Platz eins soll’s werdenTSV Schott Mainz

Platz eins soll’s werdenPlatz eins soll’s werden
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„Wir haben zwei Drittel lang sehr stark gespielt“, sagte Wölfe-Mannschafsführer Milan Nosek. Das Team ging mit einer 4:3-Führung in den Schlussabschnitt. „Dann haben die Kräfte nachgelassen“, so Nosek. Am Mittwoch, 3. Oktober, gibt es in Rheinmünster die Revanche.

Nach dem ersten Freundschaftsspiel gegen den EHC Mitterteich zwei Wochen zuvor konnte es für die neuen Wölfe des TSV Schott Mainz auch nur besser werden. Unterbesetzt mit elf Spielern ging es in Bayern aufs Eis, zudem mit erheblicher Verzögerung: Der PKW mit der Ausrüstung war auf dem Weg Richtung tschechische Grenze liegengeblieben und erst eine Weile nach der ebenfalls schon überfälligen Mannschaft eingetroffen. Schließlich gab es für das Mainzer Team, das noch keine einzige Trainingseinheit absolviert hatte, eine 2:10-Klatsche. „Aber Hut ab vor unserer Leistung im zweiten und dritten Drittel“, resümierte Mannschaftsführer Milan Nosek. Nach einem desaströsen ersten Drittel (0:6) blieben die folgenden mit 1:1 und 1:3 im Rahmen. Immerhin traten die Wölfe gegen eine komplette und bereits eingespielte Heimmannschaft an, in deren Reihen sich auch diverse tschechische Oberligacracks befinden.

Als Standortbestimmung konnte dieser Kaltstart nicht taugen. Nosek geht die neue Saison vielmehr mit großem Selbstvertrauen an, der jüngste Test gegen Hügelsheim dürfte ihn darin bestärken. Nachdem in den vergangenen beiden Spielzeiten jeweils erst im Finale der Hessenliga gegen Kassel Endstation war, starten die Wölfe nun wieder in der ebenfalls fünftklassigen Rheinland-Pfalz-Liga. Der Verlust von Coach Holger Pöritzsch, der nun in Bad Nauheim die Bundesligajugend trainiert, sei schmerzvoll, gesteht Teamführer Nosek. Und die neue Liga sei „sicher nicht schwach“. Gleich zum Auftakt am 21. Oktober gastiert der EV Bitburg in der Eishalle am Bruchweg: „Ein starkes Team, viele amerikanische Spieler“, weiß Nosek. Bitburg, Beaufort (in Luxemburg), Neuwied – auch die Wege sind weiter in der neuen Liga. Gespielt wird eine Doppelrunde.

Das Ziel für die neue Saison ist Platz eins. Vertrauen in den Kader, der zu einem Teil aus Neuzugängen besteht, sowie in den neuen Spielertrainer Alexey Gebel hat Nosek. Gebel wurde aus Wiesbaden verpflichtet, der Mittdreißiger coacht und geht bei den Spielen auch aufs Eis. Mannschaftsführer Nosek attestiert ihm eine „Top-Kondition“ und auch das richtige Auge. Denn in den ersten Trainingseinheiten wird sich entscheiden, ob noch Spieler aus dem A-Kader in die zweite Mannschaft gehen müssen. Und mit dem neuen Semester kommen neue Studenten. „Kann sein, dass uns das gute Leute beschert“, so Nosek.

Er will mit den Wölfen in Mainz ein größeres Zuschauerinteresse wecken. Mit durchschnittlich hundert Leuten auf den Rängen waren die Spiele in der vergangenen Saison schon besser besucht als zuvor. Zum einen bedeuten mehr Fans mehr Stimmung, vor allem aber „wären das Einnahmen, die wir dringend brauchen.“ Die Tribüne in der Eishalle hat immerhin Platz für 1000 Zuschauer. Unterstützung brauchen die Wölfe übrigens nicht nur bei den Ligaheimspielen, sondern auch im Pokal. Hier wird es im November einen heißen Tanz gegen die höherklassigen Cracks aus Zweibrücken geben. „Das wird verdammt schwer“, weiß Nosek. Aber Pokalüberraschungen soll es auch im Eishockey schon gegeben haben.

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