine Verzahnung mit der Regionalliga NRW und/oder Ost geben wird.

Mit diesem Modus und dem Ziel der Ligenleitung, dass alle Vereine bis mindestens Mitte März im Ligenbetrieb sind, wurde sowohl dem Wunsch der ambitionierten Teams nach mindestens 15 Heimspielen nachgekommen, aber auch darauf geachtet, dass die Saison trotzdem für die „kleineren“ Vereine zu stemmen ist. Für die Beachboys stellt das Erreichen der Meisterrunde das Minimalziel da. Die Teams einigten sich darauf, dass künftig nur noch zwei ausländische Spieler eingesetzt werden dürfen und für jeden dieser Kontingentspieler zwei zusätzliche U23-Spieler spielen müssen.

Da die Eckdaten des Modus jetzt bekannt sind und man mit 15 Heimspielen rechnen kann, wird sich in den kommenden Wochen intensiv mit dem Etat und der Kaderplanung für die kommende Saison beschäftigt

werden. Am 16. August findet in Hannover die Termintagung fest, auf der der Spielplan erstellt werden soll. (KS)