Piranhas drehen 1:5 in 7:6

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Einen 7:6 (0:2, 4:3, 3:1)-Sieg feierten die Rostock Piranhas im Ostsee-Derby gegen den EHC Timmendorfer Strand.

Im ersten Drittel war es ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Chancenvorteilen der Einheimischen, doch effektiver waren die Gäste. Die Piranhas agierten im Drittel der Beachboys viel zu kompliziert, immer wieder wurde noch ein Querpass gespielt, anstatt einfach mal draufzuhalten. Die Gäste in dieser Hinsicht viel abgezockter und damit auch erfolgreicher. Einfaches, schnelles Umkehrspiel, verbunden mit tollem Körpereinsatz und schon hatten sich die Gäste eine verdiente Zwei-Tore-Führung herausgeschossen.

Zu Beginn des zweiten Spielabschnittes drückten die Piranhas aufs Tempo und hatten auch einige Einschussmöglichkeiten, doch das Tor erzielten die Gäste. Es folgte die 31.Spielminute, die das Spiel ändern sollte. Nach dem 0:3 wurden die Piranhas giftiger und nahmen nun auch des körperbetonte Spiel der Beachboys an. Nach einem üblen Bandencheck am Piranha Paul Paepke, der nicht geahndet wurde, zeigten die Piranhas Präsenz. Diese war dem Schiedsrichter jedoch etwas zu ungestüm, denn er hatte ein Foul von Karol Bartanus gesehen und hob den Arm. Die Gäste in Puckbesitz, nahmen den Torhüter vom Eis und brachten einen zusätzlichen Spieler. Im eigenen Drittel spielten sich die Timmendorfer die Scheibe zu, ohne jedoch eine Lücke in der Piranhas Abwehr zu finden. Die Hausherren setzten den puckführenden Spieler unter Druck und so kam etwas zustande, was man im Eishockey doch sehr selten zu sehen bekommt. Die Gäste waren vollständig in der Vorwärtsbewegung, doch der puckführende Timmendorfer spielte unter Bedrängnis die Scheibe so platziert zurück, dass sie im eigenen Tor landete. Da es im Eishockey kein Eigentor gibt, wurde es Jens Stramkowski zugestanden, da er beim Rückpass am dichtesten zum Tor stand.

Die Piranhas spielten nach dem Tor in doppelter Unterzahl, die die Gäste zu zwei Toren nutzen konnten (1:5). Mittlerweile mussten auch noch Kevin Nighbert (Piranhas) und Erich Dumpis (Timmendorf) vom Eis, denn sie waren aneinandergeraten. Piranha-Trainer Henry Thom stellte nun auf zwei Reihen um und gleichzeitig tauschten die Stürmer Dreischer und Stratmann die Reihen. Von nun an wurde es ein Spiel auf ein Tor. Die drückende Überlegenheit nutzten die Gastgeber zu drei weiteren Toren und damit war der Anschluss hergestellt (4:5).

Wie verwandelt kamen die Piranhas aus der letzten Drittelpause. Mit druckvollem Spiel, Körpereinsatz und Siegeswillen, drehten sie innerhalb von fünf Minuten das Spiel. Die Gäste bekamen in der 55.Spielminute nochmal ein Überzahlspiel, das sie auch erfolgreich abschlossen, doch danach ging bei beiden Mannschaften nichts mehr.

Tore: 0:1 (9:14) Kenneth Schnabel (Jason Horst, Marcus Krützfeld), 0:2 (12:47) Erich Dumpis (Jeff Maronese, Korbinian Witting), 0:3 (26:06) Jason Horst (Korbinian Witting, Erich Dumpis), 1:3 (30:11) Jens Stramkowski (ENG), 1:4 (30:30) Jeff Maronese (Marcus Krützfeld, Patrick Saggau), 1:5 (32:24) Kenneth Schnabel (Jeff Maronese, Patrick Saggau), 2:5 (33:13) Jens Stramkowski (Karol Bartanus, Vjatcheslav Koubenski), 3:5 (36:24) Mark Buchen (James Travena-Bown), 4:5 (37:31) Paul Stratmann (Karol Bartanus, Jens Stramkowski), 5:5 (40:37) Paul Stratmann (Jens Stramkowski, Karol Bartanus), 6:5 (43:45) Karol Bartanus (Jens Stramkowski, Thomas Dreischer), 7:5 (45:05) Jens Stramkowski (Karol Bartanus, Paul Stratmann), 7:6 (54.05) Jeff Maronese (Patrick Saggau, Korbinian Witting). Strafen: Rostock 36, Timmendorfer Strand 32. Zuschauer: 1064.

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