Piranhas ohne Biss

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Das hatten sich die über 1000 Zuschauer wohl etwas anders vorgestellt. Im Nordost-Pokal-Halbfinale unterlagen die Rostock Piranhas im Hinspiel gegen den ESC Halle 04 mit 2:5 (0:3, 2:0, 0:2). Von Beginn an übernahmen die Gäste die Initiative und brachten die Piranhas ein ums andere Mal in Verlegenheit. Von einem Pokalfight waren die Raubfische meilenweit entfernt und die Glücksgöttin stand ihnen im ersten Drittel auch nicht zur Seite. Ihre ersten drei Treffer erzielten die Gäste mit etwas Glück, denn beim 0:1 rutsche Keeper John der Puck zwischen Fanghand und Körper durch und die beiden weiteren Treffer waren abgefälschte Torschüsse. Von einem Aufbäumen war aus Rostocker Sicht nichts zu sehen, denn sie hatten alle Hände voll zu tun, nicht noch weitere Treffer zu kassieren.

Mit Beginn des zweiten Drittels erwachte der Kampfgeist der Raubfische, denn innerhalb von drei Spielminuten stellten sie den Anschluss her. Durch zwei sehenswerte Treffer, letzterer sogar in Unterzahl, keimte bei den Fans die Hoffnung auf, doch noch ein rassiges Pokalmatch zu erleben. Weit gefehlt, denn die Gäste ließen sich nur kurz beirren und übernahmen wieder das Zepter. Immer wieder ließen sie durch schnelle Spielzüge den Puck für sich laufen und waren dadurch dem vierten Treffer näher, als Rostock dem Ausgleich.

Im letzten Drittel erwarteten die vielen Fans nun ein Sturmlauf ihrer Lieblinge, doch durch den vierten Treffer der Gäste wurde dieser gleich im Keim erstickt. Rostock bemühte sich, keine Frage, aber immer wieder kam es zu Fehlpässen oder zu einem viel zu langsamen Spielaufbau, sodass die Bulls immer wieder Zeit fanden, sich in der Abwehr zu positionieren. Selbst das einfache oder doppelte Überzahlspiel für den Gastgeber brachte keinen Erfolg, denn durch Standeishockey schaffte man sich keine Lücken. Drei Hallenser, plus Torhüter waren schnell genug, die Lücken zu schließen, um so keinen weiteren Gegentreffer zu

kassieren. Es kam, was kommen musste. Wer vorne kein Tor erzielt, bekommt hinten eins rein und damit war die Begegnung entschieden. Präsident Peter Dickmanns: „Ich habe heute von einigen Spielern mehr erwartet. Wer hier heute ein, zwei Tore geschossen hätte, wäre ,der Mann' gewesen und nicht der, der gegen Salzgitter vier Buden macht und sich groß feiern läßt.

Tore: 0:1 (6:32) Jan Fadny (Benjamin Thiede, Jedrzej Kasperczyk), 0:2 (7:50) Kai Schmitz (Martin Miklik, Jörg Pohling), 0:3 (13:44) Jörg Pohling (Benjamin Thiede, Jedrzej Kasperczyk), 1:3 (21:25) Thomas Dreischer (Karol Bartanus, Jens Stramkowski), 2:3 (24:06) Paul Stratmann (Kevin Nighbert, Tobias John), 2:4 (43:05) Benjamin Thiede (Jan Fadny, Robert Hoffmann), 2:5 (55:37) Jan Fadny (Martin Miklik). Strafen: Rostock 12, Halle 20 + 10 + Spieldauer (Robert Hoffmann). Zuschauer: 1056.

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