Ordentliche Leistung beim Heimabschied

Favorit war eine Nummer zu großFavorit war eine Nummer zu groß
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Mit einer ordentlichen Leistung verabschiedete sich der NEV vom heimischen Publikum. In einer kampfbetonten und bis ins letzte Drittel offenen Partie entschied die Hammer Parade-Formation das Spiel zu

Gunsten der Gäste. Der Neusser EV unterlage Lippe-Hockey Hamm mit 2:5 (2:2, 0:0, 0:3).

Angesichts der chaotischen Wetterlage hatten nur wenige Zuschauer den Weg in den Südpark gefunden, zumal gleichzeitig das olympische Eishockey-Finale stattfand. Diese feierten vor der Partie Sebastian Geisler, der sein 444. Spiel im Trikot des NEV absolvierte. Anschließend war aber schnell Schluss mit lustig, denn die Gäste gingen bereits in der zweiten Minute in Führung, so dass eine Fortsetzung des schwachen Auftritts in Unna befürchtet werden musste. Dass sich die Neusser Cracks jedoch nicht frühzeitig hängen lassen würden, wurde nur eine Minute später deutlich, als Evgenij Kozhevnikov einen Sassen-Schuss sehenswert ins Hammer Gehäuse abfälschte - aber leider regelwidrig mit zu hohem Stock. Auch wenn Hamm in der Folgezeit das spielbestimmende Team war, blieben die Neusser durch Konter gefährlich. Während der gut aufgelegte Dennis Uhlig gefährliche Hammer Schüsse entschärfte, war in der Offensive auf Holger Schrills Verlass. Zunächst sorgte der Neusser Top-Scorer in Überzahl für den Ausgleich, um nach 13 Minuten einen Bilderbuch-Konter zum 2:1 abzuschließen. Nachdem Pierre Kracht kurz vor der Pausensirene per Nachschuss zum 2:2 erfolgreich war, lieferten sich beide Teams im zweiten Drittel einen offenen Kampf. Obwohl die Mannschaft um Kapitän Ronnys Sassen einen Tag weniger Zeit zur Erholung hatte, präsentierte sie sich als gleichwertiger Kontrahent der Westfalen, für die das Spiel erhebliche Bedeutung im Kampf um das Erreichen der Play-offs besaß. Verständlicherweise groß war die Erleichterung auf Hammer Seite, als Milan Vanek einen Abwehrfehler zu Beginn des letzten Abschnitts zur erneuten Führung ausnutzen konnte. Die NEV-Cracks gaben sich noch nicht geschlagen, wurden aber durch umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen zurückgeworfen und kassierten in der Schlussphase innerhalb von 63 Sekunden den vorentscheidenden Doppelschlag. Auch wenn der Frust darüber auf Neusser Seite anschließend groß war, konnte man nach der Schlusssirene erhobenen Hauptes das Eis verlassen. Mit etwas Glück wäre an diesem Abend mehr drin gewesen, doch das war dem NEV an diesem Wochenende nicht treu.

Tore: 0:1 (1:35) Vanek (Svejda), 1:1 (4:38) H. Schrills (Sauer, B. Fuchs/5-3), 2:1 (13:13) H. Schrills (B. Fuchs, Oltmanns), 2:2 (19:43) Kracht (Svejda, Vanek/5-4), 2:3 (41:34) Vanek (Svejda, Kracht), 2:4 (51:44) Svejda (Kracht/4-4), 2:5 (52:47) Pietzko (Svejda, Kracht/5-4). Strafen: Neuss 26 + 10 (H. Schrills) + 10 +

Spieldauer (Sassen), Hamm 22. Zuschauer: 102.

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