Nur ein Punkt zu Pöritzschs Einstand

Nur ein Punkt zu Pöritzschs EinstandNur ein Punkt zu Pöritzschs Einstand
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Lange Zeit musste Mainz Rückständen hinterherlaufen. Gleich der erste Torschuss der Gäste rutschte Marc Stromberg im Wölfe-Tor durch die Schoner (3.). Und es kam noch dicker: EGDL-Stürmer Marco Herbel tankte sich bei Mainzer Überzahl durch und schloss mit der Rückhand in den rechten Torwinkel ab – 0:2 (12.). Herbels Hattrick verhinderte Stromberg reaktionsschnell (13.).

Zahlreiche Konzentrationsmängel prägten das Mainzer Spiel. Stefan Schemenauers Anschlusstreffer (15.) änderte daran zunächst wenig. Alleinunterhalter Herbel visierte mit der Rückhand den Pfosten an (20.). Pöritzschs Drittelansprache schien jedoch zu wirken. Robert Dalaker nutzte eine gelungene Kombination über Martin Sagula und Stefan Eisenträger zum 2:2 (22.). Der Ausgleich gab den Hausherren Auftrieb, wenngleich noch lange nicht alles gelang.

Unglücklich fiel die erneute Gästeführung: Goalie Stromberg konnte einen abgefälschten Flatter-Schuss von Stephan Lohse nicht kontrollieren (35.). Außenstürmer Patric Kaliszewski (38.) und Verteidiger Dennis Sauer (41.) drehten das Spiel zur ersten Mainzer Führung. Auf die Siegerstraße war der Favorit nach dem 4:3 indes nicht abgebogen. Erneut wurde er kalt erwischt, diesmal durch einen von Timo Fuhr abgeschlossenen Konter (46.). Alles hätte für Mainz ein gutes Ende nehmen können, wenn, ja wenn Kaliszewski in der Schlussminute das leere Tor nicht verfehlt hätte, nachdem er den Torwart schon ausgespielt hatte (60.).

Somit durfte Mainz eine neue Erfahrung in Pflichtspielen machen: ein Penaltyschießen. Während Stromberg zweimal auf der Stockhandseite überwunden wurde, traf auf der Gegenseite nur Philippe Heise. „Wir hätten das Spiel in der regulären Spielzeit für uns entscheiden müssen“, sagte Schott-Trainer Holger Pöritzsch, „so haben wir zwei Punkte verschenkt“. Man müsse nach vorne schauen und habe „glücklicherweise schon am kommenden Samstag in Frankfurt die Gelegenheit, unseren verpatzten Saisonstart auszubügeln“.  In der Hessen-Metropole hofft der Coach vor allem auf eine bessere Chancenverwertung.

Tore: 0:1 (3.) Herbel (Homola, Fuhr), 0:2 (12.) Herbel (Fuhr, Homola), 1:2 (15.) Schemenauer (Bianchi), 2:2 (22.) Dalaker (Eisenträger, Sagula), 2:3 (35.) Lohse, 3:3 (38.) Kaliszewski (Dalaker), 4:3 (41.) Sauer (Horcicka, Dalaker), 4:4 (46.) Fuhr (Herbel), 4:5 (PS) Lohse. Strafen: Mainz 14, Diez-Limburg 34 + 10 (Kessels).

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